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08.03.2017, 00:43

2018 kommt ein neuer Wasserstoff-Crossover

Hyundai: Öko-SUV mit Brennstoffzelle

Auf dem Genfer Automobilsalon stellt Hyundai die Studie eines Brennstoffzellen-Crossovers vor, aus dem schon im nächsten Jahr Serienwirklichkeit werden soll. Der FE Fuel Cell ist in wenigen Minuten betankt und schafft eine Reichweite von rund 800 Kilometern. Damit lässt das Öko-SUV selbst die allermeisten Diesel hinter sich.

Hyundai FE Fuel-Cell Concept
Hyundai FE Fuel-Cell Concept: Aus der in Genf gezeigten Crossover-Studie soll schon 2018 Serienwirklichkeit werden.
© Hersteller

Wer "Hyundai" hört, denkt an Automodelle mit verlockendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Zunehmend wird auch attraktives Design assoziiert. Und dem Fußballpublikum ist die Marke als Sponsor von Großereignissen wie WM oder EM ein Begriff.

Mit grünen Technologien werden die Koreaner indes kaum in Verbindung gebracht. Das ist durchaus erstaunlich. Denn Hyundai darf sich rühmen, der im Augenblick einzige Automobilhersteller zu sein, der sämtliche Antriebsformen im Portfolio führt. Konventionelle Diesel- und Benzinmodelle also, mit der Dreifaltigkeit des Ioniq aber auch ein Fahrzeug, das entweder rein batterieelektrisch, als Hybrid und ab Sommer auch als Plug-in-Hybrid erhältlich ist. Selbst die Brennstoffzelle fehlt nicht im Programm: Das SUV ix 35 Fuel Cell - und nicht etwa der Toyota Mirai - ist das erste in Serienproduktion hergestellte Modell gewesen, das mit Wasserstoff fährt.

Kurze Tankzeiten, langstreckenkompatible Reichweiten

Am Antrieb per Brennstoffzelle will man auch künftig festhalten. Der Charme dieser Technologie liegt vor allem darin, dass sie jenem Komfort, den wir vom Verbrennungsmotor her kennen, ziemlich nahe kommt. Die Tankzeiten sind minutenkurz, die Reichweiten langstreckenkompatibel. Vor allem aber tun sich in ökologischer Hinsicht Pluspunkte auf. Wenn in der Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff miteinander reagieren und so Strom erzeugt wird, dann quillt als Emissionsprodukt nur noch Wasserdampf aus dem Auspuff.

Hyundai FE Fuel-Cell Concept
Nutzt Brennstoffzellentechnologie: Das neue Modell wird bei Hyundai den iX 35 Fuel Cell beerben.
© HerstellerZoomansicht

"Wasserstoff ist für uns eine Kerntechnologie", sagt Hyundai-Sprecher Bernhard Voß. "Wenn wir die beherrschen, können wir die anderen Formen des Elektroantriebs relativ einfach ableiten". Nun ist der ix 35 Fuel Cell schon ein etwas älterer Herr. Zeit also, zu gehen und den Platz für einen Nachfolger zu räumen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 soll ein neues Brennstoffzellenmodell auf den Markt kommen. Mit einer Tankfüllung Wasserstoff wird es rund 800 Kilometer weit fahren. Dank gestiegener Energiedichte und effizienterer Arbeitsweise ist das deutlich mehr, als es aktuell noch der ix 35 Cell mit seinen 594 Kilometern Reichweite schafft.

Crossover mit Portaltüren

Wie dessen Nachfolger in etwa aussehen könnte, ist derzeit auf dem Genfer Automobilsalon (Publikumstage 9. bis 19. März) zu besichtigen. Das FE Fuel Cell Concept zeigt sich als puristisch-clean gestylter Crossover mit fließenden Formen, dessen gegenläufig öffnende Portaltüren den Blick in einen topmodernen, von konventionellen Bedienelementen weitestgehend befreiten Innenraum freigeben. Es dominiert Blau, "die Farbe des Wassers", wie Interiordesignerin Tayo Osobu sagt. Dem Zeitgeist entsprechend sind die vier Sitze mit veganem Kunstleder bezogen. Ein Luftbefeuchter nutzt den von der Brennstoffzelle als Abfallprodukt erzeugten Wasserdampf, um das Raumklima zu verbessern; portable und wiederum von der Brennstoffzelle mit "Saft" versorgte Akkus dienen dem Laden von Mobilgeräten. Und im Kofferraum ist ein Elektroroller deponiert, der auf den letzten paar Metern vom Parkplatz bis zum endgültigen Ziel als Transportmedium dient.

Hyundai FE Fuel-Cell Concept Innenraum
Spacig: Das Interieur zeigt sich in Blau getaucht, der Farbe des Wassers.
© HerstellerZoomansicht

So spacig wie in der Studie dürfte sich der Passagierbereich des Serienfahrzeugs zwar nicht darstellen, und auch die Portaltüren werden es nicht in die Wirklichkeit schaffen. Etliche andere Designelemente sollen aber durchaus in das reale Modell einfließen, wie Woong Chul Yang,Leiter des Hyundai-Forschungs- und Entwicklungszentrums und Vice Chairman von Hyundai Motor, sagt.

Mehr Wasserstofftankstellen geplant

Zusammen mit anderen Automobilherstellern wie BMW oder Toyota sowie mit Energieversorgern hat sich Hyundai unlängst zum sogenannten "Hydrogen Council" zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Brennstoffzellentechnologie stärker als bislang zu fördern und vor allem die notwendige Infrastruktur an Wasserstofftankstellen auszubauen. "Wenn es bundesweit entlang der Hauptverkehrsadern 100 solcher Tankstellen gäbe, könnten wir pro Jahr eine vierstellige Zahl an Fuel-Cell-Fahrzeugen verkaufen", ist sich Hyundai-Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick sicher. Derzeit gibt es in Deutschland weniger als 40 Wasserstoffstationen, manche sind nur schwer zugänglich.

Hyundai FE Fuel-Cell Concept Innenraum
Spektakulär: Gegenläufig öffnend Portaltüren geben den Blick aufs spacige Interieur frei.
© uleZoomansicht

Unumstritten ist die Brennstoffzellentechnologie auch in anderer Hinsicht nicht. Zwar fahren wasserstoffbetriebene Fahrzeuge emissionsfrei. Doch die Herstellung von Hydrogen ist energieintensiv, erfolgt sie - wie es derzeit noch meist der Fall ist - mit dem fossilen Brennstoff Erdgas, wird vorgelagert CO2 freigesetzt. Auch Bevorratung und Transport erfordern verhältnismäßig hohen Aufwand. Nicht zuletzt sind die Brennstoffzellenfahrzeuge noch teuer, unter anderem wegen des verbauten Platins. Der Toyota Mirai kostet rund 80.000 Euro, der Hyundai ix 35 kommt auf 65.450 Euro. Auch das neue Öko-SUV dürfte da kaum drunterliegen.

Seine grüne Seite will Hyundai künftig noch intensivier herauskehren. Bis zum Jahr 2020 sind knapp fünfzehn Modelle mit alternativen Antrieben geplant. Neben einem Brennstoffzellen-Fahrzeug zählen vier batterieelektrische Modelle dazu, fünf Hybride und vier Plug-ins.

ule

 

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