NBA: Davis rettet die Celtics
Rockets nutzen Außenseiterchance
Als feststand, dass die Houston Rockets ohne ihren chinesischen Superstar Yao Ming in das vierte Play-off-Match gegen die L.A. Lakers gehen mussten, schien die Lage aussichtlos. Dennoch hatte Lakers-Coach Phil Jackson seine Spieler davor gewarnt, die Rockets auf die leichte Schulter zunehmen, offensichtlich fanden seine Worte kein Gehör. Die Gastgeber kompensierten den Ausfall ihres Centers, der bei der jüngsten 94:108-Niederlage gegen den Titelfavoriten einen Haarriss im linken Fuß erlitten hatte, durch eine starke Teamleistung. Die Lakers wirkten lethargisch, leisteten sich fahrlässige Abspielfehler, in der Abwehr fehlte der Biss.
NBA-Play-offs 2008/09
Vor allem Point Guard Aaron Brooks überragte bei Houston, er erreichte eine persönliche Bestmarke von 34 Punkten. Auch Shane Battier zeigte eine starke Vorstellung: Der Forward kam auf 23 Zähler, weil er unter anderem fünf Dreier versenkte. Beim West-Vorrundensieger aus Los Angeles war der Spanier Pau Gasol mit 30 Punkten bester Werfer, Superstar Kobe Bryant kam nicht über 15 Zähler hinaus. Nicht ein einziges Mal lagen die enttäuschenden Lakers während der Begegnung in Führung.
"Meine Spieler haben nicht erwartet, das der Gegner mit soviel Energie aufspielen würde", sagte Gäste-Coach Jackson nach dem Spiel. "Als Trainer erzählst du soviel du kannst, aber dann müssen es die Spieler auf dem Feld auch umsetzen", so der Chef der unterlegenen Lakers.
Auf der Gegenseite herrschte bessere Stimmung: "Das ist der Lohn, den wir erwartet haben", erklärte der von der Drei-Punkte-Linie so erfolgreiche Shane Battier. "Wir haben uns heute ganz anders präsentiert."
Glen Davis rettet den Celtics den Sieg
Im Conference-Halbfinale des Ostens schaffte auch der amtierende Meister Boston Celtics den 2:2-Ausgleich in der Serie. Der Favorit siegte im vierten Spiel als Gast der Orlando Magic hauchdünn mit 95:94.
Zum entscheidenden Mann in einer dramatischen Schlussphase avancierte Glen Davis, der als Ersatz für den verletzten All-Star Kevin Garnett im Aufgebot stand. Mit der Schlusssirene versenkte der 23-jährige Forward einen Sprungwurf zum knappen Favoritensieg, nachdem Orlando in den letzten fünf Minuten der Partie einen Neun-Punkte-Vorsprung der Celtics gedreht hatte. Davis kam am Ende ebenso auf 21 Punkte wie der starke Boston-Guard Rajon Rondo. Bester Werfer auf Seiten der Gäste war Paul Pierce mit 27 Zählern. Bei Orlando kam Dwight Howard auf 23 Zähler und 17 Rebounds.
In der Nacht zum Donnerstag empfangen die Celtics Orlando zu Spiel fünf. Dann trägt auch Houston das nächste Match als Gast der Lakers aus.
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