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09.08.2017, 12:35

Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid und Sport Turismo

Der Panamera fährt elektrisch - und kommt als Kombi

Um es vorsichtig zu formulieren: Der Diesel ist nicht gerade die Antriebsart der Stunde. Als Alternative empfehlen sich zunehmend Plug-in-Hybride. Auch bei Porsche. Wie es sich für die Sportwagenmarke gehört, stößt man dabei in leistungstechnisch ambitionierte Regionen vor - der V8-Hybrid im Panamera setzt stattliche 680 PS frei. Außerdem gibt es den Panamera jetzt als kombiähnlichen Sport Turismo.

Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid, Sport Turismo
Neu im Panamera-Programm: Der 680 PS starke V8 Plug-in (links) und der kombiähnliche Sport Turismo (rechts).

In der aktuellen Situation kommt die Lösung wie gerufen: Im stärksten Panamera-Modell überhaupt arbeitet künftig eine Kombination aus V8-Benziner und E-Maschine. Nicht zuletzt die Schadstoff-Diskussion beim Diesel und das Ziel niedriger Verbrauchswerte machen Benziner in Verbindung mit einem Plug-in-Hybrid besonders sinnvoll.

Der 680 PS starke V8-Hybrid wird in diesen Tagen in der Panamera 4 E-Hybrid Limousine eingeführt. Das Hybridsystem basiert auf dem vor einem Jahr in der Sechszylinderversion vorgestellten "Plug-in", dem an der Steckdose aufladbaren Antriebskonzept. Damit ergänzt die neue V8-Topmotorisierung mit zusätzlicher E-Maschine die bereits bekannte V6-Hybridversion. Beibehalten werden die Verbrennungsmotoren im Panamera-Programm.

In 3,4 Sekunden von 0 auf 100

Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid
Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid: Die elektrische Reichweite beträgt auf dem Papier 50 Kilometer.

Keine Frage, der neuste Hybrid-Panamera hat einen Mords-Bums: Bei durchgedrücktem Gaspedal schnellt die Tachonadel in nur 3,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100, wie ein "Elfer" - das hat schon was. Auch weil sich die Fünf-Meter-Limousine dank Allradantrieb und komplett variabler Kraftverteilung auf dem Asphalt festkrallt und dabei trotz 2,3 Tonnen Gewichts leichtfüßig wirkt. Die schier endlose Kraft von 850 Newtonmetern lässt bei jedem Fahrmanöver grüßen - bis in die Spitze von 310 km/h. Zweifellos ein ultimatives Fahrerlebnis, das bei unseren Testfahrten auch die Rennstrecke mit einschloss. Überraschend: Selbst im Rennbetrieb überzeugt die Achtgang-Doppelkupplung PDK im Automatikmodus. Der Fahrer kann sich also voll und ganz auf die Strecke konzentrieren., braucht auch die Schaltpaddels nicht zu bemühen.

Auch das Fahrwerk ist vom Besten, wie es sich für einen Porsche gehört, der 185.736 Euro kostet. Zu den Highlights zählen neben der Dreikammer-Luftfederung die sportlich-dynamische Fahrwerkskontrolle und die vorzüglich verzögernden Keramik-Bremsscheiben. Außerdem "Torque Vectoring Plus", das blitzschnell Karosseriebewegungen unterbindet, sowie die Hinterachslenkung. Immer an Bord sind auch 21-Zoll-Räder und das Bose-Soundsystem.

50 km elektrische Reichweite

"Leistungsorientierte Hybrid-Strategie" nennen es die Porsche-Leute: Die Boost-Funktion (für zusätzlichen Schub) der 136 PS starken Elektromaschine steht in der jüngsten Entwicklungsstufe dauernd parat und pusht das Fahrzeug aus niedrigsten Touren. Freilich hat der V8 Hybrid mit seinen 680 PS (aus dem Spyder von 2013) nicht nur bessere Fahrleistungen als der für seine Kraft bekannte 550 PS-Turbo, sondern er verbraucht auch weniger. Selbst wenn er die im genormten Mix angegebenen 2,9 l/100 km in der Praxis wohl nie erreicht, bei Plug-in-Hybriden ist diese Angabe nun mal besonders unrealistisch. Aber durch die elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern kann der an der Steckdose oder der Wallbox voll aufgeladene Panamera erst mal rein elektrisch, das heißt, vor Ort ohne Abgase, zum Beispiel im Wohngebieten, leise ohne Verbrenner und damit sehr sparsam fahren. Außer dem Kraftstoffverbrauch von 2,9 Litern gibt Porsche im Fahrzyklus 16,2 kWh Strom auf 100 Kilometer an.

