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19.03.2016, 15:05

SUV meets Cabriolet

Range Rover Evoque Cabrio: Luftig ins Gelände

Land Rover fügt zusammen, was bislang nicht unbedingt zusammengehört hat: Mutig kreuzen die Briten SUV und Cabrio zum offenen Evoque. Ein Konzept, das vielversprechend erscheint. Schon 1500 Interessenten haben eine Vorbestellung aufgegeben - ganz ohne Probefahrt. Dabei ist das Evoque Cabriolet alles andere als ein Schnäppchen.

Range Rover Evoque Cabriolet
Schnee-Sturm: Souverän pflügt das Evoque Cabrio auch durch tief verschneites Terrain. Preislich startet es bei 51.200 Euro.
© Hersteller

Dass sich die Cabrio-Zulassungszahlen im Sinkflug befinden, liegt auch daran, dass lifestylebewusste Kunden ihre Begehrlichkeit eher auf die schicken SUVs richten. Vor allem Frauen steigen vom luftigen "Convertible" um auf eines der dicken Dinger mit den praktischen Alltagseigenschaften. Da liegt es nahe, beide Fahrzeuggattungen zu vereinen. Schon 2011 hat Range Rover auf dem Genfer Automobilsalon die Studie eines offenen Evoque gezeigt und nach eigenem Bekunden "eine überwältigend positive Reaktion" erfahren. Kein Wunder: Was wirklich gut läuft auf dem Cabrio-Sektor, ist im Premium-Segment unterwegs - just dort, wo auch die feine Briten-Marke ihre Heimat hat.

Jetzt steht das Evoque Cabriolet also serienfertig bereit, um - rechtzeitig zur Sommersaison - am 4. Juni an den Start zu gehen. Wie ungewöhnlich das Konzept eines offenen SUVs ist, lässt sich auf ersten Probefahrten an der Körpersprache des Publikums ablesen. Weit aufgerissene Augen folgen dem Weg des Luftikusses mit der auffallend hohen Schulterlinie, ruckartig wenden sich Köpfe, und der Limousinenfahrer auf der Nebenspur verpasst vor lauter Staunen glatt den Ampelstart.

Range Rover Evoque Cabrio
Gut aufgehoben: Die hohe Gürtellinie sowie Sitz- und Lenkradheizung ermöglichen Offenfahren auch bei Kälte.
© HerstellerZoomansicht

Das geht: Offen Fahren auch bei Kälte

Beim Cabrio ersetzt ein Stoffverdeck das Blechdach des geschlossenen Modells. Auch ein Stahlklappdach sei im Gespräch gewesen, sagt Entwicklungschef Wolfgang Epple. Aus Platz- und Gewichtsgründen habe man sich aber für die textile Lösung erschienen. Die Stoffkapuze fährt innerhalb von 18 Sekunden zurück; um sich über den Häuptern der Insassen wieder zu schließen, dauert es etwas länger, dieser Vorgang nimmt 21 Sekunden in Anspruch. Beide Verdeckbewegungen sind bis zu einem Tempo von 48 km/h möglich. Die erwähnt hohe Gürtellinie umfängt die Insassen schützend; mit hochgefahrenen Seitenscheiben, aufgestelltem Windschott (300 Euro) und vollem Wärmeprogramm aus Heizung, Sitz- und Lenkraderwärmung lässt es sich selbst bei winterlichen Temperaturen und selbst auf der Autobahn erstaunlich lauschig und zugfrei offen fahren. Was es nicht gibt, ist ein Nackenfön - der dazu erforderliche Aufwand an den Sitzen sei schlicht zu hoch gewesen, erklärt Wolfgang Epple.

Bis zu vier Personen finden Platz im offenen Evoque, allerdings geht es im Fond verhältnismäßig knapp zu. Auch das Kofferraumvolumen (251 l) erreicht nicht die Dimensionen des geschlossenen Modells (420 bis 1350 l), bietet für Cabrio-Verhältnisse aber noch ein recht ordentliches Maß auf. Der Zugriff erfolgt über eine Luke mit einigermaßen hoher Ladekante. Wintersportliche Unternehmungen unterstützt das Evoque Cabriolet mittels einer Skidurchreiche.

Exzellente Geländeeigenschaften

Die Piste respektive die Berghütte darf ruhig abseits asphaltierter Pfade liegen, denn was die exzellenten Geländeeigenschaften betrifft, steht der offene Evoque seinen Brüdern in nichts nach. Gekonnt und in gewohnt beispielhafter Land Rover-Manier klettert und kraxelt das SUV-Cabriolet über kritisches Terrain, pflügt mit unerschütterlicher Krisenfestigkeit durch Schlamm oder Tiefschnee und meistert anspruchsvolle Wasserdurchfahrten. Serienmäßig bedient sich der Brite dabei Allradantriebs, ferner werden Systeme wie Terrain Response (passt die wichtigsten Fahrzeugsysteme dem Untergrund an), die Offroadsteuerung All-Terrain Progress Control (275 Euro, lässt den Evoque mit voreingestellter Geschwindigkeit und ohne Gas- und Bremseingriffe durchs Gelände streifen) oder das Wade-Sensing-System (350 Euro, für Wasserdurchfahrten) unterstützend aktiv.

