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05.07.2018, 17:15

Viel Luxus, viel Leistung - Reputierliches SUV-Coupe

Audi Q8: Schön schräg!

BMW hat den X6, Mercedes das GLE Coupé. Audi hatte im Segment: nichts. Das aber ändert sich jetzt. Der Q8 ist ein großes SUV-Coupe auf Basis des Q7, dem es an nichts gebricht, was das Konzernregal an technologischen Feinheiten und Luxus aufbietet. Das potenzielle Kunden finanziell nicht darben sollten, ist keine Überraschung.

Audi Q8
Dynamisches Schwergewicht: Der Q8 zeigt einen achteckigen Kühlergrill, der von extrem flachen Scheinwerfern flankiert wird.
© Hersteller

Lange hat sich die Audi nicht an ein SUV-Coupe herangetraut, doch mit dem Q8 wollen sich die Ingolstädter nun endlich ein Stück von dem Kuchen sichern, den bislang BMW und Mercedes weitgehend alleine vernascht haben. Anders als die Konkurrenz aus München und Stuttgart setzt der Q8 nicht auf provokante Optik, sondern kommt erstaunlich gefällig daher.

"Wir wollten die Mitbewerber nicht kopieren", erklärt Marc Lichte und erläutert den Unterschied: Während beim BMW X6 oder Mercedes GLE Coupé das Dach ab der B-Säule nach hinten ausläuft und in einem hohen Bürzel endet, bleibt es beim Q8 bis hinter die Köpfe der Fondgäste gerade, dann schließt sich eine schräg stehende Heckscheibe an. Das wirkt nicht nur harmonischer, sondern beschert auch den hinten Sitzenden deutlich mehr Freiraum: Auf der verschiebbaren Rückbank reist es sich so angenehm wie im Q7, der die technische Basis für den 8er bereitstellt. Um dem Coupé-Charakter mehr Ausdruck zu verleihen, greift Lichte zu einer Maßnahme, die sich die Konkurrenz nicht getraut hat: Er ließ die komplette Türkonstruktion umbauen und setzt auf rahmenlose Scheiben. Das verleiht dem Q8 zweifelsohne reichlich Charme - leider aber auch höhere Windgeräusche als bei herkömmlichen Fenstern.

Audi Q8
Begrenzte Auswahl: Zum Marktstart fährt das SUV-Coupe ausschließlich als Q8 50 TDI mit 286 PS starkem Dreiliter-V6 vor.
© Hersteller

Gewandet in den Audi-Maßanzug

Überhaupt ist die Verwandtschaft zum Q7 kaum zu erkennen: Der Q8 hat sich in den mit A6, A7 und A8 eingeführten, neuen Audi-Maßanzug geworfen. Er glänzt mit einem acht- statt sechseckigen Kühlergrill, extrem flachen Scheinwerfern und jenem durchgehenden Leuchtenband am Heck, das, so Lichte, zukünftig alle Top-of-the-Line-Modelle tragen werden. Auch der Innenraum strahlt in neuem Licht, hier ist das Oberklasse-Cockpit mit zwei großen Touchscreens in der Mittelkonsole und digitalem Kombiinstrument eingezogen. Einen Makel hat der mit 4,99 Metern um ein paar Zentimeter kürzere Q8 von seinem großen Bruder doch geerbt: Wie beim Q7 lassen sich die Lehnen der Rücksitze nicht vom Kofferraum aus umklappen, um das Gepäckabteil von 605 auf 1755 Liter zu erweitern.

Audi Q8 Interieur
Des Fahrers Arbeitsplatz: Oberklasse-Cockpit mit großen Touchscreens und digitalem Kombiinstrument.
© HerstellerZoomansicht

Ansonsten fährt Audi an Ausstattungs-Optionen alles auf, was das Konzernregal hergibt - inklusive der kompletten Sicherheitsausstattung: Im gesetzlich erlaubten Rahmen denkt und lenkt der Q8 von alleine, gibt Gas, bremst, überwacht den Verkehr rundum, vermeidet im Parkhaus unschöne Rempler und hat beim Einparken einen Blick auf die mindestens 19 Zoll großen Räder. Ehe diesen der Bordstein zu nahe kommt, tritt der Audi lieber in die Eisen. Die meisten dieser Extras lässt sich der Hersteller natürlich teuer bezahlen, und dass ein Q8 wirklich für rund 76.000 Euro das Werk verlässt, ist unwahrscheinlich; ein Q7 kommt ähnlich motorisiert übrigens gut 10.000 Euro günstiger. Apropos Motor: Zum Marktstart im dritten Quartal brauchen sich die Kunden keine Gedanken über den Antrieb zu machen - es gibt nur den großen Diesel, ein schwächerer Selbstzünder sowie ein Benziner folgen erst 2019.

Mit Quattro-Antrieb und Allradlenkung

Audi Q8
Sachlich-cool: Das Heck ziert das durchgehende Leuchtenband der neuen Top-Audis.
© HerstellerZoomansicht

Im Q8 50 TDI steckt ein Dreiliter-V6-Triebwerk, dem ein 48-Volt-Bordnetz mit Riemenstarter-Generator bei der Energierückgewinnung helfen soll; den genauen Verbrauch hält Audi allerdings noch unter Verschluss. Die 286 PS und 600 Newtonmeter reichen, um den gut 2,2 Tonnen schweren Q8 in 6,3 Sekunden auf Landstraßentempo zu bringen. Allerdings liegt die maximale Kraft erst bei 2.250 Touren an, und die Achtgang-Automatik reagiert mal ein bisschen träge, um im nächsten Moment wieder hektisch die Gänge zu wechseln. Vor allem der Kavalierstart scheint den Wandler mitunter zu überraschen und es dauert ein bisschen, bis der Q8 nach vorne prescht.

Umso beeindruckender ist, was er in Sachen Querdynamik zu bieten hat: Quattro-Antrieb, Allrad-Lenkung und der optional luftgefederte Unterbau sind perfekt aufeinander abgestimmt und erlauben einen flotten Kurventanz, den man so mit einem Q7 nicht auf den Asphalt legen könnte. Aber Achtung: Die Leichtigkeit täuscht gerne über die Masse hinweg, die man unter dem Hintern hat. In zu flotten Kurven oder beim scharfen Bremsen rufen sich einem die Pfunde aber mit Nachdruck ins Bewusstsein.

Michael Gebhardt

Audi Q8 in Kürze:

Wann er kommt: Im dritten Quartal 2018

Wen er ins Visier nimmt: BMW X6, Mercedes GLE Coupe

Was ihn antreibt: Dreiliter-V6-TDI mit 286 PS

Was er kostet: Ab rund 76.000 Euro

Was noch folgt: Ein kleinerer Diesel und ein Benziner, beide 2019

V6-TDI mit 286 PS - 48-V-Bordnetz - Quattro und Allradlenkung
Neuer Q8: Auch Audi hat sein SUV-Coupe
Audi Q8
Kein Ende im Gelände

Dank serienmäßigem Allradantrieb muss der Q8 auch solch im wahrsten Sinne des Wortes wüsten Untergrund nicht fürchten.
© Hersteller

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