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10.03.2016, 17:18

Die Zukunft ist schon da

Mercedes E-Klasse: Führung in der Premium-Liga

An dieser E-Klasse werden sich 5er BMW und Audi A6 schwer abarbeiten: Die jüngste und zehnte Generation der schwäbischen Business-Limousine kann Dinge, die man vor gar nicht langer Zeit noch in einer fernen Zukunft verortet hätte. Das Cockpit ist buchstäblich ganz großes Kino. Und beim autonomen Fahren hat der E-Mercedes einen Riesenschritt nach vorn getan.

Mercedes E-Klasse
Neue Mercedes E-Klasse: In vielen Belangen setzt die Business-Limousine Maßstäbe. Nah dran ist sie am autonomen Fahren.
© Hersteller

Ausgerechnet die E-Klasse: Eine Baureihe, die ganz gern mal als Rentnermobil oder Taxikutsche abqualifiziert wird, zeigt sich in einem Maße modern, wie es derzeit kein Konkurrent schafft. Auch nicht die Premium-Mitbewerber aus München und Ingolstadt, die erst Anfang bzw. Ende 2017 neu auf den Markt kommen.

"Biedermann" ist so ziemlich das letzte Argument, das sich die intern "W213" genannte Limousine gefallen lassen muss. Stilistisch wagt sie keine Experimente, das nicht. Aber sie nimmt gekonnt den sportlich-eleganten Auftritt der C- und der S-Klasse auf. Langweilig sieht definitiv anders aus. Bei Radstand und Länge hat die E-Klasse etwas zugelegt, sie misst jetzt 4,92 m und bietet mit 0,23 einen sehr guten Luftwiderstandsbeiwert.

Einsteigen und staunen

Also: Tür öffnen, einsteigen - und staunen! Das digitale Cockpit ist buchstäblich ganz großes Kino. Zwei großformatige 12,3-Zoll-Displays fügen sich optisch unter einem gemeinsamen Deckglas zu einer Art Riesen-iPad im Querformat zusammen. Gestochen scharf und brilliant visualiert dieser "Widescreen" alle relevanten Infos von den Fahrdaten übers Navi bis hin zur Musikauswahl. Auch beim Bedienkonzept eröffnet Mercedes neue Möglichkeiten: Neben dem schon bislang bekannten und in der Mittelkonsole positionierten Dreh-Drück-Regler samt Touchpad zur handschriftlichen Befehlseingabe, der Linguatronic-Sprachsteuerung und - erfreulicherweise - noch immer etlichen Direktschaltern gibt es jetzt zwei kleine "Touch Control"-Flächen im Lenkrad. Wie beim Smartphone wischt der Daumen auf ihnen hin und her bzw. auf und ab, ein Vorgehen, das denkbar intuitiv erfolgt und den großen Vorteil birgt, dass die Hände brav am Lenkrad bleiben.

E-Klasse Digitales Cockpit
Digitales Cockpit in der E-Klasse: Zwei große Bildschirme fügen sich unter einem gemeinsamen Deckglas zu einem Widescreen.
© Hersteller

Überflüssig zu erwähnen, dass die supermoderne Instrumentierung in einem Umfeld installiert wurde, dem es nicht an Luxus und Exklusivität gebricht. Offenporige Hölzer, schmeichelweiches Leder, beheizbare Armauflagen, Raumbeduftung, Ambientebeleuchtung mit 64 Farben - wer entsprechend investiert, bekommt "Wohnkomfort" vom Feinsten.

Schon nah am autonomen Fahren

Nicht lange ist es her, da galt es schon als eindrucksvolles Aha-Erlebnis, vom Beifahrersitz aus an einer autonomen Autofahrt teilzuhaben. Wenn die E-Klasse im April auf den Markt kommt, wird etliches aus diesem Kompetenzgebiet den ganz normalen Alltag erleichtern. Im Fahrerassistenzpaket "Drive Pilot" (Kostenpunkt: 2856 Euro) hat Mercedes etliche Fähigkeiten zum teilautonomen Fahren zusammengefasst, die sich auf Hilfsmittel wie Radar, zahlreiche Sensoren und eine Stereokamera stützen. Die E-Klasse hält sich nicht nur selbstständig an Geschwindigkeitsbegrenzungen und bleibt automatisch auf Distanz zum Vordermann, sondern sie folgt ihm auch, dies bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h. Sofern Kurven nicht allzu scharf ausfallen, werden sie dank des "Lenk-Piloten" ohne Zutun des Fahrers gemeistert. Bis zu Tempo 130 hat die E-Klasse nicht einmal mehr eindeutige Spurmarkierungen nötig, um aktiv mitlenken zu können. Auch den Überholvorgang beherrscht sie schon fast autonom. Es genügt, für mehr als zwei Sekunden den Blinker zu setzen, und das Fahrzeug schert nach links aus. Das Wiedereinordnen nach rechts erfolgt auf die gleiche Weise. Sollte ein anderes Auto bedenklich im Wege sein, wird kein Spurwechsel eingeleitet; stattdessen meldet sich der Tote-Winkel-Warner zu Wort. Auch beim Stopp & Go im Stau hat's der Fahrer noch leichter, hier setzt sich die E-Klasse automatisch wieder in Gang, sofern der Halt nicht länger als 30 Sekunden gedauert hat.

