Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
06.12.2018, 14:38

Elektrisches SUV - 455 km Reichweite - Zwei Motorvarianten

Kia e-Niro: Elektroantrieb alltagstauglich

Als Hybriden und Plug-in-Hybriden gibt es den Kia Niro schon. Jetzt kommt das SUV in einer dritten und komplett elektrifizierten Variante. Kunden haben die Wahl zwischen einer Ausbaustufe mit 39,2-kWh-Batterie und einer stärkeren mit 64-kWh-Akku. Im April stromert der e-Niro auf die Straße, zu Preisen ab 34.290 Euro.

Kia e-Niro
Kia e-Niro: Unterscheidet sich vom Hybriden durch einen geschlossenen Kühlergrill und blaue Zierelemente.
© Hersteller

Ein zu dünn gestricktes Angebot kann allmählich nicht mehr als Begründung dafür herhalten, sich kein Elektroauto zu kaufen. Immer mehr Stromer drängen auf den Markt, und sie werden immer alltagstauglicher, was bedeutet: Ihre Reichweite dehnt sich aus.

Jüngstes Beispiel für ein E-Mobil, mit dem man schon richtig weit kommt, ist der e-Niro, den Kia im April 2019 zum Händler schickt. Ihn gibt es in zwei Ausbaustufen mit jeweils 395 Nm Drehmoment: Die kleinere Version mit 39,2-kWh-Batterie leistet 100 kW/136 PS und erbringt nominell (WLTP-Messung) eine Reichweite von 289 Kilometern. Die stärkere Version mit stattlichem 64-kWh-Akku und 150 kW/204 PS schafft sogar einen Aktionsradius von 455 Kilometern.

Warum gleich zwei Varianten? Es gebe durchaus Leute, sagt Kia, die mit ihrem Elektroauto ausschließlich in der Stadt unterwegs seien und sich die größere Batterie mitsamt dem höheren kostentechnischen Aufwand sparen wollen.

Kia e-Niro
Ausschließlich alternativ angetrieben: Den Kia Niro gibt es nicht als konventionellen Benziner oder gar Diesel.
© HerstellerZoomansicht

Mehr Kofferraum als im Hybridmodell

Der e-Niro vereint zwei perspektivisch relevante Trends - neben dem zur Elektromobilität auch den sattsam bekannten zum SUV. Die rein elektrische Ausführung ist nach dem Niro Hybrid und dem Niro Plug-in-Hybrid schon die dritte Modellvariante. Von seinen Geschwistern unterscheidet sich der Stromer hauptsächlich durch den geschlossenen Kühlergrill und diverse blaue Zierelemente. 4,38 Meter misst der e-Niro in der Länge, er bietet fünf komfortable Sitzplätze auf und einen 451-Liter-Kofferraum, der den des Hybriden sogar um 15 Liter übertrifft. Wird die im Verhältnis 60:40 geteilte Rücksitzlehne flachgelegt, ergeben sich baumarkttaugliche 1405 Liter Stauraum.

Fahren mit nur einem Pedal

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der runde Drehschalter, über den die Fahrstufen angesteuert werden. Mittels Lenkradwippen lassen sich zudem vier verschiedene Rekuperationsslevels einstellen (Off, 1 bis 3), mit einer fünften on top, deren Name bereits sagt, worum es geht: "One Pedal" heißt, dass der Fahrer das Bremspedal kaum mehr betätigen muss, denn schon wenn er den Fuß vom "Gaspedal" nimmt, verzögert der Wagen so stark, dass er von allein zum Stehen kommt, wobei die Bremsleuchten den nachfolgenden Verkehr warnen.

Dass sich mit Rekuperieren tatsächlich was erreichen lässt, zeigte sich auf ersten Testfahrten: Auf einer Distanz von 43 Kilometern schmolz die Reichweite nur um 32 Kilometer ab, wobei die zurückgelegte Strecke sogar ein durchaus ambitioniert gefahrenes Autobahnteilstück umfasste. Wer umsichtig in der Stadt unterwegs sei, heißt es bei Kia, könne mit einer Ladung des 64-kWh-Akkus sogar 615 Kilometer schaffen. Das konnten wir noch nicht ausprobieren. Auch durch die Arbeit mit den verschiedenen Fahrmodi (Eco+, Eco, Komfort, Sport) lässt sich der Aktionsradius beeinflussen, und natürlich auch das Fahrverhalten. Speziell im "Sport"-Modus geht es bissiger voran, dafür zieht die Reichweitenanzeige gleich ein paar Kilometer von der prognostizierten Distanz ab.

