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02.03.2016, 16:49

Teures und Sportliches dominiert

Genfer Salon: Bescheidenheit ist keine Zier

Der Genfer Salon (3. bis 13. März) ist die erste große Autoshow des Jahres auf europäischem Boden. "Grüne" Angebote blühen in diesem Frühjahr eher im Verborgenen. Die Lust an Leistung und schierer Größe dagegen ist buchstäblich wieder salonfähig geworden.

Maserati Levante
Tanz ums SUV: Auch Maserati hat jetzt ein solches Modell - der Levante verfügt auch über Allradantrieb.
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Genf gilt als besonderes Pflaster. Viel Geld ist hier unterwegs und wird auch gerne ausgegeben. Auf dem Automobilsalon am Lac Léman tritt folglich so mancher Hersteller auf, der sich sogar den Auftritt auf der viel größeren IAA spart. McLaren war im vergangenen September ebensowenig in Frankfurt dabei wie Lotus oder Aston Martin. Genf aber wird gerne gebucht. Beim Sportwagenhersteller McLaren sieht man den Salon durchaus als Verkaufsmesse, wo zahlungskräftiges Publikum die Neuheiten inspiziert und womöglich gleich ordert. Für den Hybrid-Extremsportler P1 etwa haben die Briten seinerzeit gleich rund 50 Bestellungen entgegennehmen können.

1500 PS und 420 km/h Topspeed

In diesem Jahr ist man in Genf etwa mit dem 570GT dabei, dessen 3,8-l-V8 stattliche 570 PS und 600 Nm Drehmoment leistet. Das genügt für eine Spitze von 328 km/h und kostet lässige 195.350 Euro. Aston Martin wiederum will für den 600 PS starken und 200.000 Euro teuren DB11 bereits tausend Vorbestellungen eingesammelt haben. Lamborghini fährt den Centenario auf, ein Jubiläumsmodell zu Ehren des 100. Geburtstags von Firmengründer Ferruccio Lamborghini. 770 PS befeuern den auf 40 Einheiten limitierten Renner, für den 1,75 Millionen Euro (zuzüglich Steuern) aufgerufen werden. Und dann ist da noch der Bugatti Chiron, der geradezu orgiastische 1500 PS aufbietet und unfassbare 420 Sachen vorlegt. 2,4 Millionen Euro kostet jedes Exemplar der auf 500 Einheiten limitierten Auflage, ein Drittel soll bereits einen Käufer gefunden haben. Gut möglich, dass es zum Ende des Salons noch einige mehr werden. Neben einem PS-Protz dieser Kategorie erscheinen selbst Genf-Exponate wie der Leichtbau-Porsche 911 R mit seinen 500 PS oder der extra-scharfe und 575 PS starke Jaguar F-Type SVR von bescheidenem Format.

Bugatti Chiron
Bugatti Chiron: Der Nachfolger des Veyron wird von einem 16-Zylindermotor mit unfassbaren 1500 PS befeuert.
© uleZoomansicht

SUVs für alle Fahrzeugklassen

Die Lust an Leistung, Luxus und schierer Größe wird auch durch den niedrigen Spritpreis befördert. Elektroautos haben es schwer in Zeiten, zu denen Diesel weniger als einen Euro kostet und Super E10 nicht viel drüber liegt. Und so findet auch der SUV-Boom seine Fortsetzung, dies quer durch alle Fahrzeugklassen. Angefangen bei einem Trumm wie dem ersten Maserati dieser Fahrzeugkategorie, dem Levante, bis hin zum facegelifteten Opel Mokka, der jetzt den Namenszusatz "X" erhält. Allein der Volkswagen-Konzern fährt vier Neulinge im Segment auf - neben dem als "City-SUV" apostrophierten Audi Q2, dem kompakten Seat Ateca und der siebensitzigen Skoda-Studie VisionS (das serienfertige Modell soll auf dem Pariser Salon im Herbst stehen und vermutlich "Kodiak" heißen) präsentiert man ein Cabrio-SUV der Polo-Klasse. Ob der T-Cross Breeze tatsächlich produziert wird, scheint fraglich, ein geschlossenes Modell dieser Größenordnung kommt aber ebenso sicher wie ein Midsize-SUV für die USA und China, ein Angebot in der Golf-Klasse und eine Tiguan-Variante mit verlängertem Radstand. Ford hat den Kuga frischgemacht, Ssang Yong führt die verlängerte Version des Tivoli (XLV) vor, Peugeot renoviert den kleinen 2008 und Toyota macht Appetit auf 2017, wenn der CH-R in Serie geht. Der verfügt immerhin über Hybridantrieb, desgleichen der Kia Niro, ein Crossover, der im September zu Preisen ab etwa 20.000 Euro zum Händler fährt.

Nissan X-Trail Concept
Schön oder scheußlich? Nissan X-Trail Premium Concept mit güldenem Bling-Bling.
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Ein Fünftel aller Neuwagen kommt derzeit aus dem Reich der Soft-Offroader. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann meldet jedoch erste vorsichtige Zweifel an, wie lange dieser Trend noch anhalten wird: Er glaube nicht, dass mit noch mehr SUVs die ab 2021 gültige Obergrenze von durchschnittlich 95 g/km CO2 für alle europäischen Neuwagen erreicht werden könne, sagte er in Genf. Nichtsdestotrotz nimmt er den Mangel an Crossovern im Opel-Programm durchaus "als Schwäche" seiner Marke wahr und kündigt an, hier nachzulegen - bis hinauf zu einem "Top-of-the-Line"-SUV auf Basis des kommenden, neuen Insignia.

Öko-Auto Hyundai Ioniq

"Grüne" Neuheiten sind in den Messehallen des Palais des Expositions (Palexpo) ebenso dünn gesät wie die ersten Frühlingsblumen außerhalb. BMW stellt sein Flaggschiff, den 7er, zwar als Plug-in-Hybrid aus, gleich daneben setzt aber der superstarke 600-PS-Zwölfzylinder M 760Li xDrive ein ganz anderes Statement. Kia fährt den Optima als Plug-in vor, und Hyundai präsentiert den speziell als Öko-Auto entwickelten Ioniq sowohl als reines E-Mobil wie als Hybrid und als Plug-in-Hybrid. Spätestens wenn erste Citys ihre Feinstaub-Belastung dadurch reduzieren wollen, dass sie Diesel vor die Stadttore verbannen, käme die Stunde von Fahrzeugen wie dem Ioniq, meint Hyundai-Sprecher Bernhard Voß.

Audi Q2
Audi Q2: Das City-SUV basiert auf dem A3 und soll mit BMW X1 und Mercedes GLA in Wettbewerb treten.
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Das französische Start-up EP Tender stellt indessen die (nicht mehr ganz taufrische) Lösung fürs Reichweitenproblem von Elektroautos vor. Ein Anhänger, der einen 35-l-Benzintank sowie einen 20-kw-Generator beherbergt, soll als Range Extender wirksam werden und den Aktionsradius eines Stromers um bis zu 600 km erhöhen. Bislang ist der Einachser nur mit Renault Zoe und Kangoo kompatibel, man führe aber Gespräche mit anderen Herstellern von Elektroautos, erklärt ein Firmensprecher. Ob designaffine Käufer eines BMW i3 einen solchen Hänger im Schlepp wirklich charmant finden, darf freilich bezweifelt werden.

ule

Hier sind die Neuheiten des Genfer Automobilsalons im Überblick:

Die Neuheiten des Auto-Salons
Das gibt's in Genf zu sehen
Lamborghini Centenario
Messerundgang

Jubiläumsausgabe: Zu Ehren des 100. Geburtstags von Ferruccio Lamborghini hat die Sportwagenschmiede diesen Mega-Renner auf die Räder gestellt. Der Centenario LP770-4 leistet 770 PS und rennt in 23,5 Sekunden bis auf Tempo 300. Allerdings sind alle 40 Einheiten der allradgetriebenen V12-Rakete bereits ausverkauft - bei einem Preis von 1,75 Millionen Euro plus Steuern.
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02.03.16
 

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