Ab 2019 auch in Deutschland - Führerscheinfreie Variante

Ford Ranger Raptor: Pick-up auf die harte Tour

Neuheiten - 22.08. 08:44

Der Ford Ranger ist der meistverkaufte Pick-up Europas. Mit dem Raptor - zu deutsch "Greifvogel" - wurde jetzt die härteste Variante auch dem europäischen Publikum vorgestellt. Dass dies ausgerechnet auf der Gamescom in Köln geschah, hat seinen Grund.

Im Anflug: Mitte 2019 kommt der Ford Ranger als harte Raptor-Variante auch nach Deutschland.

Die traditionellen Auto-Ausstellungen erfahren zunehmend Missachtung vonseiten der Hersteller. Ob Detroit, Paris oder gar die Frankfurter IAA – man spart sich die teuren Messestände und erwählt lieber andere Bühnen, um seine Produkte vorzustellen.

Ford beispielsweise präsentierte die schärfste Variante seines Pick-ups "Ranger" auf der Gamescom in Köln, der europaweit größten Messe für Video- und Computerspiele. "Vergessen Sie alles, was Sie über Pick-ups zu wissen glaubten", sagt Leo Roeks, Ford Performance-Director Europe, vollmundig. Tatsächlich ist der Raptor schon optisch ein hartes Teil, mit einem Unterfahrschutz aus extrastarkem Stahl, einem auffälligen Kühlergrill und Xenon-Scheinwerfern; in den ausgestellten Radhäusern drehen sich voluminöse 285/70er All-Terrain-Reifen von BF Goodrich, aufgezogen auf 17-Zoll-Aluräder.

Komfortabel bei der Offroad-Hatz

Edel eingerichtet: Im Interieur gibt es Performance-Sitze, Ziernähte und Wildleder-Effekt. © Hersteller

Möbliert ist er Raptor mit speziellen Performance-Sitzen, die auch bei der wilden Offroad-Hatz noch Komfort gewähren sollen, ein mittig auf dem Leder-Lenkrad installierte Marker informiert über die genaue Radposition im Gelände. Magnesium-Schaltwippen, schicke Ziernähte und Wildleder-Effekt-Materialien setzen sportliche Akzente.

Diesel für die Ford-Pick-ups

Am Beispiel der Ford Pick-ups zeigt es sich, dass man jenseits des Atlantiks dem Diesel noch lange nicht abgeschworen hat, zumindest nicht im Segment der Trucks. Den F-150, seit 30 Jahren meistverkauftes Auto der USA, treibt neuerdings ein Dreiliter-V6-Selbstzünder mit 250 PS voran, geradezu eine Revolution. Der Ranger Raptor leistet sich einen Zweiliter-Biturbo, der 157 kW/213 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Nm bereitstellt, dies in Arbeitsgemeinschaft mit einem Zehngang-Automatikgetriebe und einem Gelände-Management-System.

Mitte 2019 soll der Raptor die europäischen Kunden beehren, Preise sind noch nicht bekannt. Der Top-Ranger "Wildtrak" (3,2-l-TDCI, 200 PS, Sechsgangautomatik) kostet gut 46.000 Euro.

Dass Ford ausgerechnet die Gamescom zum Schauplatz für die Europapremiere des Ranger Raptor erkoren hat, kommt nicht von ungefähr. Erstens ist die Europazentrale von Ford in der Domstadt beheimatet. Zweitens aber wird es auch eine zweite Version des harten Pick-ups geben, und die darf man sogar ohne Führerschein fahren – virtuell im Videospiel Forza Horizon 4.

ule