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04.03.2016, 13:49

Das Stärkste unter den Diesel-SUVs

SQ7 TDI: Dieser Audi killt das Turboloch

Mit dem SQ7 bekommt jetzt auch Audis XL-SUV ein extrascharfes Derivat. Das bis zu siebensitzige Großformat gibt sich allzeit bereit für schnelle Sprints: Ein elektrisch angetriebener Verdichter beamt das berüchtigte Turboloch zurück in eine ferne Vergangenheit. Und so sorgt der Vierliter-Achtzylinder mit seinen 435 PS für Fahrleistungen, die eines Sportwagens würdig sind.

Audi SQ7 TDI
Audi SQ7 TDI: Ein elektrisch angetriebener Verdichter macht dem Turboloch den Garaus.
© HerstellerZoomansicht

Der Diesel, speziell der aus dem Volkswagen-Konzernregal, hat es nicht leicht gehabt in letzter Zeit. Zumindest in Europa lassen sich die Autokäufer aber nicht in nennenswertem Maß abbringen vom Selbstzünder. Und werden, sofern sie leistungsaffin denken und mit gewissem Zahlungsvermögen ausgestattet sind, von Audi jetzt mit einem besonderen Sahnestück der Gattung "D" bedient. Der SQ7 TDI ist nicht nur das erste sportliche S-Modell der großen SUV-Baureihe. Audi ernennt ihn außerdem zum "stärksten Diesel-SUV auf dem Markt".

V8 mit Bärenkräften

Seit im Jahr 2012 der V12 TDI aus dem Programm komplimentiert wurde, rekrutiert sich das Q7-Portfolio "nur" noch aus Sechszylindern. Dem einen oder anderen Kunden mag das nicht genügen. Der SQ7 TDI nutzt einen neu entwickelten V8 mit vier Litern Hubraum, 435 PS und 900 Nm Drehmoment, dessen Fahrdaten sich schon auf dem Papier eindrucksvoll ausnehmen: Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt. Das dürfte selbst Sportwagenfahrern Ehrfurcht abnötigen. Was eine solch sportliche Wuchtbrumme an Kraftstoff konsumiert, ist den solventen Besitzern vermutlich nur einen kurzen Blick wert. Der Ordnung halber sei dennoch darauf hingewiesen, dass Audi (wohl recht optimistisch) 7,4 l/100 km in Aussicht stellt, was einer CO2-Emission von 194 g/km entspricht.

Audi SQ7
Wuchtbrumme mit 435 PS: Der SQ7 TDI arbeitet mit einem bärenstarken V8.
© HerstellerZoomansicht

Mit einem als "Weltneuheit" deklariertem Feature killt der SQ7 zudem das berüchtigte Turboloch, an dem sich aufgeladene Motoren gern für eine Gedenksekunde verschlucken. Ergänzend zu den beiden herkömmlichen Abgasturboladern wird im niedrigen Drehzahlbereich ein elektrisch angetriebener Verdichter (EAV) aktiv. Anders als normale Turbolader benötigt EAV keine Abgasenergie, um Ladedruck aufzubauen, sondern sieht sich von einem Elektromotor angetrieben, wodurch das Verdichterrad auf 70.000 U/min hochgedreht wird. Somit ist der SQ7 TDI "allzeit bereit", um mit ordentlich Schub nach vorn zu jagen.

48-Volt-Bordnetz installiert

Um seine Arbeit tun zu können, benötigt EAV bis zu 7kW elektrische Antriebsleistung. Die wird von einem zusätzlichen 48-Volt-Bordnetz sichergestellt, für das unter dem Gepäckraum eine eigene Lithium-Ionen-Batterie installiert wurde. Neben EAV versorgt diese Energiequelle auch eine zweite technische Neuheit: Die elektromechanische aktive Wankstabilisierung reduziert die sogenannte Wankneigung des Wagens, sprich seine Seitenneigung bei Kurvenfahrt, deutlich. Auch im Luxus-SUV Bentley Bentayga ist sie - konzernintern also - schon verbaut worden. Das 48-Volt-Bordnetz wiederum wird auch im neuen, für 2017 avisierten Luxusliner A8 zum Einsatz gelangen.

Sonderausstattung für 10.000 Euro

Audi SQ7 TDI Innenraum
Nobel eingerichtet: Das sportlich-edle Interieur des sportlichen XL-SUVs.
© HerstellerZoomansicht

Serienmäßig ist das Detail allerdings nicht, es muss im Rahmen eines Dynamikpakets bestellt werden, das außerdem ein Sportdifferenzial und Allradlenkung umfasst. Ebenfalls optional zu ordern sind Matrix-LED-Scheinwerfer inklusive intelligentem Kurvenlicht, das beeindruckende "Virtual Cockpit" mit Riesen-Bildschirm hinterm Lenkrad, Head-up-Display, eine dritte Sitzreihe sowie ein umfangreiches Arsenal an Assistenzsystemen, zu denen auch autonomes Staufolgefahren gehört. Serienmäßig befinden sich unter anderem Achtgangautomatik, LED-Scheinwerfer, 20-Zoll-Räder, elektrisch einstellbare Sportsitze, adaptive Luftfederung mit S-spezifischer Abstimmung und eine Sound-Abgasanlage an Bord. Ein Paket, das nach Audi-Angaben einem Gegenwert von rund 10.000 Euro entspricht - und so den Anschaffungspreis von 89.900 Euro in einem etwas freundlicheren Licht erscheinen lassen soll.

Nein, der Diesel hat es nicht leicht gehabt in letzter Zeit. Speziell nicht in den USA. Mit dem V8-Biturbo im SQ7 TDI will Audi aber gerade über dem großen Teich wieder für gut Wetter unter den solventen Kunden sorgen. "Auch für Märkte wie die USA" sei er hervorragend geeignet, heißt es hoffnungsfroh in Ingolstadt.

ule

04.03.16
 

kicker-sportmagazin

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