Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
10.02.2018, 13:48

Autofahren während der Karnevalszeit

Wann ist Schluss mit lustig?

Der Karnevalstrubel nähert sich seinem Höhepunkt. Die meisten Narren und Jecken lassen dabei diszipliniert das Auto stehen. Dennoch bleiben Fragen im Zusammenhang mit karnevalesken Autofahrten: Welches Kostüm ist erlaubt? Sind Masken gestattet? Und wann ist der Restalkohol weg?

Kostümierte Autofahrer
Karnevalisten im Auto: Die Kostüme dürfen Sicht- und Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigen.
© AllianzZoomansicht

Kostümiert Autofahren - ist das überhaupt erlaubt?

Prinzipiell ja. Ein paar Einschränkungen gibt es aber trotzdem. Das Kostüm muss beispielsweise so beschaffen sein, dass es Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit des Fahrers nicht beeinträchtigt oder behindern. "Gefährdet, schädigt oder behindert der Fahrer andere Verkehrsteilnehmer, drohen ihm Bußgelder zwischen zehn und 35 Euro", sagt Juristin Michaela Rassat von der DAS-Rechtsschutzversicherung. Richtig teuer kann es werden, wenn die Clown-Perücke oder die Augenklappe à la Jack Sparrow die Sicht behindern und es zu einem Unfall kommt. Dann haftet der Fahrer auf Schadensersatz und die Versicherung kann die Leistungen kürzen und dies mit grober Fahrlässigkeit vonseiten des Unfallfahrers begründen. Komplett Schluss mit lustig ist es bei Masken und Kostümen, die das Gesicht verdecken. Wer sich hinterm Steuer die King-Kong- oder Hexenmaske überstreift, verstößt gegen Paragraf 23 Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung (StVO): Er wurde im Oktober 2017 verabschiedet und verbietet es Fahrzeugführern ausdrücklich, ihr Gesicht so zu verhüllen, dass es nicht mehr erkennbar ist. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet.

Verkleidet Radfahren - gibt es auch hier Probleme?

Weniger als im Auto. Doch der TÜV Rheinland ist der Meinung, dass die oben aufgeführten Vorschriften auch für Radler gelten sollten. Manche Kostüme bergen das Risiko, dass sie sich in den Speichen verfangen und den Radfahrer zu Fall bringen. Und noch eine ganz unvermutete Gefahr bergen sie: "Manche Kostüme ziehen die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer auf sich und lenken sie ab - auch dadurch kann das Unfallrisiko steigen", warnen die TÜV-Experten.

Autofahrer im Bärenkostüm
Das ist verboten: Die Straßenverkehrsordung untersagt es Fahrzeugführern, ihr Gesicht zu vermummen.
© TÜV RheinlandZoomansicht

Wie riskant ist Alkoholgenuss?

Sehr riskant - aber das ist schließlich nicht nur im Karneval so. Wer mit 0,5 Promille im Blut erwischt wird, muss mit 500 Euro Strafe, zwei Flensburg-Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. Schon ab 0,3 Promille kann es Schwierigkeiten geben, dann nämlich, wenn der solcherart beschwingte Fahrer Fahrfehler wie Schlangenlinienfahrten begeht oder gar einen Unfall verursacht.

Und wie sieht es mit Restalkohol aus?

Es gibt keine Faustregel, nach der exakt berechnet werden könnte, wann die am Vorabend genossenen Promille abgebaut sind. Hierbei spielt die individuelle körperliche Konstitution eine Rolle. Ungefähr ist aber davon auszugehen, dass pro Stunde etwa 0,1 Promille wegschmelzen. Das bedeutet: Wer sich bis Mitternacht 1,5 Promille angetrunken hat, hat am nächsten Morgen um neun noch immer 0,6 Promille intus und darf somit nicht hinters Steuer. "Promille-Abbau-Beschleuniger oder Wundermittel gibt es nicht", warnt der ADAC. Auch Kaffeetrinken, Schwitzen oder Schlafen helfen nicht, den Promillewert schneller sinken zu lassen.

Alkoholkontrolle
Alkoholkontrolle: Am "Morgen danach" kann der Promillepegel noch immer zu hoch sein.
© ADACZoomansicht

Schlafdefizit: So gefährlich wie Alkohol?

Schlafdefizit kann ähnliche Folgen wie Alkohol haben. 17 Stunden ohne Schlaf beeinträchtigen das Reaktionsvermögen in ähnlichem Maße wie 0,5 Promille Alkohol im Blut, 22 Stunden mit Schlafmangel wirken auf die Reaktionsfähigkeit wie 1,0 Promille Blutalkohol. "Wer dann kurz einnickt, legt in zwei Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h über 30 Meter im Blindflug zurück", sagt Anna-Sophie Börries vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) mit Hinblick auf den gefährlichen Sekundenschlaf. Feierlustigen Karnevalisten sei daher angeraten, sich besser nicht unausgeschlafen hinters Steuer zu setzen. Die sicherere Alternative sind in diesem Fall öffentliche Verkehrsmittel. Häufiges Gähnen oder schwere Augenlider sind Alarmzeichen, die man nicht ignorieren sollte. Hilfreich kann es dann sein, mit Bewegung den Kreislauf in Schwung zu bringen oder einen kurzen Power-Nap einzulegen. Ein Kaffee vor diesem Nickerchen erleichtert später das Wachwerden und verstärkt den Erfrischungseffekt - den Kurzschlaf ersetzen kann es aber nicht.

epr

 

kicker-sportmagazin

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

Schlagzeilen

   
google+ Google+ aktivieren
dauerhaft aktivieren

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re: Tretertruppe Freiburg von: Depp72 - 19.02.18, 12:25 - 5 mal gelesen
Re (4): Tretertruppe Freiburg von: acker1966 - 19.02.18, 12:24 - 4 mal gelesen
Re (2): Riiibéééry, Riiibéééry von: Alcantara_6 - 19.02.18, 12:22 - 4 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
12:55 EURO Dein Olympia Live
 
13:15 SKYBU Fußball: 2. Bundesliga
 
13:25 EURO Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
 
13:30 SDTV FC Porto - FC Rio Ave
 
14:00 SKYS2 Fußball: UEFA Champions League
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine