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30.08.2017, 18:09

Einstiegspreis 12.975 Euro - Start Mitte September

Der VW Polo spielt Golf

Die sechste Generation des VW Polo eifert in vielerlei Hinsicht dem großen Bruder Golf nach. Erstmals knackt der Wolfsburger längentechnisch die Vier-Meter-Grenze, und auch bei Fahrverhalten, Assistenzsystemen und Infotainment wächst er über den Habitus eines Kleinwagens hinaus. Interessanterweise bleibt er daneben dem Diesel treu und bedient sich dabei Methoden, die in dieser Klasse nicht üblich sind.

VW Polo
Sechste Generation VW Polo: Einen Zweitürer gibt es beim neuen Modell nicht mehr, vier Türen sind immer serienmäßig.
© Hersteller

Wie sich die Zeiten doch ändern. Und mit ihnen die Dimensionen: Als der erste VW Polo im Jahr 1975 antrat, um bei uns die Regentschaft im Reich der Kleinwagen zu übernehmen, war er nur 3,51 Meter kurz. Polo, der Sechste, streckt sich mit 4,05 m über die magische Vier-Meter-Grenze hinaus. Damit bewegt er sich in der Größenordnung eines Golf III. Kleinwagen? Nun ja!

Dass der Polo dem großen Bruder Golf stilistisch nacheifert, ist generationenübergreifend so gewesen und hat sich beim neuen Modell nicht geändert. Wenn der Viertürer mit der klaren Leuchtengrafik und dem breiten Kühlergrill um die Ecke biegt, dann muss man zur Klärung seiner Identität schon zweimal hinschauen. Parallel zum Wachstum in Länge und Breite ist der Polo aber auch flacher geworden, was ihm einen kleidsamen Touch ins Coupéhafte verleiht. Manchem mag das unspektakuläre Outfit zu schlicht erscheinen, eine andere Sichtweise interpretiert das Design aber als wohltuend clean und zeitlos. Mit diesem Polo wird man sich auch in ein paar Jahren noch sehen lassen können.

Lässige Platzverhältnisse im Innenraum

Erstaunlich lässige Platzverhältnisse herrschen im Innenraum vor. Selbst wenn vorne Menschen von stattlicher Statur Platz genommen haben, lümmelt es sich dahinter als Langbein noch bequem. Der Kofferraum ist mit 351 Litern (plus 71 Liter im Vergleich zum Vorgänger) anständig, aber nicht überragend dimensioniert. Einen Verschiebemechanismus für die Rückbank sucht man vergeblich. Farbenfroh geht es im Cockpit zu, für den Armaturenträger stehen acht verschiedene Kolorationen zur Wahl. Wohlwollend registriert der Betrachter die soliden Materialien, die Finger streichen über weich unterschäumte Flächen und umfassen ein angenehm griffiges Lenkrad.

Active Info Display
Premiere: Als erstes Konzernmodell bekommt der Polo optional das Active Info Display zweiter Generation.
© HerstellerZoomansicht

Volldigitales Active Info Display neuester Generation

Als es darum ging, welcher Kleinwagen im Konzern als erster den Modularen Querbaukasten (MQB) bekommen sollte, da wurde der Seat Ibiza bevorzugt. Jetzt zieht der Polo mit dem spanischen Bruder gleich - und stellt in anderer Hinsicht die alte Hackordnung wieder her. Als erstes Konzernmodell erhält der Wolfsburger nämlich die neue Generation des volldigitalen Active Info Displays - eine unter Glas gelegte Cockpitlandschaft mit großen, brillant auflösenden Bildschirmen und neuen Darstellungsmöglichkeiten. So was hat derzeit kein Konkurrent zu bieten. Dass das Smartphone - Qi-Standard vorausgesetzt - kabellos aufgeladen werden kann und via Mirror-Link, Android Auto oder Apple CarPlay eng mit dem Fahrzeug verbunden ist, entspricht in dieser Fahrzeugklasse gängigem Standard. Einen WLAN-Hotspot gibt es indes nicht, hier muss sich die internetaffine Polo-Besatzung mit einem LTE-Stick (150 Euro) behelfen.

Beim Fahrverhalten erwachsen geworden

Lobenswert erwachsen gibt sich der Polo in der Disziplin Fahrverhalten. Leicht und präzise lässt er sich lenken, manövriert wendig und agil durch den Stadtverkehr, erweist sich als komfortabel und dabei doch vertrauenerweckend straff abgestimmt.

