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09.09.2017, 10:00

Comeback für den britischen Sportwagenhersteller

TVR Griffith: Cooler Renner mit 507 PS

Britische Sportwagen gelten als besonders cool. Auch der Griffith, mit dem die Marke TVR pünktlich zum 70. Geburtstag ein Comeback feiert, ist so ein schicker Renner, dessen Charme im bewusst praktizierten Purismus liegt. Aus einem von Cosworth verfeinerten Fünfliter-V8 holt sich der Zweisitzer satte 507 PS.

TVR Griffith
TVR Griffith: Für das Design zeichnet Ex-Formel-1-Designer Gordon Murray verantwortlich. Eyecatcher sind die Sidepipes.
© Hersteller

Jaguar LandRover gehört zum indischen Tata-Konzern, Mini zu BMW, Lotus befindet sich in malayischen Händen: Die einst gloriose britische Automobilindustrie ist weitestgehend unter ausländische Ägide geraten. Jetzt aber feiert zumindest TVR ein Comeback. TVR? Die Geschichte des Sportwagenherstellers reicht bis ins Jahr 1947 zurück, der Name mit den drei Buchstaben bezieht sich auf den Firmengründer Trevor Wilkinson. Nach einigen turbulenten Jahren, zum Schluss unter der Herrschaft des russischen Investors Nikolai Smolensky, war die Produktion in Blackpool im Jahr 2012 eingestellt worden. Jetzt aber, pünktlich zum 70. Unternehmensgeburtstag und mit dem seit 2013 regierenden Besitzer Les Edgar (reich geworden mit Computerspielen) an der Spitze, feiert TVR ein vielversprechendes Comeback.

Formel-1-Designer am Werk

TVR Griffith
Auffällig: Die Heckpartie des Griffith mit dramatischem Diffusor und Heckspoiler.
© HerstellerZoomansicht

Einen Griffith gab es schon mal, gebaut wurde er von 1990 bis 2001. Der 4,31 Meter lange und 1,24 Meter flache neue Erbe ist ein bildschöner, zweisitziger Kompakt-Sportler, der britische Sportwagen-Tradition at its best verkörpert. Heißt: Auf überflüssigen Schnickschnack wird verzichtet, der coole Renner markiert einen Triumph des Purismus, mit Assistenzsystemen oder Spielereien wie einem Drift Modus gibt er sich nicht ab. Für die klassische Formgebung mit langer Motorhaube und zurückgesetzter Fahrerkabine zeichnet der frühere Formel-1-Designer Gordon Murray verantwortlich. Das böse gezeichnete Heck zieren ein dramatischer Diffusor und ein Heckflügel, schicke Eyecatcher sind auch die Auspuffendrohre (Sidepipes) an den Flanken.

Dabei ist der Griffith keineswegs ein Schaf im Wolfspelz. Cosworth hat für ihn einen Fünfliter-V8-Sauger aus dem Ford Mustang auf 507 PS aufgemöbelt, somit fegt der britische Sportler in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Topspeed von 320 km/h. Ein manuelles Sechsganggetriebe schickt die Motorkräfte an die Hinterachse. Federleichte 1.250 kg Gewicht und eine auf 50:50 austarierte Gewichtsverteilung lassen freudvolle Fahrerlebnisse erwarten.

Als Coupé und Cabrio

Der TVR Griffith soll als Coupé und Cabrio zum Kunden rollen, zu Preisen von rund 100.000 Euro. Allerdings wird die Produktion im walisischen Ebbw Vale wohl erst Ende 2018 anlaufen - das Comeback dauert seine Zeit.

ule

 

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