Beim Sieg der Mavericks trumpfte Chris Kaman, der zweite deutsche NBA-Profi in Dallas, groß auf. In 32 Minuten Einsatzzeit brachte er es auf 15 Punkte, acht Rebounds und sechs Blocks. "Großer Arbeitssieg, Jungs", meldete sich dann auch Nowitzki nach dem Spiel zu Wort. Und da hatte der Würzburger durchaus recht, zumal seine Mannen zuvor vier Auswärtspleiten einstecken mussten.
Mavs-Trainer Rick Carlisle nannte als Lösung zum Erfolg, "dass wir aufgehört haben, verrückte Sachen mit dem Basketball anzustellen". Zuvor ärgerte sich der Coach über 22 unnötige Ballverluste, die unter anderem auch den Pausenrückstand verschuldeten. Doch letztlich haben seine Spieler "das zusammen hinbekommen". Neben Kaman stach vor allem O.J. Mayo heraus, der mit 19 Punkten zum besten Werfer avancierte. Nach dem erlösenden Auswärtserfolg folgen für Dallas nun erstmal drei Heimspiele in Serie.
Titelverteidiger Miami Heat gab sich gegen lange gut mithaltende Suns keine Blöße. Nach einem "Road-Trip" mit sechs Auswärtsspielen in Serie schafften es Chris Bosh (24 Punkte) und Co. auch zu einem 97:88-Erfolg in Phoenix. Neben dem fehlenden Dwayne Wade (Fußverletzung) galt auch LeBron James als fraglich. Doch der Superstar lief trotz Grippe auf und brachte es auf 21 Punkte.
Bis gut zwei Minuten vor der Schlusssirene stand das Spiel beim 90:88-Zwischenstand zu Gunsten der Heat auf des Messers Schneide. Für die Suns verpassten Goran Dragic und Michael Beasley mit Fehlwürfen den Gleichstand. Auf der anderen Seite trafen Bosh und James und stellten auf 95:88 und entschieden damit das enge Duell.
In Abwesenheit des am Fuß verletzten Dwayne Wade stellte sich der von einem Infekt geplagte James in den Dienst seines Teams. "Auch wenn ich nur 50 oder 60 Prozent bringe: Besser, als wenn ich gar nicht spiele", so der nicht ganz unbescheidene Kommentar des King nach der Partie. Dabei sah es in dem Match auf Augenhöhe - zur Pause stand es 52:52 - schon im ersten Viertel danach aus, als sollte James seine Kräfte überschätzt haben, denn er suchte geschwächt den Weg zu den Kabinen. Dort sorgte flüssige Medizin dafür, dass er weiterspielen konnte.
Die Boston Celtics konnten gegen die Toronto Raptors einen 107:89-Erfolg landen. Nach Knöchelverletzung wieder mit dabei: Spielmacher Rajon Rondo, der auch gleich seine Stärken wieder unter Beweis stellte. Der Point Guard steuerte seinen Teamkollegen ganze 20 Assists bei.
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