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01.08.2018, 15:16

Großes SUV - Bis zu sieben Sitze - Talent im Gelände

Tarraco: So fährt das neue Seat-Flaggschiff

Aller guten Dinge sind drei: Nach Arona und Ateca kommt Anfang nächsten Jahres das dritte und gleichzeitig größte Seat-SUV auf den Markt. Der bis zu siebensitzige Tarraco ist eng mit VW Tiguan Allspace und Skoda Kodiaq verwandt. Preislich dürfte er knapp unter 30.000 Euro starten. Erste Ausfahrt im Prototyp:

Seat Tarraco
Noch im Tarnkleid: Das neue, große Seat-SUV Tarraco stand als Prototyp zu ersten Probefahrten zur Verfügung.
© Hersteller

Den Herrschaften auf der Nebenspur ist anzusehen, dass sie sich jetzt einen Röntgenblick wünschen. Die Gegend um Barcelona ist Seat-County, die Unternehmenszentrale der katalanischen VW-Tochter liegt in Martorell. Entsprechend groß fällt im Umland das Interesse an dem schwarz-weiß camouflierten SUV aus, dessen Lichtsignatur sehr verdächtig nach Seat aussieht.

Produziert in Wolfsburg

Noch ist der Tarraco im Tarnkleid unterwegs, schon bald aber wird die Folierung entfernt, am 18. September soll es soweit sein. Nach Ateca und Arona markiert der Tarraco das dritte Seat-SUV im Bunde - und gleichzeitig das größte. "Er ist unser Flaggschiff", sagt Angel Suarez vom Technical Center der Marke. Wie VW Tiguan Allspace und Skoda Kodiaq baut der Tarraco auf der MQB-A2-Plattform des Konzerns auf und entsteht am Produktionsort Wolfsburg. "Deutschland wird auch der größte Markt sein", ist sich Bernhard Bauer, Chef von Seat Deutschland, sicher.

Viel von seiner Optik gibt der Prototyp noch nicht preis, manches lässt sich aber erahnen, anderes offenbaren im Internet geleakte Bilder. Eine ziemlich sachliches Design also, eine vom Ateca adaptierte Leuchtengrafik, ein stärker akzentuierter Kühlergrill, am Heck schließlich ein durchgehendes Leuchtenband á la Audi A8 oder A6. Mit 4,74 Metern positioniert sich der Tarraco längentechnisch etwas oberhalb von Tiguan Allspace und Kodiaq.

Seat Tarraco
Enttarnt: Im Internet geleakte Bilder zeigen den Tarraco im sachlichen Seat-Design und mit durchgehender Leuchtenleiste am Heck.
© MQB-Coding

Als zentraler Blickfang im Cockpit ist - im Prototyp noch geheimnisvoll verhängt - ein freistehender "Free Floating Bildschirm" zu erspüren, über den sich auch etliche Lebensfunktionen des großen Seat-SUVs ansteuern lassen. Das digitale Kombiinstrument hinterm Lenkrad bietet drei verschiedene Darstellungen an; in Sachen Infotainment pflegt der Tarraco die Nähe zu den Geschwistern Ateca und Arona.

Qualifiziert als Reisebegleiter

Erwartungsgemäß herrscht kein Mangel an Platz, im Fond reisen nicht nur die Kids gut, und optional gibt es ein Update zum Siebensitzer. Auch der Kofferraum - gegen Aufpreis über eine sensorgesteuert elektrische Heckklappe zugänglich - unterstützt die Ambitionen des Tarraco als Reisebegleiter, das Fassungsvermögen variiert bei dachhoher Beladung zwischen 700 (7-Sitzer) und 1.920 Litern.

Seat Tarraco
Blick ins Interieur: Auch dieses Foto wurde geleakt, zu sehen ist ein großer und frei stehender Bildschirm.
© MQB-CodingZoomansicht

Zwecks Vortrieb holt sich der Tarraco zum Marktstart zwei Benziner und zwei Diesel aus dem Konzernregal. Der Einstieg erfolgt mit dem 1,5-TSI-Benziner und 150 PS, mehr Muskeln zeigt der 2,0 TSI mit 190 Pferdestärken. Dieselseitig wartet ein 2,0 TDI auf seinen Einsatz, als kleinere Lösung mit 150 PS, als stärkere mit 190 PS. Der 2,0 TDI mit 190 PS war auch in jenem Protoyp verbaut, mit dem wir erste Probekilometer abspulen konnten; eine ausgesprochen angenehme, da gleichermaßen kultivierte wie kräftige Form der Motorisierung, bestens geeignet, um relaxtes Fahrfeeling zu generieren.

Plug-in-Hybrid ab 2020

Während der Einstiegsbenziner ausschließlich als handgeschalteter Fronttriebler erhältlich sein wird, gibt es den kleinen Diesel optional auch mit Sechsgang-DSG und Allradantrieb. Die 190-PS-Motoren fahren grundsätzlich mit DSG und 4WD vor. Eine Erdgasvariante ist übrigens ebensowenig geplant wie ein 48-V-Mildhybrid. Dafür soll 2020 ein Tarraco Plug-in-Hybrid als Teilzeitstromer agieren. Fahrtechnisch führte die erste Probefahrt zur nicht überraschenden Erkenntnis, dass der Tarraco seine Berufung eher als entspannter Gleiter denn als Sportler sieht. Das DCC offeriert sechs verschiedene Einstellungen, wir empfehlen "Comfort", der straffe Sport-Modus steht dem großen Seat-SUV weniger gut zu Gesicht.

Erstaunlich furchtlos durchs Gelände

Widriges Offroad-Geläuf dürfte eher nicht das Habitat des Tarraco werden, falls es ihn aber doch einmal auf Stock und Stein verschlägt, besteht kein Grund zur Panik. Überraschend souverän bewältigt das Seat-Flaggschiff Schrägstrecken bis 45 Grad, es kraxelt Steilhänge hinauf, die gerne auch tief versandet oder felsig sein dürfen und krabbelt anschließend furchtlos wieder abwärts, wobei eine Hill-Descent-Control Unterstützung leistet.

Seat Tarraco
Talente fürs Gelände: Solche Herausforderungen meistert der Allrad-Tarraco erstaunlich souverän.
© HerstellerZoomansicht

Was der Tarraco kosten wird, wenn er im Februar 2019 auf den Markt kommt, diese Info hat Seat noch nicht preisgegeben. Zu erwarten sei aber ein Einstiegspreis unterhalb des Tiguan Allspace und oberhalb des Skoda Kodiaq, sagt Seat-Deutschland-Chef Bernhard Bauer. Könnte heißen: Knapp unter 30.000 Euro, bei guter Ausstattung, denn er sei "kein Fan von Lockangeboten", lässt Bauer ferner wissen.

Der Name Tarraco wurde übrigens im Rahmen eines Preisausschreibens unter Seat-Fans ermittelt. Zurückzuführen ist er auf die frühere römische Kolonie Tarraco, die heute als Tarragona bekannt ist - wo, folgerichtig, im September auch das Tarnkleid von dem Seat-Flaggschiff fallen wird.

Ulla Ellmer

Seat Tarraco in Kürze:

Wann er kommt: Im Februar 2019

Wen er ins Visier nimmt: Skoda Kodiaq, VW Tiguan Allspace

Was ihn antreibt: Vierzylinder-Benziner und -Diesel mit jeweils 150 und 190 PS

Was er kostet: Vermutlich knapp unter 30.000 Euro

Was noch folgt: Im Jahr 2020 ein Plug-in-Hybrid

 

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