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06.02.2016, 13:15

Kein Pardon für alkoholisierte Pappnasen

Wo die Narrenfreiheit aufhört

Der Karneval taumelt seinem Höhepunkt entgegen. Ohne Alkohol geht das kaum ab. Folglich kontrolliert die Polizei dieser Tage besonders streng. Im Visier hat sie aber nicht nur Autofahrer, sondern auch Radler. Und selbst die eine oder andere Kostümierung finden die Ordnungshüter gar nicht lustig.

Verkleidet am Steuer
Verkleidet am Steuer: Bei Masken hört der Spaß auf - und bei Alkohol sowieso.
© dppAutoReporterZoomansicht

Ob Kölsch, Cocktail oder diverse "Schnapserl": In der "fünften Jahreszeit" wird ordentlich getankt. Sich solcherart promillebeschwingt hinters Steuer zu setzen, ist überhaupt keine gute Idee, sondern gefährdet den Führerschein - und obendrein andere Verkehrsteilnehmer, die dem Alkoholsünder in den Weg geraten.

Unter Umständen reichen schon 0,3 Promille, um harte Konsequenzen abzubekommen. Beispielsweise dann, wenn durch unsichere Fahrweise (z. B. Schlangenlinien) oder das Verursachen eines Unfalls deutlich wird, dass der Alkoholpegel eine Fahruntüchtigkeit bewirkt hat. In solchen Fällen heißt es laut ADAC, sich für mindestens sechs Monate vom Führerschein zu verabschieden. Außerdem ist mit einer Geldstrafe und drei Flensburg-Punkten zu rechnen.

Harte Strafen für Wiederholungstäter

Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille erwischt wird, bekommt eine Geldbuße von 500 Euro aufgebrummt, stockt sein Flensburg-Konto um zwei Punkte auf und erhält ein Fahrverbot von einem Monat. Diese Strafen werden unabhängig davon verhängt, ob der Fahrer durch unsichere Fahrweise aufgefallen ist. Besonders übel wird's, wenn es sich bei dem Alkoholsünder um einen Wiederholungstäter handelt. Das bedeutet: Verdoppelte Geldbuße, drei Monate Fahrverbot und Antreten bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).

Alkoholkontrolle
Alkoholkontrolle im Karneval: Zur fünften Jahreszeit zückt die Polizei besonders häufig das Messgerät.
© dppAutoReporterZoomansicht

Ab 1,1 Promille wird die Alkoholfahrt nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat eingestuft. Dann wird eine Geldstrafe von ein bis zwei Monatsgehältern (30 bis 60 Tagessätze) verhängt, des Weiteren ist der Führerschein für mindestens sechs Monate weg und es sind drei Punkte fällig.

Besonders harte Strafen treffen Fahranfänger und junge Autofahrer. Für sie gilt eine strikte Null-Promille-Grenze. Leisten sie sich in der Probezeit oder im Alter von unter 21 Jahren eine Alkoholfahrt, müssen sie mit 250 Euro Geldbuße, einem Flensburg-Punkt, der Anordnung eines Aufbauseminars und obendrein einer von zwei auf vier Jahre verlängerten Probezeit rechnen.

Auch betrunkene Radler sind dran

Auch der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad bewahrt nicht vor Strafe. Selbst Radler können den Führerschein verlieren. Das passiert womöglich schon dann, wenn der Drahtesel-Pilot 0,3 Promille im Blut hat und einen Unfall verursacht. Bei Werten ab 1,6 Promille liegt eine Straftat vor. Die Konsequenzen: Eine Geldstrafe von meist einem Monatsgehalt (30 Tagessätze), zwei Flensburg-Punkte und MPU. Wer die nicht besteht, so warnt der ADAC, verliert die Fahrerlaubnis. Besteht Anlass zur Befürchtung, dass sich der Radler auch künftig betrunken in den Sattel schwingen wird, kann die Behörde das Radfahren sogar verbieten.

Polizeikontrolle im Karneval
Die Maske muss runter: Das Gesicht des karnevalesken Autofahrers sollte noch zu erkennen sein.
© HerstellerZoomansicht

Und wie sieht's mit alkoholisierten Fußgängern aus? Den "Schein" müssen sie nicht abgeben. Verursachen sie aber einen Verkehrsunfall, stehen durchaus rechtliche Konsequenzen ins Haus. Außerdem haben sie für den Schaden zu haften.

Angebliche Wundermittelchen oder starker Kaffee helfen übrigens nicht, den Promillepegel runterzudrücken. Man kann ungefähr davon ausgehen, dass der Körper pro Stunde 0,1 Promille abbaut. "Wer um Mitternacht mit 1,5 Promille schlafen geht, hat morgens um neun Uhr immer noch einen Wert von 0,6", rechnet der ADAC vor. Das heißt: Es ist immer noch so viel Restalkohol im Blut, dass der Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr dringend angeraten erscheint.

Darth Vader am Steuer ist nicht lustig

Schluss mit lustig ist übrigens auch dann, wenn die Polizei auf einen Autofahrer trifft, der der mittels einer Maske in die Identität von Miss Piggy, Darth Vader oder eines Clowns geschlüpft ist. Paragraph 23 der Straßenverkehrsordnung schreibt nämlich vor, dass weder Sicht noch Gehör hinterm Steuer beeinträchtigt werden dürfen. Das Gesicht sollte noch zu erkennen sein. Andernfalls werden zehn Euro fällig. Kommt es zu einem Unfall, liegt laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) eine grobe Fahrlässigkeit vor. Das bedeutet: Die Versicherung kann den Kaskoschutz verweigern und sich vom Verursacher 5000 Euro für einen entstandenen Haftpflichtschaden zurückholen.

06.02.16
 

kicker-sportmagazin

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