Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
30.03.2016, 14:46

Ikonischer Supersportwagen

Jaguar XKSS: Nach sechzig Jahren auferstanden

Es war einer der Tage, an denen leidenschaftlichen Autofans das Herz blutete: Am 12. Februar 1957 ging das Jaguar-Werk Browns Lane im englischen Whitley in Flammen auf. Zu den 270 Autos, die dem Brand zum Opfer fielen, zählten neun noch nicht fertig gestellte Exemplare des Supersportwagens XKSS. Jetzt werden sie doch gebaut - und anschließend zu einem atemberaubenden Preis verkauft.

Jaguar XKSS
Jaguar XKSS: Neun Exemplare des Klassikers bekommen jetzt ein neues Leben geschenkt. Sie gehen an ausgesuchte Kunden.

Jaguar zählt zu den Marken, die das besitzen, wonach so mancher Emporkömmling unter den Automobilherstellern nur allzu sehnsuchtsvoll strebt: Eine glanzvolle Geschichte. Und im gleichen Maße, wie die Briten mit neuen Modellen wie der Sportlimousine XE oder dem SUV F-Pace ihren aktuellen Beliebtheitsgrad nach oben schrauben, hegen und pflegen sie sorgsam das, was man unter "Heritage" versteht: das klassische Erbe.

Dazu gehört ein Projekt, das man in der vergangenen Woche auf der New York Autoshow (bis 3. April) angekündigt hat. Neun bei einem Brand zerstörte Jaguar XKSS sollen jetzt doch gebaut werden. Keine Replikas also, sondern Originale , deren Fertigung in Handarbeit sowie nach Originalplänen erfolgt und die sich mit fortlaufenden Seriennummern schmücken dürfen. Dabei bedient sich Jaguar der Erfahrungen, die man mit dem Nachbau von sechs originalgetreuen E-Type Lightweight anno 2014/2015 gemacht hat.

Jaguar XKSS
Basiert auf dem Le-Mans-Sieger: Der XKSS wurde vom legendären Jaguar D-Type abgeleitet.
© HerstellerZoomansicht

Dreifach-Sieg in Le Mans

Die Basis für den XKSS stellte seinerzeit der legendäre Jaguar D-Type, der sich in drei aufeinander folgenden Jahren - 1955, 1956 und 1957 - den Sieg in Le Mans geholt hatte. Der gelungene Hattrick änderte allerdings nichts an dem Entschluss der Marke, sich aus dem Motorsport zurückzuziehen. Den 25 noch verbliebenen D-Type-Monocoques war trotzdem eine Zukunft beschieden. Jaguar-Chef Sir William Lyons bestimmte, dass sie zu den weltweit ersten Supersportwagen umgebaut werden und den Namen XKSS tragen sollten. Damit verbunden waren einige Modifikationen, um die Straßenzulassung zu bekommen - beispielsweise eine höher gezogene Windschutzscheibe mit Chromrahmen, Seitenscheiben, eine Beifahrertür, Stoßstangen, geänderte Scheinwerfer und Rückleuchten sowie die Amputation der klassischen D-Type-Heckflosse. Außerdem wurde ein Stoffverdeck installiert, das - O-Ton Jaguar - "etwas Schutz" vor Wind und Regen bieten sollte. Unangetastet blieb die Motorisierung: Der 236 PS starke 3,4-l-Sechszylinder ermöglichte eine für die damalige Zeit höchst beeindruckende Topspeed von 230 km/h.

Prominenter Fan: Steve McQueen

Steve McQueen
Leidenschaftlicher Fan: Filmstar Steve McQueen zählte zu den glücklichen Besitzern eines CKSS.
© ConceptCarz.comZoomansicht

Während es 16 Exemplare des XKSS noch zu ihren Kunden in die USA schafften, wurden die letzten neun ein Raub der Flammen. Zu den auserlesenen Besitzern eines XKSS zählte US-Schauspieler Steve McQueen, leidenschaftlicher Motorsport-Enthusiast und selbst rennsportlich aktiv. McQueen hatte den eleganten Renner 1958 gebraucht erworben und 1969 an den Casinobesitzer William Harrah weiterverkauft. Ein Deal, den er allerdings so sehr bereute, dass er den XKSS ein paar Jahre zum doppelten Preis zurückkaufte - für zehntausend Dollar. Inzwischen ist der Wagen im Petersen Museum in Los Angeles ausgestellt und umgerechnet gut 26 Millionen Euro wert. Überhaupt sind die meisten der 16 Originalexemplare erhalten geblieben, bei Auktionen dürften sie Werte um 4,5 Millionen Euro erzielen.

Begehrt bei Sammlern

Auch die jetzt neu aufgelegten XKSS-Modelle werden nicht zum Schnäppchenpreis verkauft. "Der XKSS hat einen besonderen Platz in der Jaguar-Geschichte und wird aufgrund seiner Exklusivität und seines unverwechselbaren Designs weltweit von Sammlern begehrt", weiß Tim Hanning, Direktor Jaguar Land Rover Classic. Mit Geschichte lässt sich gutes Geld verdienen: Wenn die fertiggestellten Klassiker Anfang 2017 an "ausgesuchte Kunden und Sammler" abgegeben werden, dann wird dies zu einem Stückpreis von rund einer Million Pfund geschehen - umgerechnet also etwa 1,27 Mio. Euro. Es bleibt die Erkenntnis, dass sich ein blutendes Herz mitunter heilen lässt - und sei es unter dem Aufwand von Millionen.

ule

 

kicker-sportmagazin

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

Schlagzeilen

   
google+ Google+ aktivieren
dauerhaft aktivieren

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re: Wettbüro Drei geöffnet: 13.Spieltag 2016/2017 von: BridgetW - 02.12.16, 20:02 - 0 mal gelesen
Re: Premiumverein von: alemao82 - 02.12.16, 20:00 - 5 mal gelesen
Re: Wettbüro Drei geöffnet: 13.Spieltag 2016/2017 von: Ulimo - 02.12.16, 20:00 - 6 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
20:00 SKYS2 Handball: Velux EHF Champions League
 
20:15 EURO Ski alpin
 
20:30 SKYBU Live Fußball: 2. Bundesliga
 
20:35 SDTV Nottingham Forest - Newcastle United
 
21:00 SKYBU Fußball: 2. Bundesliga
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun