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25.03.2018, 19:55

Das Ami-Angebot in Deutschland ist sehr überschaubar

US-Autos: Fast Fehlanzeige

Vor allem die deutschen Premium-Marken genießen hohe Wertschätzung in den USA. Donald Trump ist das bekanntlich ein Dorn im präsidialen Auge, denn umgekehrt erwärmen sich die Deutschen nur in sehr begrenztem Maße für Autos made in USA. Das hat freilich gute Gründe.

Donald Trump, Jeep
Präsidialer Wunsch: Donald Trump möchte erreichen, dass die Deutschen mehr US-Autos wie diesen Jeep Wrangler fahren.
© Jeep, whitehouse.gov

US-Präsident Trump hat die deutschen Autobauer ins Visier genommen. Es fing damit an, dass er kurz nach seinem Amtsantritt davon sprach, dass fast vor jedem amerikanischen Haus ein Mercedes stehe, er aber in Deutschland kaum einen oder gar keinen Chevrolet sehe. Aber warum ist das so? Zunächst: Chevrolet verkauft, so wie Dodge und Chrysler, hierzulande gar keine Autos mehr. Und, was gerne vergessen wird: Einige der vor Jahren (noch mäßig) verkauften Chevys stammten gar nicht aus Amerika, sondern aus Korea und/oder waren, teils technisch bedingt, mit Opel-Produkten verwandt. Apropos Opel: Mit Verkauf an Peugeot hat sich gleichermaßen auch General Motors aus diesem Markt zurückgezogen.

US-Produkte kaum gefragt

Das Kernproblem der US-Autobauer ist freilich, dass sie kaum Produkte anbieten, die hierzulande gefragt sind. Klein- und Kompaktwagen gehören nicht zur Kernkompetenz der US-Autobauer. In der Mittel- und Oberklasse sieht es da schon besser aus, wenn man als Beispiel die Cadillac-Modelle heran-zieht. Nur: Das Handelsnetz ist zu einfach dünn - und das betrachten deutsche Autokäufer als Manko. Obendrein hegen wohl manche deutsche Autokäufer die unterschwellige Befürchtung, dass (diese) Importwagen schneller an Wert verlieren könnten als deutsche Premiumprodukte. Ein weiterer Punkt: US-Autos gelten bei uns als durstig, wenngleich das bei neueren Modellen nicht mehr ganz nachvollzieh-bar ist. Zudem fehlen bei den großen Limousinen die in dieser Klasse nach wie vor beliebten Dieselaggregate und auch bei Kombis herrscht bei den US-Autobauern eher Flaute, während Audi, BMW, Mercedes und Volkswagen in diesem Segment on top sind.

Amis sind Marktführer bei Pick-ups

Noch ein Grund: Der deutsche Markt ist viel kleiner als der US-amerikanische (3,4 zu 17.5 Millionen). Daher kann es hier für jeden der vielen Anbieter auch nur einen geringen Teil geben. Beispiel: Zwei Prozent Marktanteil entsprächen in Deutschland nur 68.800 Fahrzeugen, in den USA aber 350.000 Fahrzeugen - da lohnt sich das Engagement eher. Aber: Marktführer sind die Amerikaner, wie zuhause auch, auf einem ganz anderen Sektor: bei den Pick-ups. Hier liegt bei uns ganz klar Ford mit dem Modell Ranger in Front, und zwar deutlich vor Nissan und Volkswagen.

Von Chevrolet bleiben Corvette und Camaro

Aber es gibt sie ja noch, die US-Autos in Deutschland. Die letzte ganz genaue Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes dazu stammt aus dem Jahr 2016 (die für 2017 erscheint im Juli). Und zeigt zumindest, dass FCA (Fiat Chrysler) über 15000 Jeep-Modelle absetzen konnte und Ford über 8000 Mustang bzw. Edge anlieferte. Chevrolet ist zumindest noch mit den verbliebenen Sportwagen Corvette und Camaro präsent.

Trumps alternative Fakten sind übrigens leicht zu widerlegen. Zumindest mit den Zahlen für 2016. Während es deutsche Marken in den USA auf gerade mal sieben Prozent Marktanteil bringen, erreichten Ford, Opel und Chrysler als Autobauer in amerikanischem Besitz immerhin einen Anteil von rund 17 Prozent. Die Tendenz ist neuerdings aber stark rückläufig, weil GM das Handtuch geworfen hat und Opel jetzt voll europäisch ist.

wpr

 

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