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01.02.2017, 17:06

Verbessertes Infotainment - Gestensteuerung - Neue Motoren

Update für den VW Golf

Nach gut vier Jahren seines Daseins erhält der Golf VII ein ausführliches Update. Die dezenten optischen Retuschen offenbaren sich zwar nur Kennern. Bei der Technik aber hat sich umso mehr getan. Es gibt neue Spar-Benziner, und im Stau entlastet der Golf seinen Fahrer durch die Befähigung zum teilautonomen Fahren. Vor allem aber ist die digitale Kommandozentrale des Cockpits mächtig aufgerüstet worden.

VW Golf
Dauerbrenner: Der Golf ist nach wie vor das liebste Auto der Deutschen. Daran hat auch Diesel-Gate nichts geändert.
© Hersteller

Er läuft. Und läuft. Und läuft: Längst kann auch der Golf den legendären Werbeslogan seines Vorgängers, des Käfers, für sich in Anspruch nehmen. Seit über 40 Jahren fährt im Schnitt alle 40 Sekunden ein Exemplar des Dauerbrenners vom Band. Auch Diesel-Gate hat die Beliebtheit des Wolfsburgers nicht wirklich ankratzen können; weltweit sind im vergangenen Jahr fast eine Million "Gölfe" ausgeliefert worden.

Die aktuelle, siebte Generation Golf wird seit Ende 2012 verkauft. Seit gut vier Jahren also; vor dem Hintergrund der rasant beschleunigenden Digitalisierung ist das eine Ewigkeit. Zeit also für ein Update. Noch nie sind Modellwechsel beim Golf mit radikalen Stilbrüchen einhergegangen, Facelifts schon gleich gar nicht, und so muss man auch diesmal genau hinsehen, um die Retuschen zu verifizieren: Es gibt neue Stoßfänger sowie serienmäßige LED-Rückleuchten, zudem trifft den Betrachter ein intensivierter Blick aus (optionalen) Voll-LED-Scheinwerfern.

Weg mit dem Drehknopf

VW Golf
VW Golf VII: Optional bzw. in den Topmodellen serienmäßig gibt es jetzt Voll-LED-Scheinwerfer.
© HerstellerZoomansicht

Stärker als die Designer durften die Spezialisten fürs Digitale ran an den Golf. Alle drei Infotainmentsysteme bekommen ein neues Design und größere Touchscreens. Krone der Schöpfung ist hier das Topsystem "Discover Pro" für stolze 2385 Euro, das nun mit einem 9,2-Zoll-Screen arbeitet. "Wie ein eingebautes Tablet" sehe das edle Teil aus, findet Entwicklungschef Frank Welsch, und wie ein Tablet funktioniert es auch. Vergeblich sucht die Generation Drehknopf nach den vertrauten runden Bedienelementen, stattdessen darf "getoucht" werden oder fingergezeigt. Per Annäherungssensor aufgeweckt melden sich die entsprechenden Funktionen geradezu übereifrig zum Dienst. Ganz neu ist eine Gestensteuerung, mittels Wischgeste kann man sich durch horizontal angeordnete Menüpunkte blättern. Ein noch etwas launisches Extra, das nicht immer perfekt funktioniert. "Wir wissen, dass die einen so eine Gestensteuerung toll finden und andere nicht", sagt Welsch. Deshalb gibt es noch andere Wege zum Ziel, beispielsweise eine Sprachsteuerung, die tatsächlich bestens arbeitet.

Verpetzt unfolgsame Fahranfänger

Rechts der große Touchscreen, hinterm Lenkrad das voll digitalisierte und frei konfigurierbare Kombiinstrument des Active Info Displays mit seinem 12,3-Zoll-Farbbildschirm: Was die geradezu cineastische Kommandozentrale betrifft, ist der Golf in der Zukunft angekommen. Weitere neue Errungenschaften des digital-vernetzten Zeitalters sind die Car-Net-Dienste zum Thema "Security & Service", die beispielsweise im Falle eines Einbruchsversuchs einen Warnhinweis schicken. "Gebietsbenachrichtigung" bzw. "Geschwindigkeitsbenachrichtigung" wiederum melden sich, wenn der Golf ein bestimmtes Gebiet erreicht oder verlässt bzw. wenn er ein vordefiniertes Tempo überschreitet. Harte Zeiten für unfolgsame Fahranfänger in der Familie, deren Missetaten das Auto mal locker an die Eltern verpetzt.

Schon eher könnten die Kids die Kombination aus "DoorBird" und "MirrorLink" schätzen: Sie ermöglicht es, aus dem Wagen heraus per Video mit Personen in Verbindung zu treten, die daheim vor der Haustür stehen. Hat der Nachwuchs also den Hausschlüssel vergessen, kann aus der Ferne Einlass gewährt werden.