Range Rover Evoque Cabriolet
Hoch das Bein: Was die Fähigkeiten zum Klettern und Kraxeln betrifft, ist das Cabrio bestens aufgestellt.
© HerstellerZoomansicht

"Die größte Herausforderung" sei es gewesen, das Cabrio ebenso verwindungssteif und stabil zu machen wie das Coupé, ohne dabei allzu viel an Gewicht draufzupacken, sagt Entwicklungschef Epple. Die diversen Verstärkungen und das Verdeckkonstrukt haben dennoch zu etwa 200 Kilo mehr auf den Rippen der Alu-Leichtbau-Karosserie geführt. Doch das ist zu verschmerzen, zumal sich der betriebene Aufwand nicht nur in den erwähnt hervorragenden Geländeeigenschaften niederschlägt, sondern auch in bemerkenswert sanftmütigem Umgang mit Schlaglöchern, Querfugen oder Frostschäden im Asphalt.

Neungangautomatik serienmäßig

Zumindest in Deutschland dürften sich die meisten Kunden für den Zweiliter-Diesel mit 180 PS entscheiden, der den offenen Evoque dank eines schon bei 1750/min anliegenden Drehmoments von 430 Nm nachdrücklich anschiebt und eine Topspeed von 195 km/h ermöglicht. Ein Sportwagen ist dieses SUV-Cabrio nicht und will es auch nicht sein, seine Stärke liegt im komfortablen Cruisen und souveränen Geländeritt. Wer mit weniger Diesel-Leistung zufrieden ist, mag zum 150-PS-Selbstzünder greifen, dem ebenfalls ein Normverbrauch von 5,7 l/100 km zugeschrieben wird. Auf ersten Probefahrten mit dem stärkeren Diesel zeigte der Bordcomputer indes einen Wert von 9,8 l/100 km an. Eher ein Nischendasein dürfte hierzulande dem Zweiliter-Benziner mit 240 PS und 340 Nm Drehmoment beschieden sein. Alle drei Motoren arbeiten serienmäßig mit einer Neungang-Automatik von ZF zusammen, die ihren Dienst mit der dezenten Zurückhaltung eines britischen Butlers verrichtet.

Auch der Innenraum erinnert an den Luxus eines Herrenhauses; Lederausstattung, elektrisch verstellbare Sitze, Zweizonen-Klimaautomatik, ein digitales 380-Watt-Klangsystem sowie das neue Infotainmentsystem in Kombination mit 10,2-Zoll-Touchscreen, Bluetooth-Audiostreaming und Telefonanbindung sind serienmäßig. Gegen Aufpreis lassen sich beispielsweise Head-up-Display, eine programmierbare Standheizung, ein auf 600 Watt verstärktes Klangsystem, diverse Assistenzsysteme und eine abnehmbare Anhängerkupplung ordern. Die Anhängelast beträgt 1,5 Tonnen.

Range Rover Evoque Cabrio Kofferraum
Ladeluke: Das Gepäckabteil fasst 251 Liter. Zusätzlich gibt es eine Skidurchreiche.
© HerstellerZoomansicht

Zum Schauplatz für die Fahrpräsentation des Evoque Cabriolets hat Land Rover den mondänen französischen Skiort Courchevel auserkoren - vielleicht auch mit dem Hintergedanken, dem finanzstarken Publikum das offene SUV schon mal als Appetithappen vorzuführen. Eine gewisse Solvenz sollten Kunden nämlich mitbringen: Der kleine Diesel startet bei 51.200 Euro, der stärkere bei 54.100 Euro und der Benziner bei 55.100 Euro.

VW hat abgeschaut

Land Rover ist nicht der erste Hersteller, der auf die Idee eines SUV-Cabriolets verfallen ist. Nissan hat dies bereits 2011 mit dem offenen Murano versucht, der ästhetisch jedoch eher unbefriedigend auftrat und 2015 - kaum betrauert - wieder beerdigt wurde. Ziemlich ungeniert hat indes VW das Evoque-Konzept aufgegriffen und auf dem Genfer Salon die bemerkenswert ähnliche - wenn auch kleinere - Studie T-Cross Breeze vorgestellt. Das mag durchaus als Zeichen dafür gelten, dass man auch von anderer Seite auf die Erfolgsaussichten eines offenen SUVs vertraut.

Ulla Ellmer

 

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