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03.07.2018, 13:22

Alt-Akkus in der Amsterdam-Arena

Der Nissan Leaf liefert Strom fürs Stadion

Was tun mit den alten Akkus von Elektroautos? Eine Lösung dieses Problems lässt sich in der Johan-Cruyff-Arena von Amsterdam besichtigen: Hier finden die ausgedienten Batterien des Nissan-Stromers Leaf eine sogenannte Second-Life-Verwendung als Energiespeicher.

Johan-Cruyff-Arena
Die Johan-Cruyff-Arena in Amsterdam bei Nacht: Solarenergie wird in ausgedienten Akkus von Elektroautos abgespeichert.
© Nissan

Die Johan-Cruyff-Arena ist einer der großen Fußballtempel Europas. Ajax Amsterdam ist dort zu Hause, auch die niederländische Nationalmannschaft pflegt in der Arena zu kicken. Zudem dient das Mehrzweckstadion mit seinen 54.000 Sitzplätzen als Schauplatz für Konzerte und andere Großveranstaltungen. Rund zwei Millionen Besucher verzeichnet die ehemalige Amsterdam-Arena pro Jahr, weithin leuchtet sie bei Nacht.

Der Stromverbrauch ist also hoch und will gesichert sein. Gesichert sein soll andererseits aber auch die Weiterverwendung von Alt-Akkus aus Elektroautos. Einerseits, weil diese Batterien sehr teuer und insofern viel zu schade zum Wegwerfen sind. Andererseits aber auch, weil eine umweltgerechte Entsorgung durchaus aufwendig ist.

Energiespeichersystem mit drei Megawatt

Fachleute streben daher eine sogenannte "Second-Life"-Verwendung an, den Einsatz in einem zweiten Leben. Wie so etws aussehen könnte, zeigt sich am Beispiel der Johan-Cruyff-Arena von Amsterdam. Hier haben der Automobilhersteller Nissan und die Energiemanagement-Unternehmen Eaton und The Mobility House ein Drei-Megawatt-Energiespeichersystem entwickelt, das sie als das europaweit größtes in einem gewerblich genutzten Gebäude bezeichnen.

Energiespeichersystem Johan-Cruyff-Arena
Speicherort: 148 Nissan-Leaf-Batterien und Leistungswandler speichern drei Megawatt Strom.
© NissanZoomansicht

Auf dem Dach der Arena erzeugen 4.200 Solarmodule regenerative Sonnenenergie, die dann in einen Pufferspeicher aus gebrauchten und neuen Elektroauto-Batterien fließt. Ihre Kapazität entspricht der von 148 Nissan Leafs, die erforderlichen Leistungswandler liefert Eaton zu.

Weg mit den Dieselgeneratoren

Die Speicherkapazität von drei Megawatt würde ausreichen, um mehrere tausend Haushalte mit Strom zu versorgen. Bei Bedarf liefert das Energiespeichersystem beispielsweise Notstrom, die bislang eingesetzten Dieselgeneratoren können somit ausgemustert werden.

Außerdem erfährt das Stromnetz eine Stabilisierung, indem sich Leistungsspitzen (etwa bei Fußballspielen oder Konzerten) ausgleichen lassen. "Dank des Energiespeichersystems kann das Stadion seine selbsterzeugte nachhaltige Energie effizient nutzen und gleichzeitig verfügbare Speicherkapazitäten dem Stromnetz als Puffer anbieten", sagt Henk van Raan, Direktor für Innovation bei der Johann-Cruyff-Arena.

ule

 

kicker

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