VW Polo
Bunt eingefärbt: "Energetic Orange" ist einer der peppigen Farbtöne für den Polo.
© HerstellerZoomansicht

An motorseitigen Möglichkeiten fehlt es dem VW-Kunden traditionell nicht. Auch für den Polo steht eine breite Triebwerkspalette bereit, die allerdings erst nach und nach eingeführt wird. Den Start ins neue Leben absolviert der Wolfsburger zunächst mit einem Einliter-Dreizylinder-Benziner in den Leistungsstufen 65, 75 und 95 PS. Letzterer macht sich Turboaufladung zunutze und überzeugt mit energischem Vortrieb, wobei er mit seiner Dreizylinder-Identität akustisch freilich nicht hinterm Berg hält. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in verhältnismäßig zackigen 10,8 Sekunden, ausbeschleunigt ist bei 187 km/h, der Norm-Mix liegt bei 4,6 l/100 km. Auch darüber kann man nicht meckern. Das manuelle Getriebe beschränkt sich allerdings auf fünf Gänge. Alternativ ist ein 7-Gang-DSG (1.500 Euro) zu ordern, wie auch für alle anderen Motoren ab 95 PS.

Bis zum Jahresende folgt eine weitere Ausbaustufe des Dreizylinder-Benziners, sie wird 115 PS leisten. Ebenfalls noch in diesem Jahr powert der auf 200 Vierzylinder-PS erstarkte Polo GTI los. Erst 2018 rollt indes der neu entwickelte 1,5-l-TSI mit 150 PS und Zylinderabschaltung an den Start, der auch über einen Ottopartikelfilter (OPF) verfügt.

Diesel mit SCR-Kat und AdBlue

Noch will sich der Polo nicht vom Diesel verabschieden. Kritikern soll allerdings schon von vornherein der Wind aus den Segeln genommen werden, und so nutzt der etwas später im Jahr erhältliche 1,6-l-TDI-Vierzylinder - wahlweise mit 80 oder 95 PS - SCR-Kat und AdBlue als Stickoxid-Killer. Das ist in dieser Fahrzeugklasse durchaus ungewöhnlich und macht den Polo der neuen, strengen Schadstoffnorm Euro 6d gewachsen. Fahrverbote werden somit kein Thema sein. Abgerundet wird das Antriebsportfolio durch die bivalente Erdgas-Benzin-Variante 1.0 TGI mit 90 PS.

VW Polo Beats
Sondermodell Beats: Unter anderem mit 300-Watt-Soundsystem, Sportsitzen und 16-Zoll-Alurädern.
© HerstellerZoomansicht

Ergänzend zu den vertrauten Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline soll der unter anderem mit 300-Watt-Soundsystem bestückte "Beats" ein junges Käuferpublikum locken. Im Basismodell Trendline tun beispielsweise Berganfahrassistent, Tempomat, Fußgängererkennung und City-Notbremsfunktion Dienst. Eine Klimaanlage ist erst ab Comfortline serienmäßig, ebenso wie ein Infotainmentsystem und Müdigkeitserkennung. Das Topmodell Highline bietet zusätzlich Details wie eine Parkdistanzkontrolle, ein Lederpaket, Aluräder und beheizbare Sportsitze. Außerdem lassen sich gegen entsprechendes Salär vielerlei elektronische Helfer rekrutieren, mit deren Unterstützung der Polo automatisch sein Tempo anpasst und den Abstand zum Vordermann wahrt, Ausparkaktivitäten überwacht, bei drohenden Parkremplern abbremst oder den Toten Winkel im Auge behält. Die Aufpreise sind fair, die Rückfahrkamera etwa kostet 280 Euro, die Einparkhilfe inklusive Rangierbremsassistent 490 Euro.

Der Einstiegspreis für den Polo Trendline mit 65 PS starkem Dreizylinder-Benziner beträgt 12.975 Euro. Der günstigste Diesel wird bei etwa 16.500 Euro starten. Das ist nicht billig, aber angemessen, zumal sich der Polo beim Wiederverkaufswert stets als verlässliche Bank erwiesen hat. Die Regentschaft im Reich der Kleinwagen dürfte ihm auch künftig nicht zu nehmen sein.

Ulla Ellmer

VW Polo in Kürze:

Wann er kommt: Mitte September

Wen er ins Visier nimmt: Opel Corsa, Ford Fiesta, Seat Ibiza, Hyundai i20, Renault Clio, Citroen C3 etc. Was ihn antreibt: Dreizylinder-Benziner mit 65, 75 und 95 PS

Was er kostet: Ab 12.975 Euro

Was noch folgt: 1.0 TSI mit 115 PS, 1.5-TSI-Vierzylinder mit 150 PS, GTI mit 200 PS, Erdgasmodell 1.0 TGI mit 90 PS, Diesel mit 80 und 95 PS

Sechste Generation ab 12.975 Euro
Neuer VW Polo: Von wegen Kleinwagen!
VW Polo
Wie ein kleiner Golf

Klare Leuchtengrafik, breiter Kühlergrill, clean gestylt: Der Polo orientiert sich unübersehbar am großen Bruder Golf.
© Hersteller

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