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16.07.2017, 19:39

Direkteinspritzer geraten in die Kritik

Geht's jetzt den Benzinern an den Kragen?

Während Dieseln das "Wir müssen leider draußen bleiben"-Etikett droht, was den innerstädtischen Verkehr betrifft, so ist man als Besitzer eines Benziners fein raus. Oder doch nicht? Nach den Selbstzündern dürften sich Umweltschützer die Ottomotoren vorknöpfen. Es sind die Direkteinspritzer unter ihnen, denen Ungemach in Sachen Feinstaub droht.

TSI Benzin-Direkteinspritzer
Benzin-Direkteinspritzer von VW: Als einer der ersten Volkswagen-Modelle erhält der Tiguan 1.4 TSI einen BPF.
© VWZoomansicht

Die Feinstaub-Problematik beim Diesel ist sattsam bekannt. Aber auch den Benzinern könnte es an den Kragen gehen. Im September tritt die Schadstoffnorm Euro 6c in Kraft. Dann dürfen neu typgeprüfte Modelle mit Ottomotor nur noch ein Zehntel der derzeit erlaubten Rußmenge emittieren. Damit bekommen vor allem Benzin-Direkteinspritzer ein Problem, ohne Partikelfilter wird es für sie wohl nicht mehr abgehen, sollen ihnen Fahrverbote erspart bleiben.

Eigentlich waren Benziner bei der Feinstaub-Diskussion stets außen vor, weil sie wesentlich weniger Partikel ausstoßen als Diesel. Das gilt in der Regel aber nur für Fahrzeuge mit sogenannter Saugrohreinspritzung. Anders sieht es bei den Benzin- Direkteinspritzern aus. Schon jetzt zählt in Europa etwa jeder zweite Neuwagen zu dieser Gattung, bis 2020 dürfte der Anteil nach Schätzungen von Bosch auf über 60 Prozent steigen.

Gefährliche Nanoteilchen

Bei diesen Motoren wird der Kraftstoff direkt in den Brennraum eingespritzt und vermischt sich erst da mit Luft. Dabei kann es vorkommen, dass vereinzelte Tröpfchen nicht komplett verbrennen. Es bilden sich winzige Rußpartikel aus, deren Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer ist. Diese Nanoteilchen sind besonders gefährlich, weil sie - da extrem klein - Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe von der Lunge direkt ins Blut, in die inneren Organe und ins Gehirn transportieren können. Als Folge drohen Lungenerkrankungen, Krebs oder Herzprobleme.

Die meisten Hersteller rüsten auf

Auch bei Benzin-Direkteinspritzern sind also technische Lösungen gefragt. Etliche Neuwagen werden schon jetzt den künftigen Grenzwerten gerecht. Manche von ihnen - wie die Mercedes S-Klasse - haben den Benziner-Partikelfilter (BPF) bereits. Die meisten Hersteller aber geben an, ihre Neufahrzeuge demnächst entsprechend auszustatten, VW ebenso wie Audi, Mercedes, BMW, Volvo und die Marken des PSA-Konzerns, Peugeot, DS und Citroën.

Vermutlich müssen über kurz oder lang aber auch ältere Fahrzeuge nachgerüstet werden. Orientiert man sich an den Kosten für den Nachrüst-Partikelfilter beim Diesel, ist mit Kosten von etwa 600 Euro zu rechnen. Da kann man nur hoffen, dass betroffene Autobesitzern einen Zuschuss erhalten, wie er bei der Diesel-Nachrüstung gewährt worden ist. 330 Euro sind es seinerzeit gewesen.

Zappenduster sieht es womöglich für alte Benziner unterhalb Euro 3 aus. Wegen ihrer Stickoxid-Emissionen könnten sie, ganz wie ältere Diesel, Opfer von Fahrverboten werden.

upr

 

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