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15.05.2009, 10:45

NBA: Orlando zieht mit 3:3 gleich

Raketenstart in Houston

Die Houston Rockets haben ihren Heimvorteil genutzt, um in der "Best-of-Seven"-Serie gegen die Los Angeles Lakers die siebte Begegnung zu erzwingen. Durch einen 95:80-Erfolg in der Nacht zu Freitag (MESZ) glichen die Rockets im Conference-Halbfinale auf 3:3 aus. Gleiches brachten die Orlando Magic zustande, die sich daheim mit 83:75 gegen die Boston Celtics behaupteten.

Aaron Brooks (li., Houston Rockets) gegen Lamar Odom (L.A. Lakers)
Wilde Entschlossenheit: Aaron Brooks (li.) erzielte 26 Punkte beim dritten Houston-Sieg im Duell mit den L.A. Lakers.
© picture-allianceZoomansicht

Raketenstart in Houston: Von der ersten Sekunde an zeigten die Gastgeber eine wahre Leistungsexplosion, während die Lakers den Check-in zu dieser Begegnung scheinbar versäumt hatten. Das erste Viertel war noch keine sechs Minuten alt, da hatte Rockets-Forward Luis Scola bereits zehn seiner insgesamt 24 Punkte erzielt, Houston war mit 17:1 senkrecht davon gerauscht.

Das Toyota Center stand Kopf, die Lakers-Stars konnten selbige nur ratlos schütteln. Natürlich hatten sich die Gäste nicht auf ein derartiges Feuerwerk eingestellt, hatten sie den Rockets doch zwei Tage zuvor beim 118:78 gerade erst die höchste Niederlage in deren Play-off-Geschichte beigebracht. Auch, dass die Texaner die letzten drei Spiele auf Star-Center Yao Ming verzichten mussten, ließ nicht erwarten, dass diese Serie ein finales siebtes Spiel erleben würde.

NBA-Play-offs 2008/09

Doch die Rockets hatten andere Vorstellungen: Aaron Brooks besorgte 26 Zähler, Luis Scola fügte seinen 24 Punkten zwölf Rebounds hinzu, Reserve-Forward Carl Landry war mit 15 Punkten drittbester Werfer bei Houston, das im zweiten Durchgang zwischenzeitlich mit 18 Zählern in Führung lag. Die enttäuschenden Lakers gingen während des gesamten Spiels kein einziges Mal in Front, hatten zwar mit Kobe Bryant einen Punktgaranten, der sich mit 32 Zählern auf normalem Level befand, vom Rest des Gäste-Teams ging jedoch keine ernsthafte Gefahr aus. Pau Gasol kam als zweitbester Schütze auf 14 Punkte.

"Seit zwei Tagen ist alles, was ich höre, dass wir nicht mehr nach L.A. reisen müssen. Meine Jungs in der Umkleidekabine haben das nicht geglaubt", sagte Houston-Headcoach Rick Adelman zur starken Vorstellung seiner Mannschaft.

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"Wir sind mit einer großen Portion Aggressivität da raus gegangen", fügte Rockets-Forward Shane Battier hinzu, der 42 Minuten trotz einer Erkrankung durchgestanden hatte. "Wir waren einfach konzentriert und haben das gespielt, was wir können", so der Routinier.

Auf der Gegenseite hatte man indes keine Bedenken, trotz der schwachen Vorstellung Selbstvertrauen für den Showdown in der Nacht zu Montag in L.A. auszustrahlen: "Es gibt nichts, weshalb wir uns Sorgen machen müssten", kommentierte Lakers-Coach Phil Jackson die Lage. "Wir werden einfach rausgehen und spielen. Zuhause spielen wir ein anderes Spiel, das ist ganz offensichtlich", so Jackson.

Auf den Sieger dieses Duells warten im Conference-Finale die Denver Nuggets, die Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks zuvor aus dem Rennen geworfen hatten.

Auch Boston muss nachsitzen

Die Orlando Magic verdienten sich derweil im Aufeinandertreffen mit den Boston Celtics ebenfalls das siebte Spiel der Serie. Durch einen 83:75-Heimsieg darf Orlando weiter auf die erste Halbfinalteilnahme seit 1996 hoffen. Vor allem Dwight Howard ist es zuzuschreiben, dass dieses Conference-Halbfinale noch nicht zugunsten des Titelverteidigers entschieden wurde. Der Magic-Center verbuchte 23 Punkte und 22 Rebounds. Boston hatte in Point Guard Rajon Rondo mit 19 Punkten und 16 Rebounds seinen stärksten Akteur.

Dwight Howard, Orlando Magic
An ihm ist kein Vorbeikommen: Dwight Howard verbuchte 22 Rebounds für die Magic.
© picture-alliance

Während das Spiel über weite Strecken völlig ausgeglichen war, zeigten die Hausherren vor allem im letzten Viertel, in das Boston mit einem Punkt Vorsprung gegangen war, die besseren Nerven. In der Nacht zu Montag findet dieses Duell in Boston seinen Abschluss. Im Conference-Finale warten die Cleveland Cavaliers.

15.05.09
 
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