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17.12.2017, 12:25

Mobilitätstochter startet 2018 - Elektrischer Shuttle vorgestellt

Volkswagen: Mit Moia in die Zukunft fahren

Als 13. Konzernmarke will Volkswagen die Tochter Moia nicht verstanden wissen. Und doch kommt dem vor Jahresfrist vorgestellten Unternehmen eine wichtige Aufgabe zu. Als "Ride-Hailer" fasst es Fahrgäste zu Pools zusammen, bis 2025 sollen so die Städte Europas und der USA um eine Million Fahrzeuge entlastet werden. Schon 2018 geht es los, zunächst in Hamburg. Das dazu dienliche Moia-Mobil, ein elektrischer und eng mit dem Crafter verwandter Kleinbus, ist schon fertig.

Moia
Moia-Fahrzeug: Der Shuttlebus ist eng mit dem VW Crafter verwandt, fährt aber vollelektrisch. Bestellt und bezahlt wird er via App.
© Moia-VW

Dass es als Geschäftsmodell bald nicht mehr ausreichen wird, ausschließlich Autos zu produzieren, das haben die großen Namen der Branche längst erkannt. In vom Verkehrsinfarkt bedrohten Metropolen wie New York erwerben viele Youngster schon heute keinen Führerschein mehr, sondern vertrauen sich lieber Mitfahrdiensten wie Uber an. Ähnliches passiert in China, wo der Ride-Hailer Didi aktiv ist. Solche Angebote sind noch komfortabler als Carsharing, das es erforderlich macht, zum nächsten freien Auto zu laufen oder nach Fahrtende einen Parkplatz zu suchen.

Bevor sich andere hier eine goldene Nase verdienen und den etablierten Automobilherstellern das Wasser abgraben, werden diese lieber selbst aktiv. Der Volkswagen-Konzern beispielsweise hat sich bereits an Gett beteiligt, einem Vermittler von Fahrdienstleistungen auf Abruf. Vor Jahresfrist wurde außerdem die Mobilitäts-Tochter Moia vorgestellt. "Auch wenn künftig nicht mehr jeder ein eigenes Auto besitzen wird, wollen wir mit Moia dazu beitragen, dass jeder auf die eine oder andere Art Kunde unseres Unternehmens sein kann", beschrieb der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller 2016 das neue und wohl überlebenswichtige Geschäftsmodell.

Moia-Fahrzeug
Komfortabel: Sechs Passagiere können mitfahren, ihnen stehen WLAN und USB-Anschlüsse zur Verfügung.
© HerstellerZoomansicht

Schnelles Internet an Bord

Wie vor Jahresfrist wurde auch diesmal die Technologiekonferenz "TechCrunch" als Bühne für Moia genutzt. Diesmal war es nicht London, sondern Berlin, und diesmal stellte man das erste speziell konzipierte Ridesharing-Fahrzeug der Mobilitätstochter vor. Schon Ende 2018 soll der vollelektrische Shuttle auf die Straße fahren, konkret in Hamburg, die Flotte wird zunächst 200 Fahrzeuge umfassen, könnte aber binnen Jahresfrist auf 1000 aufgestockt werden. Das Moia-Fahrzeug nimmt neben dem Fahrer sechs Fahrgäste mit und bringt sie auf freistehenden Einzelsitzen unter. Jeder dieser Sitze ist mit dem Komfort einer dimmbarem Leselampe und USB-Ports zum Laden von Smartphones, Laptops oder Tablets ausgestattet. Schnelles Bord-WLAN gestattet zügiges Surfen durchs Internet. Das Gepäck wiederum deponieren die Passagiere in einem gut einsehbaren Extrabereich neben dem Fahrer.

Gedacht ist das Moia-Fahrzeuge für das sogenannte "Pooling", also das Zusammenfassen von Fahrten. Die Zielsetzung ist klar: Einzelfahrten, die den Verkehr belasten, sollen vermieden werden. Ziel sei es, "bis 2025 die Städte Europas und der USA um eine Million Fahrzeuge zu entlasten", sagt Ole Harms, Chef von Moia. Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist eine App, über die Kunden bequem einen Moia-Shuttle bestellen und auch bezahlen können. Schon vor dieser Bestellung liefert die App Informationen darüber, wann ein Fahrzeug verfügbar ist und was die Tour kosten wird. Ein Algorhythmus subsummiert Fahrgäste mit ähnlichem Ziel zu einem Pool, auf dieser Grundlage wird die optimale Route gewählt, Umwege und vor allem Leerfahrten sollen so möglichst nicht stattfinden.

Moia-Fahrzeug Gepäckbereich
Gepäckbereich: Die Utensilien der Passagiere sind gut einsehbar neben dem Fahrer untergebracht.
© Moia-VWZoomansicht

300 Kilometer Reichweite

Das Moia-Mobil ist eng mit dem Crafter verwandt und wurde innerhalb von zehn Monaten in Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volkwagen Osnabrück geplant, entwickelt und gebaut. Die elektrischen Reserven reichen für mehr als 300 Kilometer, binnen einer halben Stunde lässt sich der Lithium-Ionen-Akku wieder auf 80 Prozent aufladen. Vorerst sitzt noch ein Mensch aus Fleisch und Blut hinterm Steuer, perspektivisch wird der Shuttle aber autonom fahren. Die Fahrtkosten sollen über denen des Öffentlichen Personennahverkehrs, aber unterhalb denen eines Taxis liegen.

Welche Städte nach Hamburg in den Genuss des Moia-Ridesharings kommen, ist noch nicht bekannt. Als gesetzt dürfen aber wohl New York, London und Paris zählen, daneben könnten auch kleinere Städte zwischen 300.000 und 500.000 Einwohnern oder ländliche Gebiete für das Pooling in Frage kommen. Bis ein ausreichend dichtmaschiges Netz von Ladestationen zur Verfügung steht, ist übergangsweise der Einsatz von Erdgasfahrzeugen denkbar.

ule

 

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