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16.10.2018, 20:58

Wo und wann Benzinern und Dieseln das Ende droht

Verbot für den Verbrenner?

So mancher sieht in Modellen mit Verbrennungsmotor die Dinosaurier der Mobilität. Und tatsächlich könnte Benzinern und Dieseln ein ähnliches Schicksal drohen wie den urzeitlichen Dinos. Immer mehr Länder haben bereits eine Deadline für konventionell angetriebene Fahrzeuge festgesetzt. Auch Deutschland gehört dazu.

Auspuffqualm
Dicke Luft: Um die klimaschädlichen CO2-Emissionen einzudämmen, planen manche Länder ein Verbot für Benziner und Diesel.
© ADAC

Heftig toben in Deutschland die Diskussionen über Fahrverbote. Noch betreffen sie nur den Diesel, noch sind sie bloß in Innenstädten relevant.

Dabei soll es in Zukunft aber nicht bleiben. Perspektivisch könnte nicht nur dem Diesel, sondern auch dem Benziner komplett das Aus drohen. Heißt: Fahrzeuge dieser Bauart dürften dann überhaupt nicht mehr verkauft werden. Hintergrund ist die Zielsetzung, die klimaschädlichen CO2-Emissionen stark herabzufahren.

Dänemark steigt ab 2030 aus

Tabelle Verbrenner-Verbot
Aussteiger in der Übersicht: Dänemark ist in der Tabelle noch nicht erfasst.
© BeryllsZoomansicht

Entsprechende Beschlüsse sind bereits in vielen Ländern gefasst worden. Zuletzt hat Dänemark angekündigt, ein schrittweises Verbot für Benziner und Diesel verhängen zu wollen. 2030 geht es damit los, ab dann sollen nur noch Hybridfahrzeuge zugelassen werden, ab 2035 lediglich reine Elektroautos.

Wo und wann den Verbrennungsmotor noch der Bannstrahl treffen könnte, hat die Unternehmensberatung Berylls zusammengefasst. Demnach bereitet Norwegen Benzinern und Dieseln schon 2025 ein Ende, 2030 folgen in Westeuropa Island, Irland und die Niederlande. 2040 wollen Frankreich sowie Großbritannien Schluss machen. Und Deutschland? Bei uns sollen Verbrenner ab 2050 Vergangenheit sein. Eine entsprechende Verpflichtung ist Deutschland im Rahmen des Pariser Klimaabkommens 2015 eingegangen, wo man der sogenannten ZEV-Allianz (Zero Emissions Vehicles) beigetreten ist. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat 2017 aber auch schon ein früher, nämlich ab 2030 wirksames Verbrennerverbot ins Gespräch gebracht.

Über 47 Millionen Autos betroffen

Für ihre Studie hat die Unternehmensberatung Berylls die weltweiten Zulassungszahlen von 2017 herangezogen. Von 94,5 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis zu sechs Tonnen, so die Erkenntnis der Experten, wäre rund die Hälfte von einem Verkaufsverbot betroffen - konkret 47,2 Millionen Autos.

Karte Verbrenner-Verbot
Weltkarte: Nach derzeitigem Stand beträfe das Verbrenner-Verbot rund 47 Millionen Autos.
© BeryllsZoomansicht

Ein näherer Blick auf die Zahlen ergibt aber auch, dass der Verbrenner-Bann in Island (24.000 Autos), Norwegen (196.000) und selbst Deutschland (3.717.000) wohl noch verhältnismäßig geringe Auswirkungen auf die Geschäfte der Automobilhersteller und den CO2-Ausstoß hätte. Eine weitaus durchschlagendere Wirkung dürfte sich ergeben, wenn ab 2030 China (28.015.000 Fahrzeuge) und der stark aufstrebende indische Markt aussteigen - aus den 3.692.000 im Jahr 2017 verkauften Autos dürften künftig schließlich noch weitaus mehr werden.

Ähnliche Relevanz besitzen die USA. Allerdings haben in Trump-Country bislang nur einzelne Staaten wie Kalifornien (2040) oder New York (2050) ein Verbrennerverbot angekündigt. Vergleichbar sieht es in Kanada aus, wo die Provinz Québec 2050 einen Schlussstrich ziehen will. Noch keine Ausstiegsszenarien haben bislang die südamerikanischen und afrikanischen Länder sowie Russland, Japan oder Südkorea skizziert.

Abgesehen von solch großflächig wirksamen Entscheidungen könnte Benzinern und Dieseln in manchen Metropolen schon deutlich früher das letzte Stündlein geschlagen haben - in London, Paris, Athen, Madrid oder Mexiko City, wo eine bekanntermaßen dicke Luft herrscht.

ule

 

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