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17.07.2017, 14:03

Saubere Lösungen sind gefragt

Wo bleiben die Elektro-Transporter?

Es ist ein lukratives Geschäftsfeld, das sich da abzeichnet. Und doch wird es praktisch noch nicht bedient. Elektrische Transporter der Sprinter- und Crafter-Klasse könnten zum Verkehrsmittel der Wahl werden, wenn es darum geht, die Versorgung der Citys auf saubere und von Fahrverboten unbedrohte Weise zu organisieren. Ein nordrhein-westfälischer Bäckermeister hat sogar eine Selbsthilfegruppe gegründet - und hilfsbereite Partner gefunden.

Renault Master Z.E.
Fährt mit Strom: Renault elektrifiziert den Master. Der französische Transporter soll 200 km Reichweite schaffen.
© Hersteller

Sollten die Nicht-EU6-Diesel tatsächlich per Fahrverbot aus den Citys ausgesperrt werden, dann wird es wohl auch Ausnahmen geben. Lieferanten und Handwerkern dürften die Städte auch weiterhin Zufahrt gewähren, um die innerstädtische Versorgung sicherzustellen. Dabei haben gerade die Fahrzeuge solcher Gewerbetreibenden nicht unbedingt eine weiße Weste. Als das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im vergangenen Jahr nachgemessen hat, überschritt ein Euro-5-Sprinter von Mercedes im Straßenbetrieb den NOx-Grenzwert (280 mg/km) um das 3,7-fache. Ein VW Crafter (mit dem berüchtigten EA-189-Motor) stieß bis zu 2000 mg/km aus, und auch ein Fiat Ducato Euro 5 emittierte in freier Wildbahn viermal mehr NOx als erlaubt.

Work L mit Bäckereikoffer

StreetsSooter Work L
StreetScooter Work L: Der Lieferwagen der Post-Tochter wird zum elektrischen Fahrzeug für Bäcker umgebaut.
© HerstellerZoomansicht

So manchen Gewerbetreibenden beschleicht da ein ungutes Gefühl. Roland Schüren, Bäckermeister aus dem nordrhein-westfälischen Hilden, hat sogar eine Selbsthilfegruppe gegründet, da ihm und seinen Standeskollegen "kein bekannter Automobilhersteller" ein Angebot für einen bezahlbaren Elektrotransporter der Sprinterklasse habe unterbreiten können. Inzwischen sind andere Partner am Werk: Die Post-Tochter StreetScooter baut zwei Fahrgestell-Varianten des "Bakery Vehicle 1" (BV1), außerdem soll der "Work L" mit gesondertem Bäckereikoffer produziert werden. Die Preise sollen bei 38.950 Euro beginnen, davon darf noch die staatliche Förderprämie für Elektroautos in Höhe von 4000 Euro abgezogen werden. Auch im Kastenwagenbereich hat sich eine Lösung gefunden, der E-Umrüster Voltia aus dem tschechischen Bratislava modelt einen Citroën Jumper zum BV1 um. Die ersten Auslieferungen sollen im ersten Quartal 2018 erfolgen.

VW e-Crafter
VW e-Crafter: Auch Volkswagen will ins Geschäft mit elektrischen Transporter einsteigen.
© HerstellerZoomansicht

E-Versionen von Crafter und Sprinter

Das Beispiel StreetScooter zeigt, dass man in der Branche die Zeichen der Zeit erkannt hat. Auch UPS hat sich bereits dem Thema Elektrotransporter zugewandt. Da wollen die etablierten Automobilhersteller das Feld künftig nicht mehr den Start-ups überlassen. Auf der Nutzfahrzeug-IAA 2016 hat VW bereits einen e-Crafter mit 200 km Reichweite vorgestellt, Markteinführung soll noch 2017 sein. Zum Jahresende könnte auch der Renault Master Z.E. mit gleichfalls 200 km Aktionsradius starten. Und Mercedes setzt Vito und Sprinter unter Strom, 150 Millionen Euro sollen investiert werden. Der E-Sprinter wird ab 2018 in Düsseldorf vom Band laufen. Einen ersten Großkunden hat Mercedes schon gewonnen: Der Lieferdienst Hermes will in den nächsten Jahren 1500 Elektrotransporter mit Stern einsetzen.

upr

 

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