Kia e-Niro
Schnellladefähig: An der 100-kW-Ladestation ist der e-Niro in gut 40 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen.
© HerstellerZoomansicht

Macht beim Ampelstart die Sause

Was die Fahrleistungen betrifft, so erweist sich der stärkere e-Niro - die schwächere Version stand noch nicht zur Erprobung bereit - als zackig auf Trab. Beim Ampelstart macht er zügig die Sause; in 7,8 Sekunden zoomt er auf 100 km/h und erreicht in der Spitze 167 km/h. Die Lenkung wirkt vielleicht etwas gefühllos, macht aber nix, denn ein sportlicher Kurvenräuber will der elektrische Niro schließlich gar nicht sein. Relevanter ist, dass er beim Fahrkomfort liefern kann, und das tut er sehr zufriedenstellend.

Fürs Protokoll: Die 39-kWh-Variante knackt in 9,8 Sekunden die Tempo-100-Marke und kommt auf 155 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Aufgeladen in 40 Minuten

Standardmäßig fährt der e-Niro mit einem CCS-Anschluss vor, er kann also mit bis zu 100 kW schnellladen, in diesem Fall ist die Batterie in gut 40 Minuten von 20 auf 80 Prozent befüllt. An der 7,2-kW-Wallbox sind knapp sechs Stunden Wartezeit einzukalkulieren. Laut Produktmanager Alper Selik arbeitet man aber erst noch an einem Ladenetzwerk, das dann ein einheitliches Bezahlsystem vorsieht.

Kia e-Niro
Exklusiv für die Elektroversion: Runder Drehknopf zum Ansteuern der Fahrstufen, Reichweitenanzeige.
© HerstellerZoomansicht

Der Kia e-Niro wird in drei Ausstattungslinien angeliefert, schon dem Basismodell "Edition 7" wird unter anderem ein Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen spendiert, ferner Smartphone-Integration, Klimaautomatik, Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, Rückfahrkamera und ein adaptiver Tempomat plus Stauassistent. Ausbaufähig ist das beispielsweise durch LED-Scheinwerfer, eine größere Acht-Zoll-Kartennavigation, Lederausstattung, Sitzventilation oder ein Vorheizsystem für die Batterie.

Während der "kleine" e-Niro ab 34.290 Euro zu haben ist, kostet die stärkere Version 3800 Euro mehr, also 38.090 Euro. Die Preisgestaltung zeigt einmal mehr, dass Elektromobilität noch immer ihren Preis hat: Den Hybrid-Niro gibt es schon ab 25.390 Euro, den Plug-in ab 32.750 Euro. Zwar dürfen für das rein elektrische Modell noch 4000 Euro Förderprämie abgezogen werden, aber auch für den Plug-in gibt es 3000 Euro, so dass sich die Verhältnisse fast wieder egalisieren.

Hyundai-Kia ist derzeit so ziemlich der einzige Hersteller, der sämtliche elektrischen Antriebsformen vorhält, neben Hybrid, Plug-in-Hybrid sowie batterieelektrischer Mobilität also auch Fahren mit Brennstoffzelle und Wasserstoff. Analog zum Hyundai Nexo wird auch Kia sein Fuel-Cell-Auto bekommen, 2021 soll es so weit sein. Dann gibt es wieder eine Ausrede weniger, sich kein Elektroauto zuzulegen.

Ulla Ellmer

Kia e-Niro in Kürze:

Wann er kommt: Bereits bestellbar, Auslieferung ab 6. April 2019

Wen er ins Visier nimmt: Hyundai Kona Elektro, BMW i3, Nissan Leaf, VW e-Golf

Was er leistet: 100 kW/136 PS oder 150 kW/204 PS

Wie weit er kommt: Nach WLTP-Messung 289 bzw. 455 Kilometer

Was er kostet: Ab 34.290 bzw. 38.090 Euro

Über 450 km Reichweite - Viel Platz - Ab 34.290 Euro
Bringt es weit: Kia e-Niro
Kia e-Niro
Zwei Ausbaustufen

Der Einstiegs-e-Niro mit 39,2-kWh-Batterie leistet 100 kW/136 PS, der stärkere hat einen 64-kWh-Akku und bietet 150 kW/204 PS auf.
© Hersteller

vorheriges Bild nächstes Bild
 

kicker

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

Schlagzeilen

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Tipps von Dallas05 von: Meikinho - 14.12.18, 16:49 - 1 mal gelesen
Re (2): 2) zum Sportlichen von: Linden06 - 14.12.18, 16:40 - 9 mal gelesen
Tote U.N.V.E.U. Crackhuren im Kofferraum von: Txomin_Gurrutxaga - 14.12.18, 16:36 - 11 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
17:00 SKYBU Fußball: 2. Bundesliga Kompakt
 
17:30 SKYS1 Golf: European Tour
 
17:30 SKYS2 Fußball: UEFA Champions League
 
17:45 EURO Skispringen
 
18:00 SP1 Poker
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine