NBA: Pleiten für Lakers und Celtics
Rockets starten senkrecht
Bei verbleibenden 4:54 Minuten des letzten Viertels zogen die Houston-Fans die Stirn sorgenvoll in Falten: Ihr 2,29-Meter-Riese war zu Boden gegangen. Nach einem Zusammenprall mit Kobe Bryant humpelte Rockets-Center Yao Ming schmerzverzerrten Gesichts vom Parkett. Ein Bild, das wenig Hoffnung auf eine schnelle Genesung machte. Umso größer war die Freude, als der Chinese nur wenige Sekunden später zurückkehrte, um seine Mannschaft in einer umkämpften Schlussphase zu einem 100:92-Auftaktsieg zu führen.
"Ich weiß nicht, was unsere Verantwortlichen mit Yao gemacht haben", spielte Rockets-Coach Rick Adelman auf die kurze Verletzungspause seines Schlüsselspielers an. "Es war, als käme Rocky wieder zurück. Wir brauchten ihn dringend auf dem Court", sagte der Trainer, der mit seinen Komplimenten nicht allein blieb: "Es bringt ihn um, nicht mit uns auf dem Feld zu stehen", erklärte Teamkollege Ron Artest. "Ich war sehr stolz auf ihn, als er sofort wieder zurückkam. Er wusste, dass wir ihn brauchen."
NBA-Play-offs 2008/2009
Artests Anerkennung für seinen Kameraden war gerechtfertigt: Ming war mit 28 Punkten bester Werfer auf Seiten der Gäste, zehn Rebounds fügte der 28-Jährige hinzu. In Artest (21 Punkte) und Aaron Brooks (19) hatte Ming zudem starke Nebenmänner. Lakers-Guard Kobe Bryant verbuchte 32 Zähler für die Hausherren, die während der gesamten Begegnung vergeblich ihren Rhythmus suchten.
Houston hatte es seit 1997 nicht mehr geschafft, in die zweite Runde der Play-offs vorzudringen. Nun scheint das Team den Erfolgsweg nach dem 4:2-Sieg im Conference-Viertelfinale gegen die Portland Trail Blazers und dem gelungenen Zweitrunden-Auftakt bei den Lakers fortführen zu können.
Magic entführen ersten Punkt aus Boston
Die Boston Celtics gerieten derweil durch eine 90:95-Auftaktniederlage in der "Best-of-seven"-Serie in Rückstand. Nur zwei Tage nach dem knappen 4:3-Erfolg in der ersten Play-off-Runde gegen die Chicago Bulls verkürzten die Celtics zwar einen vorübergehenden 28-Punkte-Rückstand noch bis auf drei Zähler, J.J. Redick machte den Sieg für Orlando aber mit zwei Freiwürfen in den Schlusssekunden perfekt.
Bei den Gästen war Rashard Lewis mit 18 Zählern bester Werfer, auf Seiten der Celtics zeigte sich Paul Pierce mit 23 Punkten am treffsichersten. Magic-Center Dwight Howard schien die kurze Pause aufgrund seiner Sperre für ein Spiel indes gut bekommen zu sein: Mit 16 Punkten und 22 Rebounds trug der 23-Jährige einen großen Teil zum glücklichen Auftakt seiner Mannschaft in diesem Ost-Halbfinale bei.
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