Wohnmobil extrem: Earthcruiser Explorer XPR 440

Reisen mit dem Kettensägen-Monster

Neuheiten - 11.08. 12:23

Der australische Spezialist Earthcruiser hat ein Unimog zum Rolling Home für extreme Anforderungen umgebaut. Von der Waschmaschine über eine Satellitenverbindung bis hin zur Kettensäge ist alles an Bord, was zum wochenlangen Durchhalten abseits der Zivilisation erforderlich ist. Das kostet dann allerdings auch eine Kleinigkeit.

Wohnmobil für die Wildnis: Der Explorer XPR 440 bunkert 800 Liter Diesel und 860 Liter Frischwasser. © Hersteller

Neben diesem Wohnmobil sehen die Californias, Dethleffs und Hymers dieser Welt aus wie Tiny Houses: Der Explorer XPR 440 ist dazu gemacht, extreme Weltgegenden zu erkunden, und das über längere Zeiträume hinweg. Als technische Basis hat der australische Umrüster Explorer ein deutsches Produkt gewählt, das für seine unerschütterliche Durchhaltekraft berühmt ist: Den Unimog aus dem Hause Mercedes, konkret das Modell U 430.

7,7-l-Turbodiesel mit 300 PS

Ein 220 kW/300 PS starker Turbodiesel mit imposanten 7,7 Litern Hubraum schiebt das 12 Tonnen schwere und natürlich allradgetriebene Super-Reisemobil an. Wenn es hart auf hart geht, kann sich die bis zu fünfköpfige Besatzung mit an Bord befindlichen Gerätschaften wie Axt, Kettensäge und elektrischen Seilwinden behelfen.

Um in der Wildnis möglichst lange durchhalten zu können, speichert ein 860-Liter-Tank reichlich Frischwasser, außerdem lassen sich bis zu 800 Liter Diesel bunkern, weshalb auf einer Distanz von 3.500 Kilometern keine Tankstelle angesteuert werden muss.

Komfortabel: Im Heck gibt es ein Doppelbett, auch Waschmaschine und zwei Kühl-Gefrier-Kombinationen befinden sich an Bord. © Hersteller

Fünf externe Kameras

So robust das Outdoor-Equipment ist, so komfortabel fällt die Wohnausstattung aus. Hier fehlt es an nichts, von zwei Kühl-Gefrierkombinationen über Mikrowelle und Außengrill bis hin zu Waschmaschine und Klimaanlage. Ein Hubdach ermöglicht bequeme Stehhöhe, ein Doppelbett im Heck stellt erholsamen Schlaf sicher. Dem großen Heckträger lässt sich ein Motorrad aufbürden. Fünf externe Kameras filmen das Expeditionsgeschehen, das Bildmaterial lässt sich via Satellitenanlage in die Außenwelt streamen.

Ganz billig ist das Wohnmobil extrem erwartungsgemäß nicht. Für die Basisversion sind umgerechnet 370.000 Euro einzukalkulieren, die Ausführung mit langem Radstand ist sogar mit 460.000 Euro eingepreist.

ule