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14.08.2017, 09:25

Welche Handzeichen im Ausland missverstanden werden

Diese Gesten können schiefgehen!

Als Autofahrer sämtlicher Weltsprachen mächtig zu sein, ist eine allzu ambitionierte Anforderung. Gern verständigt man sich also mit Gesten. Die können von Land zu Land aber unterschiedliche Bedeutung haben und so zu unguten Missverständnissen führen. Um dem vorzubeugen, sei folgender "Gesten-Knigge" ans Herz gelegt:

Gesten
Missverständnis möglich: Diese Gesten haben in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedliche Bedeutung.
© TÜV NordZoomansicht

Das Auto ist eine Domäne der nonverbalen Kommunikation. Ob man einen anderen Verkehrsteilnehmer freundlich vorbeiwinkt oder ihm seinen Unmut mit zweifelhaftem Fingerzeig kundtut - gern wird hinterm Steuer gefuchtelt und gestikuliert. Während man in Deutschland diesbezüglich "textsicher" ist, muss man im Ausland damit rechnen, dass eine nett gemeinte Geste als Beleidigung missverstanden wird. "So können wir Einheimische beleidigen und uns in unerfreuliche Situationen hineinmanövrieren", warnt der TÜV Nord und präsentiert seinen "Gesten-Knigge" zum Umfahren prekärer Situationen:

Victory-Zeichen: Bei uns ist es als Siegesgeste bekannt, mitunter steht es auch für Frieden ("Peace") oder wird zur Order zweier Bier verwendet. In Großbritannien Irland, Neuseeland oder Australien hat es speziell im Straßenverkehr eine weniger charmante Bedeutung, sondern dient der Vermittlung der Botschaft "f*** you!". Wichtiges Erkennungsmerkmal: Nicht die Handfläche, sondern der Handrücken zeigt in diesem Fall zum Gegenüber.

Kreis: Als "halbes Wörterbuch" bezeichnen die Gestenkenner des TÜV den zum Kreis geformten Daumen und Zeigefinger. In den USA heißt er "prima", wir sagen damit "top!", in Frankreich und Belgien wird etwas als wertlos bezeichnet, in Japan ist es eine Anspielung auf Geld. In Thailand, Brasilien und Mexiko hat die Geste eine obszöne Aussage, in Russland unterstellt man damit eine Vorliebe fürs eigene Geschlecht.

Daumen hoch: Damit kann ja wohl nicht schiefgehen. Oder doch? Während der hochgereckte Daumen den meisten Europäern als Zeichen der Anerkennung bekannt ist, gilt er in Russland, Griechenland und Australien als obszöne und hochgradig unfreundliche Geste.

Wackelhand: Diese Geste ist bei uns wenig verbreitet, in Italien aber umso mehr. "Was soll das? Was willst du?" bedeutet sie dort, während sie in der Türkei als Signal der Anerkennung ("Tolle Sache") gebraucht wird. In Ägypten erbittet man sich damit Geduld. Und wird einem in Mexiko die "Wackelhand" unter die Nase gehalten und die Finger dabei geöffnet und geschlossen, so steht das für die provokante Frage "Hast du Angst?".

Zwei Hörner: Das ist in Italien, verschiedenen Mittelmeerländern und Südamerika eine Beleidung - "deine Frau betrügt dich" soll der Fingerzeig dort andeuten.

"Nase" zwischen den Fingern: Bei uns kennt man das als unschuldiges Spiel mit Kindern ("ha, Nase geklaut"). In Italien, Griechenland, Türkei und den Niederlanden spielt die Geste aber auf weibliche Geschlechtsteile an und sollte deshalb besser unterbleiben. Im osteuropäischen Raum weist der so gezeigte Daumen lästige Bittsteller ab.

Vogel: Der an die Schläfen oder die Stirn getippte Finger signalisiert mehr oder weniger völkerübergreifend "bei dir piepts wohl". Wenn in den USA ein Motorradfahrer aber den Zeigefinger in Kopfhöhe kreiseln lässt, spricht er eine Warnung aus - "Polizei in der Nähe".

Lockgeste: Der lockend gekrümmte Zeigefinger ist auch bei uns nicht gerade die höflichste Geste, um jemanden dazu auffordern, näherzukommen. In Teilen Asiens oder Ozeaniens gilt sie aber als unverschämt.

Stinkefinger
Stinkefinger: Diese rüde Geste wird nahezu völkerübergreifend als Beleidigung verstanden.
© ARAGZoomansicht

Moutza: Damit ist eine Geste gemeint, bei der sich die Hand mit gespreizten Fingern vom Körper weg auf das Gegenüber zubewegt. In Griechenland, Pakistan, Armenien und Teilen Westafrikas ist Moutza ein Sinnbild tiefster Verachtung. In Mexiko gilt sie als Drohung. Und wenn sie ein US-Autofahrer benutzt, will er damit sagen "rede du nur - du sprichst sowieso bloß mit meiner Hand".

Wir verwenden eine ähnliche Geste, um jemanden zu beruhigen - dann beidhändig und mit einer Auf- und Abbewegung. Nachvollziehbarerweise sollte man in den genannten Ländern damit vorsichtig sein.

Andere Zeichen, wie der gestreckte Mittelfinger oder der geknickte Arm mit geballter Faust werden rund um den Globus nur allzu gut verstanden. Deutsche Forscher haben herausgefunden, dass das Gehirn die Bedeutung solch vertrauter Gesten in Sekundenbruchteilen entschlüsselt und dann auch bewertet. Deeskalierend wirken sie nicht. Tipp der TÜV-Experten deshalb: Im Auto einfach beide Hände am Steuer behalten.

epr

 

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