Schwierige Beweislast

Katzen-Kratzer auf dem Auto: Wer zahlt?

Ratgeber - 13.08. 20:46

Von wegen Samtpfoten: Katzen können auch anders. Wenn sie auf einem Auto ihre Krallen ausfahren, hinterlässt das unschöne Spuren. Schadenersatz zu bekommen, ist allerdings gar nicht so einfach.

Ausnahmsweise erlaubt: "Grumpy Cat" auf einem Opel Diplomat, hier beim Fotoshooting mit Georgia May Jagger. © Opel

Wenn eine Katze auf dem Auto herumspaziert und dort Kratzer hinterlässt, ist der Ärger groß. Wer Schadenersatz für solche Schäden einfordert, hat allerdings erst einmal ausreichende Beweise beizubringen. Dies musste laut Arag-Rechtsschutzversicherung ein Autobesitzer erfahren, der seinen Nachbarn als Besitzer der verdächtigen Katze verklagt hatte. Die Richter des Amtsgerichts Aachen (Az.: 5 C 511/06) lehnten die Klage ab. Dabei wurde sogar das Angebot des geschädigten Autobesitzers verworfen, von einem auf dem Dach gefunden Katzenhaar eine DNA-Analyse durchführen zu lassen – selbst ein positives Ergebnis sei kein Beweis dafür, dass die Kratzer konkret von der mutmaßlichen Täterin auf vier Pfoten stammten.

epr