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12.09.2017, 01:31

Positionierung als reine E-Marke - Autonomes Robotertaxi

Smart fährt nur noch elektrisch

In Nordamerika vollzieht Smart den Schritt schon zum Modelljahr 2018, Europa soll bis 2020 folgen: Die Daimler-Tochter plant, sich in Zukunft als reine Elektromarke zu positionieren und den Verbrennungsmotor auszumustern. Auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) stellt Smart zudem die Studie eines vollautonomen Robotertaxis vor, das die Vision vom "Car2Go" der Zukunft verwirklichen soll.

Smart Vision EQ Fortwo
Smart Vision EQ Fortwo: Fährt nicht nur elektrisch, sondern auch autonom nach Level 5 - ein Robotertaxi für zwei Personen.
© Hersteller

Einen Diesel-Smart gibt es schon lange nicht mehr. Und auch vom Benziner wollen sich die Kleinstwägelchen über kurz oder lang verabschieden. Am Vorabend der IAA (Publikumstage 16. bis 24. August) hat Daimler-Chef Dieter Zetsche angekündigt, dass die Smarties "noch in dieser Dekade" nurmehr elektrisch durch Nordamerika und Europa rollen sollen. In den Vereinigten Staaten und Kanada wird der Verbrennungsmotor schon zum Modelljahr 2018 zum Auslaufmodell, Europa folgt bis 2020. Im Elektro-Wunderland Norwegen soll die Umstellung auf E-Betrieb schon früher stattfinden.

Mit diesen Plänen nimmt Smart das vorweg, was beispielsweise Indien für 2030 und Großbritannien sowie Frankreich für 2040 angekündigt haben: Keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen. In Deutschland fordern die Grünen einen Ausstieg ab 2030.

50 Prozent E-Anteil in Kanada

Smart Vision Fortwo EQ
Ohne Lenkrad und Pedale: Im vollautonomen Stadtwägelchen kann man sich entspannt zurücklehnen.
© HerstellerZoomansicht

Die nordamerikanischen Smart-Händler zeigen sich allerdings nur begrenzt begeistert von der neuen Entwicklung. Vor dem Hintergrund des Ausstiegs wurde ihnen eine Kündigungsfrist ihrer Verträge bis Ende 2017 eingeräumt. Kolporiert wird, dass ein nicht unerheblicher Teil der Händler dieses Kündigungsrecht bereits wahrgenommen hat. Smart hat über dem großen Teich ein Verkaufsproblem, vor allem, seit der Benzinpreis in den Keller gerauscht ist, verkaufen sich die Auto-Winzlinge eher schlecht. Dabei haben die elektrifizierten Versionen einen erstaunlich hohen Verkaufsanteil; in den USA liegt er bei 25, in Kanada sogar bei 50 Prozent.

In Deutschland waren die Benzin-Smarts zuletzt ins Visier von Umweltschützern geraten, weil sie auf der Straße angeblich wesentlich mehr Feinstaub emittieren als auf dem Prüfstand. Mit der Fokussierung auf Elektroantrieb zieht man da möglicherweise eine Reißleine. Allerdings ist die Reichweite der kleinen Stromer verhältnismäßig gering, sie liegt im Realbetrieb bei 120 bis 130 Kilometern.

Ohne Lenkrad und Pedale

Wie die Zukunft der Smarties aussehen könnte, lässt sich auf der Frankfurter IAA studieren. Dort wird die Studie Vision EQ Fortwo gezeigt, die nicht nur elektrisch, sondern auch autonom fahren kann. "Sie braucht kein Lenkrad und keine Pedale", sagt Zetsche. Besitzen könne man den automatisierten Smart allerdings nicht. Dafür aber teilen. Die Idee dahinter: Der kleine Zweisitzer erfüllt einen Job als Robotertaxi, das per Smartphone bestellt wird. Unterwegs kann man spontan noch einen zweiten Passagier einladen und so die Fahrtkosten teilen. Über ein Display wird der Passagier namentlich und somit persönlich begrüßt, die Glasflächen der Karosserie lassen sich mit den aktuellen Bundesliga-Ergebnissen oder dem Wetterbericht bespielen.

Smart Vision Fortwo EQ
Persönlich begrüßt: Der Smart Vision Fortwo EQ heißt seine Passagiere namentlich willkommen.
© HerstellerZoomansicht

Weniger Autos, mehr Passagiere

Der Charme der Vision liegt auch darin, dass die selbstfahrenden Smarts permanent im Umlauf sind und so keine Parkfläche benötigen, auf der sie letztlich nur ungenutzt herumstehen. Weniger Autos könnten also mehr Passagiere befördern, im Vergleich zum aktuellen Carsharing-Programm Car2Go ließe sich die Smart-Flotte halbieren. Damit ginge auch das Verkehrsaufkommen zurück. Schlaue Algorithmen dirigieren den Smart-Schwarm sinnvollerweise immer dahin, wo hoher Bedarf vermutet wird - kurz vor dem Ende eines Fußballspiels beispielsweise in die Nähe des Stadions. "Wenn ein Smart fürs Gepäck nicht ausreicht, bestellen Sie einfach einen zweiten", empfiehlt Zetsche, dieser würde dann einfach hinterherfahren. Selbst in der Nacht gibt es für die kleinen Roboter-Taxis noch was zu tun: Wenn sie keine Fahrgäste von A nach B bringen, können sie Päckchen und Pakete ausliefern.

ule

 

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