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28.10.2011, 12:02

ADAC und Stiftung Warentest testen acht Produkte

Schadstoffe im Kindersitz

Für den Nachwuchs will man nur das Beste. Auch, wenn er im Auto mitfährt. Aktuell haben der ADAC und die Stiftung Warentest nun acht Kindersitze unter die Lupe genommen. Dabei waren auch Produkte, die wegen zu hoher Schadstoffbelastung die "Rote Karte" erhielten.

Sieger im Test: Der Besafe iZi Go trug im Kindersitztest die beste Note davon. Er ist für Kinder bis 13 kg, also etwa eineinhalb Jahren, geeignet.
Sieger im Test: Der Besafe iZi Go trug im Kindersitztest die beste Note davon. Er ist für Kinder bis 13 kg, also etwa eineinhalb Jahren, geeignet.
© ADACZoomansicht

Zuerst die gute Nachricht: Die meisten der insgesamt acht überprüften Kindersitze für verschiedene Altersgruppen (siehe Infogramm) konnten die Tester überzeugen - sie erhielten die Gesamtnote "gut": Neben dem Sieger Besafe iZiGo (1,8) profilierten sich Cybex Solution X-Fix (1,9), Jané Transporter (2,0), Chicco Autofix Fast+Isofixbasis (2,0), Chicco Autofix Fast mit Basis (2,2) und Cybex Pallas Fix (2,2).

Dann aber die schlechten News: Zwei Kandidaten fielen durch - Note "mangelhaft". Grund: Bébé Confort Fero/Maxi Cosi Fero (hier wurden zudem beim Seitenaufprall erhöhte Belastungen am Kinder-Dummy gemessen) und Bébé Confort/Maxi Cosi FeroFix wiesen eine zu hohe Schadstoffkonzentration auf. "Vor allem Phtalate spielen hier eine Rolle", heißt es von seiten des ADAC.

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Phtalate sind im Volksmund unter dem Namen "Weichmacher" bekannt, sie werden eingesetzt, um Kunststoffe nicht brechen und splittern zu lassen. "In teilweise nur geringen Spuren" wurden zudem auch Flammschutzmittel analysiert, daneben Organozinn und Formaldehyd. Letzteres, so die Tester, sei "weniger problematisch", da es sich schnell verflüchtige. Prinzipiell lässt es sich auch aus Sitzbezügen auswaschen. Ein Unterfangen, von dem die Fachleute allerdings abraten, weil es dazu erforderlich ist, den Sitz teilweise auseinanderzubauen. Wenn die anschließende Re-Montage nicht hundertprozentig fachgerecht erfolgt, kann der Sitz seine Schutzwirkung verlieren.

Folgende Tipps sollen helfen, die Sprösslinge möglichst sicher im Auto zu transportieren:

- Auch auf kurzen Strecken gehören Kinder immer in einen Kindersitz.
- Vor dem Kauf des Kindersitzes vom Fachmann erklären lassen, wie die Montage und die Sicherung der kleinen Beifahrer funktioniert.
- Den Sitz am besten probehalber im eigenen Fahrzeug installieren, da nicht jedes Modell gleich gut und gleich stabil in jedes Auto passt.
- Stets die Bedienungsanleitung genau befolgen.
- Wenn die Kleinen schon groß genug sind, um sich selbst anzugurten: Immer ein wachsames Auge darauf haben, ob der Gurt auch richtig sitzt.

Dass es leider bitter nötig ist, Eltern zu mehr Sorgfalt beim Transport ihrer mitfahrenden Sprösslinge anzuhalten, zeigt eine Stichprobe, die der ADAC unlängst vor Schulen und Kindergärten in elf Bundesländern vorgenommen hat: 28 Prozent der unter Sechsjährigen waren im Auto nicht ordentlich gesichert - und bei den Sechs- bis Zwölfjährigen lag die Quote mit fast einem Drittel sogar noch höher.

upr

Die getesteten Kindersitze im Überblick.
Die getesteten Kindersitze im Überblick.
© ADAC
28.10.11
 
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