Mercedes E-Klasse
Bewährtes Vorbild: Stilistisch orientiert sich die E-Klasse an der kleineren C- und der größeren S-Klasse.
© HerstellerZoomansicht

Vorbildliches Sicherheitsniveau

Darf man jetzt also E-Mails lesen, die Zeitung studieren oder ein Schläfchen halten? So weit ist es noch nicht, denn das Gesetz will es, dass der Fahrer in regelmäßigen Abständen die Hand ans Lenkrad legt und sich so zum Dienst meldet. Tut er das nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit, gibt er auch keine Lebenszeichen in Form von Bremsen, Gasgeben oder Lenkbewegungen von sich, dann bremst die E-Klasse selbstständig bis zum Stand herunter - es könnte ja sein, dass ein medizinischer Notfall vorliegt. Dabei bleibt sie zwar in der Spur, setzt aber die Warnblinkanlage, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Auch wenn der Wagen auf ein Stauende aufläuft, setzt er vorausschauend seine Geschwindigkeit herab. Und er stoppt nötigenfalls, um Kollisionen mit querenden Fahrzeugen oder auch Fußgängern zu vermeiden.

"Remote Parking" heißt eine weitere Funktion, die den Alltag spürbar vereinfacht. Via Smartphone lässt sich die Limousine von extern ein- und ausparken: Keine körperlichen Verrenkungen beim Aussteigen in engen Parklücken mehr, ebensowenig in einer von Gartengerätschaften zugestellten Garage.

Macht Spaß: Diesel im E 220 d

Der Marktstart im April erfolgt mit einer verhältnismäßig bescheidenen Motorenauswahl: Nur der E 200 mit Vierzylinder-Benziner und 184 PS sowie der E 220 d stehen dann bereit. Letzterer aber verdient einen näheren Blick, denn es handelt sich dabei um einen völlig neu entwickelten Vierzylinder-Diesel. Mit seinen 194 PS und 400 Nm Drehmoment benimmt er sich so kultiviert, überraschend aufgeweckt und souverän, dass kaum noch der Wunsch nach mehr Leistung aufkommt. Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist nach 7,3 sec abgehakt, als Spitze werden 240 km/h vorgelegt. Mercedes verheißt einen Normverbrauch von 3,9 l/100 km - ein Wert, der wohl nur auf dem Prüfstand zu erreichen ist. Bei nicht allzu forderndem Gasfuß belässt es der E 220 d aber auch in der Praxis bei Werten um die sechs Liter, und das ist angesichts eines Lebendgewichts von 1680 kg wahrlich kein Grund zu meckern.

Später folgen weitere Motorisierungsvarianten, etwa der Sechszylinder-Diesel E 350 d (258 PS) sowie ein Einstiegs-Diesel mit 150 PS. Auch das Angebot an Benzinern wird noch erweitert: Mit den Vierzylindern E 200 (184 PS), E 300 (245 PS) und dem Sechszylinder E 400 4Matic (333 PS). Im Herbst kommt außerdem der Plug-in-Hybrid E 350 e, der eine Systemleistung von 286 PS erbringt und rund 30 km rein elektrisches Fahren ermöglicht. Etwa zur gleichen Zeit legt zudem der Kombi (T-Modell) los.

Remote Parking
Remote Parking: Über eine Smartphone-App lässt sich der Wagen von extern in Garage oder Parklücke steuern.
© HerstellerZoomansicht

So nobel, wie sie eingerichtet ist, gibt sich die schwäbische Business-Limousine auch beim Fahrkomfort. Der ist selbst in dieser Klasse beispielhaft und lässt sich durch die optionale Mehrkammer-Luftfederung "Air Body Control" noch zusätzlich verfeinern. Ausgehend von einer betont kommoden Grundfederung bei niedrigem Tempo erhöht sie die Fahrstabilität parallel zur gefahrenen Geschwindigkeit. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und exakt, eine 9-G-Automatik sortiert mit unmerklicher Präzision die Gänge, die hervorragende Geräuschdämmung lässt Störgeräusche aus der Außenwelt kaum ans Ohr der Passagiere dringen.

Das meiste kostet extra

Die meisten der genannten Ausstattungs-Highlights sind freilich extra zu bezahlen. Das Basismodell hat keinen der beiden Riesenbildschirme zu bieten, sondern nur einen 8,4-Zoll-Screen, an Assistenzsystemen sind lediglich der Aktive Brems-Assi und der Müdigkeitswarner "Attention Assist" serienmäßig. Allein das digitale Widescreen-Cockpit kostet 3094 Euro, denn es kann nur in Kombination mit dem Online-System "Comand" gebucht werden. Wer den dicken Wälzer der Aufpreisliste zur Hand nimmt und eifrig Häkchen setzt, kommt also leicht und locker auf 70.000 Euro. Mit dem Basispreis von 45.303 (E 200) hat das dann nicht mehr viel zu tun.

Ulla Ellmer

Digitales Cockpit, nah dran am autonomen Fahren
Mercedes: Das ist die neue E-Klasse
Mercedes E-Klasse
Dieser Mercedes setzt Maßstäbe

Zehnte Generation am Start: Die E-Klasse ist eine ebenso feste wie wichtige Größe im Mercedes-Programm.
© Hersteller

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10.03.16
 

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