Stauassistent bis 60 km/h

Das elektronische Dienstpersonal der Assistenzsysteme wird durch die Befähigung zum teilautonomen Fahren im Stau (Stauassistent) aufgestockt, bis Tempo 60 bremst, beschleunigt und lenkt der Golf selbstständig, allerdings muss der Fahrer in regelmäßigen Abständen die Hand ans Lenkrad legen.

VW Golf Interieur
Digital aufgerüstet: Mit Active Info Display (hinterm Lenkrad) und Edel-Infotainment Discover Pro samt 9,3-Zoll-Touchscreen.

Das Motorenangebot bleibt so umfangreich wie gehabt. Sämtliche Aggregate werden serienmäßig mit Start-Stopp-System und Rekuperationsmodus gekoppelt. Neu im Programm ist der Einstiegs-Dreizylinder 1.0 TSI mit 85 PS und 175 Nm, pro 100 km verfrühstückt er 4,8 l. Außerdem erfährt der bisher angebotene 1,4-l-TSI Ablösung: Vom 150 PS starken 1.5 TSI Evo, einem Vierzylinder mit variabler Zylinderabschaltung und einem Norm-Mix von 5,0 l/100 km. Etwas später folgt eine BlueMotion-Variante dieses Triebwerks, dann mit 130 PS. "Unser Spar-Leuchtturm" sagt Entwicklungschef Welsch zufrieden, denn diese kleinere Version soll sich mit 4,6 l/100 km zufriedengeben. Da wird es immer schwieriger, Argumente für den Diesel zu finden, der sich freilich dennoch im Portfolio hält, ebenso wie eine Erdgasvariante (TGI), ein Plug-in-Hybrid (GTE) und der Elektro-Golf.

Mehr Power für den GTI

Ganz nebenbei ist auch der GTI erstarkt, er leistet jetzt 230 PS, die Performance-Ausführung bringt es gar auf 245 Pferdestärken. Allerdings bleibt es im Falle des Kult-Renners beim 6-G-Doppelkupplungsgetriebe, während für die zivileren Gölfe schon das neue 7-G-DSG zur Verfügung steht.

VW Golf
Serienmäßig: Alle Golf-Varianten werden künftig mit LED-Rückleuchten ausgestattet.
© HerstellerZoomansicht

Die Kontaktaufnahme mit dem upgedateten Golf untermauert die Erkenntnis, dass der Mensch mehr Auto schlicht nicht braucht. Perfekte Haptik, ungetrübte Qualitätsanmutung, souveräner Federungskomfort, krisenfestes Fahrverhalten - Golf bleibt Golf bleibt Golf.

Allerdings enteilt der Wolfsburger schnell in Preisregionen, die kräftig schlucken lassen. Das zweitürige Basismodell in Trendline-Ausstattung (u.a. Klimaanlage, Infotainment "Composition Colour", Müdigkeitserkennung, Start-Stopp-System) kostet zwar nur 17.850 Euro. Bloß - wer kauft das schon? Wird der neue 1,5-l-TSI plus Comfortline-Ausstattung plus DSG gewählt, sind schon 26.125 Euro erreicht. Kommen da noch nette Extras wie Voll-LEDs, Active Info Display, das schicke Discover-Pro-Infotainment und das eine oder andere Assistenzsysteme dazu, hat der erschrockene Kunde locker das 40.000-Euro-Limit pulverisiert.

Auch Kombi und Sportsvan geliftet

Das Golf-Update betrifft übrigens alle Modellvarianten - also auch den Kombi "Variant", den allradgetriebenen "Alltrack" und, später im Jahr, den Sportsvan. Desgleichen den bereits erwähnten E-Golf, dessen Aktionsradius auf 300 km ausgedehnt wurde. Auch alternativ angetrieben läuft der Golf. Und läuft. Und läuft.

Ulla Ellmer

VW Golf in Kürze:

Wann er kommt: Im Frühjahr 2017

Wen er ins Visier nimmt: Die kompakte Konkurrenz von Opel Astra über Ford Focus, Seat Leon, Renault Mégane bis hin zum 1er BMW und der Mercedes A-Klasse

Was ihn antreibt: Benziner von 85 bis 230 PS (GTI), TDI-Diesel von 115 bis 184 PS (GTD), Erdgas-Variante TGI mit 110 PS

Was er kostet: Ab 17.850 Euro

Was noch folgt: Updates für den Plug-in-Hybrid GTE, den Elektro-Golf und den Sportsvan. Ein sportlicher Golf R. Und eine sparsame Bluemotion-Variante des 1,5 TSI, dann mit 130 PS

Von Gestensteuerung bis Staufolgefahren
Das bietet der neue Golf
Golf GTI
Update für das Lieblingsauto der Deutschen

Golf GTI: Auch der kultige Renner im Programm profitiert vom Update. Er leistet jetzt 230 PS, als "Performance"-Version macht er sogar 245 Pferdestärken locker.
© Hersteller

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