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23.01.2016, 14:41

Tankkosten auf Talfahrt

Kraftstoffpreise: Geht's noch billiger?

Wer hätte gedacht, dass an der Tankstelle noch einmal so viel Freude aufkommen würde? Die Kraftstoffpreise befinden sich auf einem Tiefstand, und frohgemut fragt sich das Autofahrervolk, wie weit sie denn noch in den Keller rutschen werden. Dazu gibt es eine gute und eine weniger gute Nachricht.

Autofahrerin an der Tankstelle
An der Tankstelle herrscht beste Laune: So günstig war Spritfassen lange nicht.
© AralZoomansicht

Noch gar nicht lange ist es her, da schien Kraftstoff auf dem besten Wege zu sein, tröpfchenweise mit Gold aufgewogen zu werden. Zähneknirschend zückten die Autofahrer ihre Geldbeutel, um die horrenden Futterkosten für ihr Fahrzeug zu begleichen.

Heute herrscht an der Tanke beste Stimmung. "Die Leute haben gute Laune", sagt die Kassiererin an einer Nürnberger Großtankstelle. Kein Wunder: Draußen kündet ein Riesendisplay von einem Dieselpreis, der bei 92,9 Cent liegt.

Diesel: In drei Jahren 50 Cent billiger

So günstig wie derzeit war das Spritfassen lange nicht. Laut ADAC kostete im Jahr 2012 der Liter Diesel im Schnitt noch 1,48 Euro, für den Liter Super E10 waren knapp 1,60 Euro zu bezahlen. Am 19. Januar 2016 registrierte der Club dagegen für Diesel einen Durchschnittspreis von rund 97 Cent und für E10 von 1,22 Euro.

Zurückzuführen ist diese Talfahrt auf den stark gesunkenen Rohölpreis. Das Barrel Rohöl (159 Liter) kostet derzeit rund 29 Dollar, was den niedrigsten Stand seit fast 13 Jahren markiert. Es herrscht ein Überangebot. Die neuen Fracking-Methoden schwemmen Wellen des Schwarzen Goldes auf den Weltmarkt, der Iran darf nach Ende der Sanktionen wieder Öl exportieren, und Saudi Arabien dreht den Ölhahn weit auf anstatt ihn - wie sonst - fein dosiert zu handhaben. Gleichzeitig hat der bislang recht milde Winter die Nachfrage ruhig gehalten.

Zusammensetzung der Kraftstoffpreise
Steuerlast: Energie- und Mehrwertsteuer machen bei Super E10 gut zwei Drittel vom Preis aus.
© ADACZoomansicht

Der Fiskus hält die Hand auf

Händereibend fragen sich die Autofahrer nun, wie weit die Kraftstoffpreise noch in den Keller sacken werden. Die gute Nachricht: Experten rechnen nicht damit, dass der Ölpreis in absehbarer Zeit wieder nach oben geht und die Kosten für Sprit und Diesel mitnimmt. Die weniger gute: Ins Bodenlose wird die Tankstellenrechnung nicht sinken. Denn hier setzt der Steuerhunger des Fiskus Grenzen. "Aufgrund der Fixkosten können die Kraftstoffpreise nur bis zu einem gewissen Punkt fallen", heißt es beim ADAC. Auf jeden Liter Benzin entfällt eine Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) von rund 65 Cent, beim Diesel sind es 47 Cent. Hinzugerechnet wird die Mehrwertsteuer, die freundlicherweise auf den gesamten Preis inklusive Energiesteuer erhoben wird. Was letztlich nichts anderes bedeutet, als dass der Autofahrer steuertechnisch doppelt zur Kasse gebeten wird.

Zwei Drittel gehen für Steuern drauf

Der ADAC macht dazu folgende Rechnung auf: Bei einem Tankstellenpreis von 1,215 Euro für den Liter Super E10 gehen 65,45 Cent Energiesteuer und 19,4 Cent Mehrwertsteuer an den Staat. Von den restlichen 36,7 Prozent begleicht - vereinfacht gesagt - die Mineralölwirtschaft ihre Kosten und sichert sich einen Gewinn. Insgesamt entfallen also über zwei Drittel vom Spritpreis auf die Steuern.

Kraftstoffpreise im Tagesverlauf
Tief am Abend: Wer zwischen 18 und 20 Uhr an der Tankstelle vorfährt, kommt am günstigsten weg.
© ADACZoomansicht

Beim Literpreis Diesel von 97,2 Cent beträgt die Energiesteuer 47,04 Cent, die Mehrwertsteuer 15,5 Cent und die Kosten/Gewinne der Mineralölwirtschaft 34,7 Prozent. Es errechnet sich ein Steueranteil von 64,3 Prozent.

Abends ist Tanken am günstigsten

Fachleute erwarten folglich nicht, dass Super E10 noch unter die Ein-Euro-Schwelle fallen wird. Überhaupt werden die Goldenen Zeiten an der Tankstelle irgendwann ein Ende finden. Nicht morgen, mit Sicherheit aber übermorgen. Schon heute sollte man freilich daran denken, dass die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf stark schwanken: Eine Untersuchung des ADAC hat ergeben, dass Spritfassen in den nächtlichen Stunden um Mitternacht am teuersten ist. Am günstigsten fährt, wer zwischen 18 und 20 Uhr an der Zapfstation vorfährt.

ule

 

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