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09.03.2017, 20:01

Konzept "Pop.Up" von Airbus und Italdesign

Das Auto geht in die Luft

Darauf warten staugenervte Autofahrer schon lange: Der Wagen müsste sich in die Lüfte erheben und lässig über die Blechschlange mit Bodenhaftung hinwegdüsen können. Auf dem Genfer Automobilsalon (9. bis 19. März) ist ein solches Konzept zu besichtigen. Dahinter stehen illustre Namen.

Mobilitätskonzept Pop.up
Mobilitätskonzept Pop.Up: Hier hat es sich von seiner Bodengruppe getrennt und ist mit dem Luftmodul unterwegs.
© Hersteller

Was macht Airbus eigentlich auf einer Automobilausstellung? Ganz einfach: Das Luftfahrtunternehmen lernt dem Auto das Fliegen. Dazu hat man sich mit Italdesign zusammengetan, einem Designstudio, das zu Audi gehört. Aus der Feder des Mitgründers Giugiaro stammt neben dem Audi 80 oder dem Maserati Bora auch der legendäre DeLorean DMC-12, mit dem anno 1985 Marty McFly und Doc Emmett Brown "Zurück in die Zukunft" geflogen sind.

Man hat also Erfahrung in dem Metier. Auf dem Genfer Automobilsalon präsentieren Airbus und Italdesign nun ein Boden-Luft-System, das Autofahrerträume wahrmacht. Vor allem diejenigen, die sich auf den chronisch verstopften Straßen der Schweizer Metropole Zentimeter für Zentimeter zum Messegelände "Palexpo" vorangequält haben, starren sehnsüchtig auf den "Pop.Up": Der bräuchte definitiv keine Stunde, um fünf Kilometer zurückzulegen.

Auch Senkrechtstarts sind möglich

Zentrales Element des Mobilitätskonzepts ist eine Passagierkapsel aus Karbonfaser, in der zwei Passagiere Platz finden. Normalerweise ist diese "Capsula" an ein Bodenmodul gekoppelt und somit als batteriebetriebenes Stadtwägelchen unterwegs. Bei Bedarf kann sich der Pop.Up aber auch in die Lüfte schwingen. In diesem Fall trennt sich die Kapsel von ihrer Bodengruppe und dockt stattdessen an ein Luftmodul an, das mit acht gegenläufigen Rotoren ausgestattet ist. Damit sind selbst Senkrechtstarts und -landungen möglich.

Mobilitätskonzept Pop.Up
Flugfähig: Zentrales Element ist die Passagierkapsel, daran docken Boden- oder Luftmodul an.
© HerstellerZoomansicht

Um den Modus Operandi selbst müssen sich die Passagiere nicht kümmern. Pop.Up fährt autonom und fliegt autonom, die Insassen können sich während der Fahrt beziehungsweise des Flugs entspannen oder der Arbeit per Laptop widmen. Es ist auch der Computer, der die optimale Transportlösung vorschlägt, wobei er die aktuelle Verkehrssituation, aber auch die Vorlieben und Bedürfnisse der Insassen berücksichtigt. Erscheint es sinnvoll, die Bodenhaftung aufzugeben, wird das Luftmodul herbeibestellt, das an einer Station auf seinen Einsatz gewartet hat.

Zu einer solchen Station fährt nun auch das abgelöste Bodenmodul. Die Depots spielen eine wichtige Rolle im System; nach erledigtem Transportauftrag kehrt auch die Kapsel mit ihrer jeweils angekoppelten Einheit dorthin zurück. An der Station wird aufgeladen, und auf den nächsten Kunden gewartet.

Bestellen und planen per App

Das zukunftsweisende Mobilitätskonzept gleicht letztlich einem Fahrdienst á la Uber, allerdings erweitert um eine Lizenz für die Lüfte. Der Kunde plant und bucht seine Tour mithilfe einer App, dabei lassen sich auch Fahrgemeinschaften organisieren, Pop.Up kalkuliert in diesem Fall einfach einen Zwischenstopp ein, um einen Passagier ein- oder aussteigen zu lassen.

Bei Airbus und Italdesign rechnet man damit, dass das flugfähige Auto schon in etwa zehn Jahren Realität werden könnte. Gut möglich freilich, dass sich Verkehrsstaus in Zukunft einfach nur in die Luft verlagern.

ule

Mobilitätskonzept "Pop.Up" von Airbus und Italdesign
Auto mit Lizenz für die Lüfte
Mobilitätskonzept Pop.Up
Fliegender Wechsel

Dem Stau entfliegen: Wenn es auf der Straße zu eng wird, bedient sich Pop.Up eines Luftmoduls und wird zum Senkrechtstarter.
© Hersteller

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