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20.01.2019, 13:01

Die Neuauflage kann alles besser als der Vorgänger

Toyota: Der RAV4 will kein Softie mehr sein

Wer hat's erfunden? Toyota! 1994 war es, als der erste RAV4 auf den Markt kam und so das Fundament für die so genannten sportlichen Geländewagen (SUV) gelegt hat. Nun steht die fünfte Generation dieses Modells zur Premiere an - und mit ihm ganz ohne Zweifel das bislang beste Fahrzeug der Baureihe. Denn: Es hat in allen wichtigen Belangen zugelegt. Und es mischt mit einem deutlich verbesserten Hybridsystem das nach wie vor wachsende Marktsegment auf.

Toyota RAV4
Der neue Toyota RAV4 tritt mit deutlich geschärftem Design auf. Die Zweifarb-Lackierung ist ab Style-Ausstattung lieferbar.
© Hersteller

RAV, diese vor 25 Jahre gewählte Typbezeichnung stand für Recreational Activity Vehicle. Frei übersetzt: Ein sportliches Fahrzeug für die Freizeit. Heute definiert man das Kürzel anders: Robust Accurate Vehicle. Damit einher geht die optische Wandlung (maskulineres, härteres Auftreten mit Ecken, Sicken, Kanten) und hochwertigere Ausstattung, verbessertes Fahrverhalten, fortschrittliche Technik.

In der Tat hat sich der RAV4 gewandelt, er sieht nun, das bestätigt Toyota-Chefingenieur Yoshikazu Saeki, "abenteuerlicher" aus, robuster eben. Etwas flacher und breiter macht der RAV4 nun mehr her, er will zumindest optisch kein Familien-Auto, kein Van-artiges Gefährt, kein Softie mehr sein. Ganz anders innen: Hier gibt es, und da bringt Toyota die Familie wieder ins Spiel, mehr Platz als beim Vorgänger. Vor allem im Fond kann man sich bequem lümmeln. Und mehr einpacken lässt sich auch. Denn der Kofferraum hat im Vergleich zum Vorgänger um 79 Liter auf satte 580 Liter (maximal 1690 Liter) zugelegt - Klassenbestwert ist das, sagt der Hersteller.

Hochwertige Materialien, mäßige Smartphone-Anbindung

Toyota RAV4 Cockpit
Gegenüber dem Vorgängermodell präsentiert sich die Inneneinrichtung nun deutlich gediegener, hochwertiger.
© HerstellerZoomansicht

Auch bei der Inneneinrichtung hat man einen Schritt nach vorne getan: Hochwertigere Materialien, einfache Bedienung, viele Extras. Nur das Entertainment-System mit der noch mäßigen Smartphone-Anbindung und der etwas gewöhnungsbedürftigen Navi-Funktionalität bleibt hier hinter den Erwartungen zurück.

Hybridantrieb mit 222 PS

Die wichtigste Neuerung aber findet sich unter dem nachgeschärften Blech. Es ist der in der Top-Version 166 kW/222 PS leistende Hybridantrieb. Eine zusätzliche Antriebseinheit an der Hinterachse ermöglicht beim AWD-i Allradantrieb und verhilft dem RAV4 auch auf unbefestigtem Untergrund zu guter Traktion. Selbst Fahrten ins leichtere Gelände sind damit möglich. Hybridantrieb besitzt auch der FWD, wobei hier allerdings die Leistung von zusammengenommen 160 kW/218 PS an die Vorderräder gebracht wird.

Dabei arbeiten der 2,5-l-Benziner und das Synchron-E-Aggregat mit einer stufenlosen Automatik zusammen. Letztere geriet in der Vergangenheit ob ihrer Gummibandcharakteristik und der damit verbundenen Geräuschentwicklung in die Kritik. Beim neuen RAV4 sind diese Unarten fast eliminiert. Nur bei sehr hohem Leistungsabruf, etwa beim starken Beschleunigen oder bei Vollgasfahrten an Steigungen lässt sich diese Eigenschaft nicht verleugnen. Die Fahrwerte sind wie gehabt zwiespältig: Sehr guter Beschleunigungswert (0-100 km/h in 8,1 bzw. 8,4 Sekunden), ausreichende Endgeschwindigkeit, weil bei 180 km/h abgeregelt.

Wie viel verbraucht der RAV4?

Die entscheidende Frage für RAV4-Interessenten dürfte aber sein: Wie viel verbraucht denn der neue, nach 6d-Temp und WLTP-Zyklus konfigurierte Wagen? Auf dem Papier sehr wenig für ein so starkes und immerhin 4,60 Meter langes Automobil. 4,5 bis 4,8 l Super je 100 km (102 bis 107 g CO2/km) sollen es nach vorläufiger Messung sein. In der Praxis erreicht man diesen Wert trotz der Elektro-Unterstützung aus der Nickel-Metallhydrid-Batterie aber eher nicht. Erste Fahrten deuten auf sieben bis acht Liter pro 100 km hin.

Toyota RAV4
Von Softie keine Spur mehr: Die Front des neuen RAV4 wurde dynamisch-aggressiver gezeichnet.
© HerstellerZoomansicht

Apropos Fahrten: Der RAV4 der fünften Generation gehört eher zu den Cruisern, ist also komfortabel ausgelegt. Es mangelt aber auch bei höherem Tempo nicht an Fahrsicherheit, zu den sportlichen Modellen des Segments zählt er aber, was gar nicht negativ gemeint ist, eher nicht.

Toyota stellt für den deutschen Markt sechs Ausstattungsvarianten bereit (Basis, Comfort, Business, Club, Style, Lounge), wobei schon die Basis Klimaanlage, LED-Scheinwerfer und Leichtmetallfelgen besitzen soll. Ein Gag: Das von einer Kamera gespeiste Rückspiegel-Bild. Mehr und Exakteres gibt es zum Marktstart am 26. Januar. Vorbildlich die Sicherheitsausstattung (Safety Sense) mit Kollisionswarner, Fußgängererkennung auch nachts, Spurhalteassistent, Spurwechselwarner und anderem mehr.

3000 Euro Hybrid-Aufpreis

Zwar liefert Toyota für den RAV4 auch einen konventionellen Ottomotor an (2,0 l, 175 PS, manuelles Getriebe, Verbrauch um die sechs Liter, 190 km/h schnell), glaubt aber, davon nur einen kleineren Prozentsatz verkaufen zu können. Vielmehr werden sich die Kunden trotz des Aufpreises von 3000 Euro mehrheitlich für eine Hybridvariante entscheiden - und dafür mindestens 32.990 bis 37.990 Euro (Allradversion) bezahlen.

Gerhard Windpassinger

Toyota RAV4 in Kürze:

Wann er kommt: Verkaufsstart am 26. Januar 2019

Wen er ins Visier nimmt: Unter anderem VW Tiguan, Skoda Kodiak, Peugeot 5008, DS 7 (PSA)

Was ihn antreibt: Motoren von 175 bis 222 PS

Was er kostet: Basispreis 29.990 Euro (Hybrid 32.990 Euro)

Was noch folgt: Das Programm ist vorerst komplett

 

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