| Vereinsname: | New York Knicks |
| Anschrift: | New York Knicks Madison Square Garden Two Pennsylvania Plaza New York, New York, USA 10121-0091 |
| Internet: | http://www.nba.com/knicks/ |
Hohe Auswärtshürde, deutlicher Rückstand im vierten Viertel (77:89) - die erste Niederlage der Knicks schien schon fast besiegelt. Doch selbst die erfahrenen Spurs konnten das Team aus dem Big Apple nicht aufhalten. Raymond Felten führte New York mit 25 Zählern zum 104:100-Endspurtsieg in Texas. Sieben Spielminuten vorher hatte daran bei zwölf Punkten im Hintertreffen wohl selbst bei den Gästen nicht mehr jeder geglaubt. Bei einer Timeout waren sich Spieler und Trainer sogar lautstark in die Haare geraten. Der richtige Kick für die Wende zum Guten? Offenbar.
Denn mit 22:11 beendeten die Knicks die Partie und bleiben als einziges Team der NBA ungeschlagen. "Wir hatten heute wieder ein großartiges Spiel, es ist das erste Mal, dass ich in San Antonio gewinne", sagte Trainer Mike Woodson und fühlte sich daher "ziemlich gut".
Eine glänzende Teamleistung war das. J.R. Smith 17, Oldtimer Jason Kidd 14, darunter der entscheidende Dreier eine Minute vor Schluss, Tyson Chandler 13 - sie sorgten dafür, dass die eher schwache Vorstellung ihres Topscorers Carmelo Anthony (neun Punkte bei einer Wurfquote von 3/12, aber auch zwölf Rebounds) nicht ins Gewicht fiel. Bezeichnend eine Szene während der Aufholjagd: "Melo" zieht zum Korb und dabei drei Gegenspieler auf sich - schnelle Drehung, Pass nach draußen, Dreier von Smith!
"Irgendwann habe ich zu meinen Jungs gesagt: Benutzt mich einfach als Lockvogel", verriet Anthony nach dem Spiel.
Neunmal hatten die Knicks zuvor in Serie im AT&T Center verloren - dieses schwarze Kapitel ist nun geschlossen. Und das steht für die neuen Knicks, die sich zu einem Topteam der NBA aufraffen. Die nächste hohe Hürde heißt Memphis, das in dieser Saison schon Meister Miami und jüngst auch Vize OKC bezwingen konnte. Man darf gespannt sein ...
Die Spurs sind derweil nach ihren tollen Start wieder auf dem Teppich gelandet und liegen bei 7:2-Siegen. Tony Parker (19 P./12 A.) konnte die Niederlage ebenso wenig verhindern wie Tim Duncan (14 P./14 R. - 736. Double-Double, so viele hat keiner der aktiven Spieler). Und auch nicht Tiago Splitter, der im vierten Viertel den Turbo einschaltete und 13 Punkte von der Bank einbrachte.
Eine Berg- und Talfahrt sahen die Fans im neuen Barclays Center von Brooklyn - mit dem besseren Ende für die Nets (5:2), die den Knicks auf der Spur bleiben. Der vierte Sieg in Folge gelang gegen Altmeister Boston. Die Celtics mussten freilich auf ihren Top-Guard Rajon Rondo verzichten.
Anfangs glänzten Deron Williams und seine Teamkollegen, es sah nach einem lockeren Sieg der Nets aus. Doch ein 20:2-Run der Celtics sorgte für elektrisierende Spannung. Und dann trat Joe Johnson (19 Punkte) auf den Plan. Der aus Atlanta geholte All Star machte drei Minuten vor Schluss ernst, verwandelte zweimal aus der Halbdistanz und ließ die Hausherren davoneilen. Entschieden war das Spiel, als Routinier Paul Pierce (22 Punkte) 30 Sekunden vor Schluss gleich beide Freiwürfe vergab.
"Es ist wie bei einem Baseballspieler, er kann mit einem Homerun im neunten Inning alles herausreißen", sagte Nets-Coach Avery Johnson über seinen Namensvetter Joe, der nach einem zuvor schwachen Abend am Ende doch noch zwei Patronen im Gurt fand. 102:97 stand es am Ende eines weiteren Sieges, zu dem der angeschlagene Deron Williams und Brook Lopez jeweils 24 Zähler beigetragen hatten. "Das war ein Riesensieg für uns", sagte Williams.
Den siebten Sieg im zehnten Spiel feierten die Miami Heat. Beim 98:93 bei den Denver Nuggets fehlte Dwyane Wade wegen einer Fußverletzung. LeBron James (27 P./ 12 A.) übernahm und hatte im Gegensatz zur Niederlage bei den Clippers diesmal die nötige Unterstützung. 13 Dreier streuten seine Teamkollegen ein, allein sechs davon gelangen Shane Battier. Nach anfänglichem 19-Punkte-Komfortvorsprung der Gäste rafften sich die Nuggets in ihren quietschgelben Trikots dann doch noch auf und machten einen Krimi aus der ganzen Sache. Schließlich hatten sie seit zehn Jahren nicht mehr zu Hause gegen die Heat verloren.
Andre Miller mit 19 und Kenneth Faried (16 P./20 R.!) trafen im Gegensatz zu Nuggets-Spielmacher Ty Lawson (NULL Punkte). In der letzten Minute stand das Spiel dann auf der Kippe. Mit einem Punkte Vorsprung zitterte sich Miami dem gegnerischen Korb entgegen - auf Nervenschwäche hofften zumindest die Nuggets-Anhänger im Pepsi Center. Doch weit gefehlt: Am Flügel stand Norris Cole, der den angeschlagenen Mario Chalmers schon frühzeitig auf der Point-Guard-Position hatte ersetzen müssen. Und nach einer fast schon bodenlosen Wurfquote bis dahin nagelte der 24-Jährige den Ball gnadenlos durch die Reuse. Das Spiel war entschieden.
Brooklyn Nets - Boston Celtics 102:97, San Antonio Spurs - New York Knicks 100:104, Denver Nuggets - Miami Heat 93:98
Punkte: LeBron James (Miami) 27, Raymond Felton (New York) 25, Brook Lopez, Deron Williams (beide Brooklyn) je 24, Paul Pierce (Boston) 22; Rebounds: Kenneth Faried (Denver) 20, Tim Duncan (San Antonio) 14, Kris Humphries (Brooklyn) 13, Carmelo Anthony 12, Tyson Chandler (beide New York), Stephen Jackson (San Antonio) je 11; Assists: James (Miami), Tony Parker (San Antonio) je 12; Dreier: Shane Battier (Miami) 6/7; Steals: Courtney Lee (Boston) 3; Blocks: Lopez (Brooklyn), Javale McGee (Denver) je 4;


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