Papiere checken, einfache Funktionen überprüfen

Gut vorbereitet zur Hauptuntersuchung

Ratgeber - 11.09. 21:13

Zur alle drei Jahre anstehenden Hauptuntersuchung fahren vor allem die Besitzer nicht mehr ganz taufrischer Autos mit gewisser Besorgnis vor. Manches, was zu einem Nichtbestehen der Prüfung führt, lässt sich aber schon mit einem Mindestmaß an Sorgfalt vermeiden.

Hauptuntersuchung (hier bei der Dekra): Einfache Funktionen des Autos sollten zuhause noch überprüft werden. © Dekra

Ärgerlich ist es, vor den Prüfern von Dekra, TÜV, KÜS oder GTÜ zu stehen, wichtige Papiere vergessen zu haben und unverrichteter Dinge wieder abziehen zu müssen. Denn: Zur Hauptuntersuchung (HU) gilt es so einiges mitzubringen. Da ist zum einen der Fahrzeugschein, heute "Zulassungsbescheinigung Teil 1" genannt. Wer mit seinem Fahrzeug schon einmal durchgefallen ist und bereits zur Nachuntersuchung vorfährt, muss außerdem den Bericht der vorangegangenen HU vorweisen können. Sofern die Abgasuntersuchung schon vorher in der Werkstatt durchgeführt worden ist, wird auch der entsprechende AU-Nachweis verlangt, der aber nicht älter als zwei Monate sein darf. Vorzuzeigen sind zudem Papiere zu Fahrzeugveränderungen wie Sonderräder oder Schalldämpfer.

Sodann gibt es bestimmte Basics, zu deren Check es keine komplizierten Vorrichtungen braucht. "Ob die Beleuchtung oder die Hupe funktionieren, kann jeder leicht selbst kontrollieren", sagt Jörg Sautter von der Dekra dazu. Gut, wenn man solche einfachen Kontrollen noch vor der HU durchführt und zwecks Reparatur gegebenenfalls die Werkstatt aufsucht. Auch durch einen Blick auf die Lämpchen für ABS, ESP oder Airbag (leuchten sie womöglich dauerhaft?) lässt sich rechtzeitig eine Fehlfunktion erkennen, welche die Plakette kostet. Ähnliches gilt für Scheinwerfer, Bremslicht und Blinker, die man sinnvollerweise noch vor der HU testet – beispielsweise, indem die Garagenwand angeleuchtet wird oder ein freundlicher Mitmensch beobachtend assistiert.

Warndreieck, Warnweste und Erste-Hilfe-Material müssen sich in brauchbarem Zustand befinden. Dabei dürfen sie höchstens fünf Jahre alt sein und haben der DIN-Norm 13164 zu entsprechen. Für die Reifen wiederum gilt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm, zudem sollte die Scheibenwaschanlage aufgefüllt sein und das Auto sauber sein – einfach, weil es einen guten Eindruck macht.

epr