Sobald der Fahrer dem Turbo S E-Hybrid mehr Leistung abfordert oder die Batterien, die die E-Maschine speisen, weitgehend entladen sind, springt der biturbo-geladene Vierliter-V8 an und untermalt seine Tätigkeit mit einem emotional klingenden Motor-Sound. Während der Fahrt sorgt der Verbrenner speziell beim Bremsen für Energierückgewinnung.

Porsche Panamera Innenraum
Sportlich eingerichtet: So sieht es am Arbeitsplatz des Fahrers eines Panamera Sport Turismo aus.
© Hersteller

Wie vom Zuffenhausener Sportwagenhersteller gewohnt, ist die Aufpreisliste lang, denn der Kunde hat viele Möglichkeiten zum Individualisieren, darunter exklusive und 21 Zoll große Design-Räder in seidenglänzendem Platinum für knapp 5.000 Euro oder eine ganz spezielle Außenlackierung für gut 7.700 Euro. Für die Summe der beiden Details gibt es schon nette Kleinwagen, aber das ist hier nicht das Thema.

Ein Kombi von Porsche?

Parallel stellt Porsche den kombiartigen Panamera Sport Turismo vor, "den ersten und einzigen seiner Art im Luxussegment". Passanten halten sich nicht zurück und fragen "ein Kombi von Porsche"? Äh, nein! Oder doch? Nun ja, stimmt schon ein bisschen. Da ist eindeutig das Heckdesign: Der Sport Turismo verfolgt nur bis einschließlich der vorderen Tür (B-Säule) die Linie des "normalen" Panamera. Danach fällt die Dachlinie zum Heck hin weniger ab, verläuft gradliniger, die Heckscheibe steht steiler und an der Kante oben prangt ein großer variabler Heckspoiler, der vom Winkel her drei Einstellungen erlaubt.

520 Liter oder bis zu 1.295 Liter passen beim Hybrid ins Gepäckabteil, beim Verbrenner sind es sogar 1.390 Liter. Porsche spricht von einem um 50 Liter größeren Volumen und betont die im Vergleich zur Limousine niedrigere Ladekante. Die knapp 1,10 Meter lange Ladefläche, Zurrösen und Trennnetz sind weitere Argumente. Wer genau hinschaut, erkennt beim Hybrid außer der Tankklappe rechts auf der gegenüberliegenden Seite den Anschluss für das Ladekabel.

Porsche Panamera Sport Turismo
Porsche Panamera Sport Turismo: Hinter der großen Heckklappe tut sich ein Stauraum von 520 bis 1295 l auf.
© HerstellerZoomansicht

Die Zuffenhausener sprechen beim Sport Turismo vom Vier-plus-eins-Sitzer. Wahlweise hat er zwei Einzelsitze oder eine Dreierbank im Fond. Ansonsten hat sich innen nicht viel getan. Warum auch, alles ist bestens - bis hin zu den ausgezeichneten Sitzen. Und nirgends sind Abstriche bei der Praxistauglichkeit zu machen. Luxus pur strömen je nach Ausstattung Glattleder, Alcantara, Carbon-Dekor und feine Metall-Leisten aus. Ach so, die Preispalette: Sie beginnt bei 97.557 Euro für den Dreiliter-V6 Turbo mit 330 PS und ist Porsche-typisch nach oben ziemlich weit offen.

Übrigens wurde ein Concept-Car des Sport Turismo schon 2012 auf Messen gezeigt, die Serienversion wird nun aber erst ab Anfang Oktober ausgeliefert, weil Porsche diese Karosserievariante auf die neue Panamera-Basis stellen wollte.

Neue Hybriden in Sicht

Vorläufig noch nicht mit Hybrid fahren bei Porsche die zweisitzigen Sportwagen, darunter die 911er-Familie und der Cayman. Beim SUV Macan wird der Plug-in-Hybrid im nächsten Modelljahr erwartet. Im größeren SUV Cayenne wird bisher der Vorläufer-Hybrid angeboten. Aber jetzt sind erst einmal die großen Limousinen-Modelle vom Panamera dran, darunter auch die Langversion "Executive", die in China ausschließlich angeboten wird, sonst als Option.

Ingo Reuss

Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid und Sport Turismo in Kürze:

Wann sie kommen: Im Oktober

Wen sie ins Visier nehmen: Unmittelbare Konkurrenten gibt es kaum. Beim Sport Turismo ist es am ehesten der Mercedes CLS Shooting Brake AMG

Was sie antreibt: V8-Plug-in-Hybrid mit 680 PS. Den Sport Turismo V6- und V8-Benziner von 330 bis 550 PS, V8-Diesel mit 550 PS,V6-Plug-in-Hybrid mit 330 PS

Was sie kosten: Turbo S E-Hybrid ab 185.736 Euro, Sport Turismo ab 97.557 Euro

 

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