Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

22.06.2012, 12:30

Vorsicht! Falsche Polizisten, unbekannte Vorschriften

Fiese Fallen auf der Urlaubsfahrt

Abkassiert, ausgenommen: Deutsche Urlaubsreisende sind begehrte "Opfer" auf ausländischen Straßen. Mit gemeinen Tricks und fiesen Fallen versucht man, die Teutonen auszunehmen. Nicht immer kann man dem entgehen, aber unsere Tipps zeigen, wie man sich zumindest gegen besonders üble Maschen einigermaßen wehren kann.

Achtung Kontrolle!
Echt oder falsch? In diesem Fall erscheint es ziemlich eindeutig, dass ein "echter" Polizist eine Kontrolle durchführen will.
© VW/hpZoomansicht

Besonders dreist: Die Polizeifalle. Die falsche Polizeifalle, wohlgemerkt. In Südfrankreich und Spanien eine beliebte Masche, um Urlauber abzukassieren oder gar zu überfallen.

Das ist Sache: Mit nachgemachten (oder gestohlenen) Anhaltekellen werden Reisende gestoppt. Die Täter treten oft in Zivil, manchmal auch in Uniform auf. Sie verlangen Bußgeld - oder rauben mit vorgehaltener Waffe gleich alles, was man an Wertvollem mit sich führt. Zwar sind derartige Vorfälle nicht mehr ganz so häufig wie in der Vergangenheit, sie kommen aber vor.

Polizeikontrolle: Was ist echt, was ist falsch?

- Anzeige -

Ganz klar: Nicht in jedem Fall ist erkennbar, ob eine Polizeikontrolle echt oder falsch ist. Aber einige Hinweise dazu gibt es durchaus. Richtige Polizisten benutzen selten alte oder ungewöhnliche Autos - und wenn, dann meist solche, die auch als Polizeiwagen zu erkennen sind. Und fast in jedem Fall verfügen offizielle Autos auch über eine Funkantenne, unterscheiden sich so von normalen Autos. Gibt es erhebliche Zweifel, ist es ratsam, die Warnblinkanlage einzuschalten und in normalem Tempo weiterzufahren (keinesfalls wilde Verfolgungsjagden heraufbeschwören). Dann über die internationale Notrufnummer 112 per Handy Bescheid sagen, was Sache ist. So möglich, einen belebten Halteplatz anfahren (gut frequentierter Rastplatz, Tankstelle etc.). Achtung auf spanischen Autobahnen: Nie anhalten, wenn sich ein Auto daneben setzt, und ein imaginärer Ausweis an die Scheibe des "Begleitfahrzeugs" gehalten wird, um offiziellen Charakter zu dokumentieren.

Beliebt wie eh und je: Der Trick mit der Panne

Nichts im Wagen lassen!
Lockt Diebe: Wer gut sichtbar (Wert-)Gegenstände im Wagen zurücklässt, darf sich nicht wundern, wenn diese verschwinden.
© Allianz/dppZoomansicht

Vor allem in südlichen Ländern ist der "Pannentrick" weit verbreitet. Das geht so: Entweder wird man auf der Autobahn von einem anderen (meist mit mindestens zwei Personen besetzten Fahrzeug) angeblinkt und angehupt, die Insassen des Autos deuten auf die Reifen oder auf das Heck des Wagens. Wer nun stehenbleibt (und der freundliche "Helfer" hält natürlich auch), hat schon verloren. Denn Trickdiebe gehen so vor. Sie verwickeln die Insassen des Opferautos in heftige Gespräche und fachmännische Begutachtungen, während der Komplize versucht, persönliche Dinge zu stehlen. Auf Rastplätzen ist besondere Vorsicht angebracht: Die Kriminellen stechen einen Reifen platt, geben sich dann als vermeintlich hilfsbereit aus, plündern aber bei guter Gelegenheit den Wagen. Deshalb: Stets gesundes Misstrauen walten lassen, das Wageninnere nie unbeaufsichtigt lassen, also mindestens eine Person im Wagen zurücklassen.

Beim Tanken übers Ohr gehauen

Nicht mehr ganz so häufig wie früher kommt der Tanktrick vor. Und der geht so: Man fährt an eine (bediente oder selbstbedienbare Tankstelle), nimmt die Zapfpistole und füllt Sprit ein. Und siehe da: Plötzlich hat man viel mehr Liter und Geld auf der Uhr stehen, als man für möglich gehalten hat. Grund: Die Zapfsäule wird nicht auf "Null" gestellt. Also unbedingt auf die Anzeige achten, steht diese nicht auf Null, die nächste Säule anfahren. Vorsicht, in diesem Zusammenhang ist auch der Öltrick gut bekannt: Ein freundlicher Helfer an der Tankstelle bietet sich an, den Ölstand zu messen. Geschickt manipuliert er den Stab, scheinbar braucht man reichlich neues Öl. Das aber stimmt nicht, man lässt sich also für teures Geld unnötige Ware andrehen.

Unbekannte, aber teure Verkehrsvorschriften

Ohne Warnweste wird es teuer!
So ist es richtig: Für jede Person ist eine Warnweste mitzuführen. Wird dagegen verstoßen, können Strafen im vierstelligen Bereich ausgesprochen werden. Besonders streng sind hier Österreich und Belgien.
© VW/hpZoomansicht

Nicht immer sind es Ganoven, die unwissende Urlaubsreisende ausnehmen. Auch ausländische Polizeibehörden sind darauf geeicht, Autofahrer ins Visier zu nehmen. Beispiel Spanien: Sehr beliebt sind morgendliche Alkoholkontrollen auf Autobahnen - oft werden Fahrer angetroffen, die noch Restalkohol vom Abend intus haben. Und dann die Sache mit den Warnwesten. Sind diese vorgeschrieben (z. B. in Österreich), dann unbedingt darauf achten, dass für jeden Insassen des Wagens (auch Kinder!) eine Warnweste vorhanden ist. Und nicht nur das: Die muss erstens griffbereit (also nicht im Kofferraum) und zweitens sichtbar im Wagen (nicht im Handschuhfach, nicht unter dem Sitz) aufbewahrt werden. Zuwiderhandlungen werden in einigen Ländern mit bis zu 2180 Euro Bußgeld bestraft. Auch in Tschechien gibt es eine derartige "Falle": Wer weiß schon, dass die Mitnahme von Ersatzlampen vorgeschrieben ist? Oder, dass (was ganz neu ist) ab Juli in Frankreich ein Alkoholtester mitgeführt werden muss? Das sind nur drei Beispiele, die es ratsam erscheinen lassen, sich unbedingt vor Reiseantritt über die im jeweiligen Land herrschenden Verkehrsvorschriften zu informieren. Und sich dessen bewusst zu sein, dass im Ausland viele, viele Vergehen weit teurer sind als hierzulande. Gute Reise, kann man da nur sagen!

Gerhard Windpassinger

22.06.12
 
- Anzeige -

kicker-sportmagazin

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   
- Anzeige -

Schlagzeilen

Facebook

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re (3): Ach Gott von: alemao82 - 29.12.14, 09:38 - 30 mal gelesen
Re: Winterpausen-Geschreibsel von: Sandro_1956 - 29.12.14, 09:32 - 21 mal gelesen
Tipprunde von: Depp72 - 29.12.14, 09:02 - 28 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
11:00 EURO Skispringen
 
11:30 SDTV Melbourne Victory - Newcastle United Jets
 
12:00 SKYBU Fußball: Bundesliga
 
12:00 SKYS1 Beach-Volleyball
 
12:00 EURO Biathlon
 
- Anzeige -

- Anzeige -