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26.01.2017, 13:04

Gesetzentwurf zu Roboterautos verabschiedet

Autonomes Fahren: Wer zahlt beim Crash?

Auch rechtlich fallen die Hürden fürs autonome Fahren. Das Bundeskabinett hat jetzt einen entsprechenden Gesetzentwurf abgesegnet: Künftig sollen die Fahrer (teil-)robotosierter Autos die Hände vom Lenkrad nehmen dürfen, um E-Mails zu checken oder Akten durchzugehen. In mancherlei Hinsicht könnte es aber dennoch zu Kontroversen kommen. So bei der Frage, wer im Falle eines Unfalls haftet: Der Hersteller - oder doch der Fahrer?

Dobrindt im autonomen Auto
Entspannt unterwegs: Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nimmt hier die Hände vom Lenkrad.
© Audi/ampnetZoomansicht

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wählte große Worte. Vom "modernsten Straßenverkehrsrecht der Welt" sprach er, und meinte damit einen Gesetzentwurf, der "Fahrer und Computer rechtlich gleich" stellt. Im Klartext: Die neue Gesetzeslage gestattet es, dass Roboterautos in bestimmten Situationen die Kontrolle über das Fahrgeschehen übernehmen. Fahrer oder Fahrerin können sich derweil anderen Dingen widmen, etwa in der Zeitung blättern oder im Internet surfen. Der Bundestag muss dem von Dobrindt eingebrachten Gesetzentwurf allerdings noch zustimmen.

Im Notfall muss der Fahrer eingreifen

Und es bleiben Einschränkungen. So hat sich der Fahrer bereitzuhalten, um im Notfall wieder das Steuer übernehmen zu können. Die autonome Fahrfunktion muss "jederzeit durch den Fahrzeugführer übersteuerbar oder deaktivierbar sein", heißt es. Das wird in Situationen relevant, in denen der Computer den Fahrer dazu auffordert, einzugreifen, oder wenn die autonomen Fahrfunktionen nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten, beispielsweise bei einem Reifenplatzer.

Völlig selbstständig ist das Auto also noch nicht unterwegs. Dies werden erst vollautonome Systeme möglich machen - für Mobile, in denen dann nur noch Passagiere sitzen und die komplett ohne Fahrzeugführer auskommen.

Autonomes Fahren
Soll bald rechtlich gestattet sein: Aktenstudium während der Autofahrt.
© VolvoZoomansicht

Fahrtenschreiber an Bord

Das Hin- und Her zwischen Mensch und Maschine wirft im Falle eines Unfalls allerdings die Haftungsfrage auf. Wer ist verantwortlich und muss zahlen: Das Roboterauto und somit dessen Hersteller - oder die Person hinterm Steuer? Um klären zu können, wer zum Zeitpunkt des Crashs die Kontrolle über das Auto hatte und somit die Verantwortung trug, soll ein Fahrtenschreiber (Blackbox) vorgeschrieben werden. War menschliches Versagen ursächlich für den Crash, haftet der Fahrer, bei technischen Fehlfunktionen hingegen der Hersteller. Ob sich der Unfallhergang tatsächlich so glasklar aufklären lässt, bleibt abzuwarten. Und auch Datenschützern wird die Speicherbox an Bord wohl nicht gefallen.

Die Entwicklung zum autonomen Fahren ist bereits weit fortgeschritten. Modelle wie der 5er BMW oder die Mercedes E-Klasse können auf der Autobahn bereits selbstständig überholen, noch weitergehende Pilotprojekte werden längst weltweit durchgeführt. Experten rechnen um das Jahr 2025 mit vollautonomen Fahraktivitäten, die dann auch ganze Berufsfelder umkrempeln oder überflüssig machen könnten: Komplett autonome Taxen, Busse oder Müllautos brauchen schließlich keinen Fahrer. Und auch die Haftungsfrage stellt sich dann nicht mehr.

ule

 

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