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11.07.2013, 14:00

Von Flip-Flops bis zum Eis am Steuer

Sommer im Auto: Was darf sein - und was nicht?

Klimaanlage hin oder her: Wenn's draußen heiß ist, dann lockern sich auch die Sitten im Auto. Barfuß Auto fahren, mit Flip-Flops aufs Pedal treten oder bloß Bikini bzw. Badehose tragen - ist das denn überhaupt erlaubt?

Barfuß am Steuer
Barfuß aufs Pedal: Das ist erlaubt, aber nicht unproblematisch. Bei einem Unfall kann es Ärger mit der Versicherung geben.
© DekraZoomansicht

Grundsätzlich gilt: So etwas wie eine Kleiderordnung für Autofahrer gibt es in Deutschland nicht. Wer mag, kann sich also im Bikini hinters Steuer setzen und auch auf Schuhe verzichten. Empfehlenswert ist das aber freilich nicht. Denn: Wer Flip-Flops, Pantoletten oder Badelatschen trägt, geht ein erhöhtes Unfallrisiko ein, und mit dem Barfuß-Fahren verhält es sich nicht viel anders. "Mit leichtem oder ganz ohne Schuhwerk kann der Fuß viel leichter vom Pedal rutschen als mit fester Sohle", sagt Thomas Gut, Unfallanalytiker bei der Sachverständigenorganisation Dekra. "In einer Gefahrensituation hat das möglicherweise fatale Folgen". Tatsächlich: Die Bremswirkung fällt schwächer aus, das bedeutet, dass wertvoller Bremsweg verloren geht und es mit höherer Wahrscheinlichkeit kracht. Und dann kann es unangenehm werden. "Demjenigen, der mit unzureichendem Schuhwerk an einem Unfall beteiligt ist, droht ein Mitverschulden", heißt es von seiten des ADAC. Also: Es kann Ärger mit der Versicherung geben, womöglich auch ein Bußgeld.

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Ähnlich problematisch ist es übrigens, beim Autofahren hochhackige Stilettos oder klobig besohlte Stiefel zu tragen. Tipp: Stets ein paar geschlossene Schuhe mit leichter Sohle im Wagen parat halten. Und übrigens: Wer beruflich unterwegs ist, so die Dekra, muss grundsätzlich festes Schuhwerk tragen.

Freier Oberkörper - geht das okay?

Verboten - siehe oben - ist es nicht, "oben ohne" Auto zu fahren. Im Falle eines Unfalls kann solches Verhalten aber schmerzhafte Konsequenzen haben. Grund: Der Gurt schneidet in die Haut, und die starke Reibungshitze verursacht unter Umständen sogar Brandverletzungen. Ein T-Shirt, und wenn es nur ein leichtes ist, schwächt diesen unangenehmen Effekt zumindest etwas ab.

Eis am Steuer - erlaubt?

Telefonieren ist am Steuer bekanntermaßen verboten, Essen aber nicht. Wobei auch hier die Verkehrssicherheitsexperten skeptisch die Stirn runzeln. "Gerade wenn es heiß ist, tropft Eis schnell herunter oder bricht ab, so dass sich der Fahrer nicht mehr voll auf den Verkehr konzentrieren kann", sagt Dekra-Experte Gut. Zudem sei immer eine Hand mit der Schleckerei beschäftigt. Schlecht, denn schließlich gilt es zu lenken, zu blinken, zu schalten und schnell zu reagieren, wenn ausgewichen werden muss.

Ventilator am Armaturenträger - gestattet?

Gestattet ja, vor allem dann, wenn er sicher montiert ist und die Sicht nicht behindert - aber wiederum nicht der Weisheit letzter Schluss. Thomas Gut: "Je nach Größe und Bauweise des Geräts besteht die Gefahr, sich bei einem Unfall am Gehäuse oder Propeller zu verletzen. Brechen Kunststoffteile ab, kann das buchstäblich ins Auge gehen".

Kinder und Tiere im Auto lassen?

Hund im Auto
Hundeleben: Tiere dürfen bei knallender Hitze keinesfalls im geschlossenen Auto zurückbleiben - und Kinder schon gar nicht!
© Gabi Schoenmann/pixelio.deZoomansicht

Nein, keinesfalls! "An heißen Sommertagen", so warnt der ADAC, "reichen schon fünfzehn Minuten, um das in der Sonne geparkte Auto auf ein unerträgliches Maß aufzuheizen". Ein tödliches Risiko. Wer ein unter Hitzenot leidendes, im Auto eingesperrtes Kind oder Tier sieht, sollte zuerst die Polizei oder die Feuerwehr rufen. Im äußersten Notfall, so der ADAC, können Helfer auch erste Rettungsmaßnahmen einleiten.

Über den Standstreifen zur Ausfahrt?

Wenn die Autobahn zur Hitzefalle wird, ist die Verlockung groß, über den Standstreifen die nächste Ausfahrt anzusteuern. Das aber ist verboten und kann mit 75 Euro Bußgeld und zwei Flensburg-Punkten geahndet werden. Ausnahme: Wenn der Seitenstreifen ausdrücklich von der Polizei oder durch Verkehrszeichen freigegeben wird.

Füße hochlegen - empfehlenswert?

Autobahnstau im Sommer
Das nervt: Ein Stau bei Sommerhitze. Hier helfen nur Geduld und gutes Durchhaltevermögen.
© Thommy Weiss/pixelio.deZoomansicht

Gerade während langer Urlaubsfahrten legen Beifahrer gern relaxt die Beine auf dem Armaturenträger hoch. Verboten ist das nicht. Aber gefährlich! Die Beine, so haben es Crashtests des ADAC gezeigt, werden nämlich in Richtung Kopf geschleudert und dieser schlägt mit enormer Wucht auf die Unterschenkel auf. Also: Lieber alle zwei Stunden eine Pause einlegen, leichte Gymnastik machen oder sich die Füße vertreten. Das entspannt mindestens genauso sehr, ist aber weit weniger riskant für Leib und Leben.

epr

11.07.13
 
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