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30.09.2012, 10:58

Pneus für Schnee, Kälte und Eis

Winterreifen: Das sind die Besten im Test

Bald ist wieder Umbereifungszeit: Runter mit den Sommer-Pneus, rauf mit geeignetem "Schuhwerk" für Eis, Kälte und Schnee. Der ADAC hat jetzt eine breite Palette an Winterreifen getestet. Ergebnis: Viele leisten gute Arbeit - aber nicht alle kamen durch.

Reifenwechsel
Zeit für den Reifenwechsel: Die kalte Jahreszeit steht bevor.
© ADACZoomansicht

Fünfzehn Kandidaten der Größe 165/70 R 14 T, wie sie beispielsweise für Kleinwagen á la VW Polo, Toyota Yaris, Fiat Panda oder Citroën C3 geeignet sind, waren zunächst zum Test angetreten. Ein "sehr gut", die glatte Eins also, war keinem von ihnen beschieden. Selbst den abzurundenden Zweier schafften nur drei Probanden: Der Michelin Alpin A4 (schlug sich besonders gut auf trockener Fahrbahn und beim Verschleiß), der Continental WinterContact TS800 (Meriten auf Schnee) und schließlich der Pirelli Winter 190 SnowControl (in seinem Fall lobten die Prüfer die Ausgewogenheit). Unzufriedenheit auf nasser Fahrbahn ernteten hingegen der chinesische Effiplus Epluto I und der Premiorri ViaMaggiore, der trotz seines italienisch anmutenden Namens einen ukrainischen Migrationshintergrund besitzt. Mit beiden machten die ADAC-Tester kurzen Prozess und knallten eine gerundete Fünf unters Zeugnis: Mangelhaft!

Reifentest-Ergebnisse 165/70
Dreimal "gut", allerdings auch zweimal "mangelhaft": Die Testergebnisse für 165er-Winterreifen.
© ADACZoomansicht

Reifen für Golf & Co

Mit der größeren Dimension 205/55 R 16 lassen sich beispielsweise Audi A3, Mercedes C-Klasse, Opel Astra oder VW Golf besohlen. Wieder kein "sehr gut", dafür aber fünfmal "gut": Für den Continental WinterContact TS 850 (Bestnoten auf Schnee, Eis, beim Kraftstoffverbrauch und beim Verschleiß), für den Michelin Alpin A4 (ebenso exzellent verschleißfest wie der Conti, stark auf trockener Fahrbahn, aber nach ADAC-Ansicht weniger gut beim Spritverbrauch), für den Dunlop SP Wintersport 4D, den Goodyear UltraGrip 8 und den Nokian WR D3. Dagegen hieß es "durchgefallen" für den Syron Everest 1, dem die Prüfer wegen schwacher Performance auf nasser Fahrbahn und in Sachen Akustik letztich ein "mangelhaft" verpassten.

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Bei den großen 215er-Pneus (z. B. für Nissan Qashqai, Kia Sportage oder VW Tiguan) schlugen sich neben dem Bridgestone Blizzak LM-80 (trug auch beim Verbrauch eine überzeugende Wertung davon) der Dunlop SP Winter Sport 4D (Bestnoten auf trockener Fahrbahn) und der ausgewogene Continental Cross Contact Winter löblich, sprich "gut". Ohne ein "mangelhaft" ging's aber auch in dieser Kategorie nicht ab. Dem Sailun Blazer WSL 2 wurde bescheinigt, "besonders auf nasser Fahrbahn an der Wintertauglichkeit vorbeizuschlittern". Quittung: Ein "mangelhaft".

Winterreifen Testergebnisse 205/55
Größere Reifen: Hier gab es für fünf Probanden eine gerundete "Zwei" - doch wieder fiel einer durch.
© ADACZoomansicht

Profiltiefe: Vier Millimeter sollten sein

Zwar schreibt der Gesetzgeber nur eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor, aus Sicherheitsgründen ist aber für Winterreifen dringend ein Minimum von vier Millimetern anzuraten. Wer in der Garage "Schlappen" verwahrt, die da drunterliegen, sollte unbedingt einen Neukauf in Angriff nehmen. Davon abgesehen stellen auch überalterte Reifen ein Risiko dar. "Ab einem Alter von sechs Jahren", warnen Experten der Sachverständigenorganisation Dekra, "werden Reifen rissig, spröde, auch die Gefahr von Laufflächenablösungen erhöht sich". Hilfreich ist ein Blick auf die DOT-Nummer auf der Reifenflanke, eine vierstellige Ziffernfolge, deren ersten beiden für die Woche und die letzten beiden für das Produktionsjahr stehen: 1406 meint also die 14. Woche des Jahres 2006.

Auch vor geringem Reifenfülldruck wird gewarnt. "Minderdruck ist für mehr als jeden dritten Reifenausfall verantwortlich", warnt Franz Nowakowski, Reifenexperte bei Dekra. Schon bei 0,4 bar zu wenig bestehe auf längeren Touren die Gefahr, dass sich die Lauffläche ablöse und es zum gefürchteten Reifenplatzer komme.

So überwintern die Reifen am besten

Nicht zuletzt gilt es, das sommerliche Schuhwerk fachgerecht einzulagern respektive beim Händler oder in der Werkstatt gegen eine Gebühr einlagern zu lassen. Trocken, kühl und dunkel sollte der Raum sein; Öle, Fette, Kraftstoffe und andere Chemikalien haben nichts in der Nähe zu suchen. Reifen, die auf Felgen gezogen sind (Kompletträder) überwintern am besten mit um ca. 0,5 bar erhöhtem Druck, entweder übereinander liegend (beispielsweise auf einem Felgenbaum) oder aber hängend. Reifen ohne Felgen wiederum sind senkrecht stehend gut aufgehoben, wer ihnen etwas Gutes tun will, dreht sie alle paar Wochen um ein Stückchen.

epr

30.09.12
 
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