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27.01.2016, 13:25

Premiere auf dem Genfer Salon

Der Opel GT ist zurück

Der wär' für das Opel-Programm sicherlich eine Zierde: Mit dem GT Concept knüpfen die Rüsselsheimer an glorreiche Sportwagen-Zeiten an. Ob der kleine Heckantriebs-Renner wirklich kommt, ist allerdings nicht sicher. Erst vor gut zwei Jahren hatte eine andere Sportwagenstudie Appetit auf mehr gemacht und war dann doch ein Schaustück geblieben.

Opel GT Concept
Das fällt auf: Die knallroten Vorderreifen und die gleichfalls rote Signaturlinie sind Eyecatcher, dürften aber nicht in Serie gehen.
© Hersteller

Mit der Kampagne "Umparken im Kopf", ersonnen von der findigen Marketingchefin Tina Müller und unterstützt von fußballerischem Personal wie Jürgen Klopp, hat Opel zuletzt recht erfolgreich an der Image-Schraube gedreht. Obwohl man den russischen Markt aufgeben musste, konnten die Rüsselsheimer 2015 so viele Autos verkaufen wie seit vier Jahren nicht mehr. 2016 will Karl-Thomas Neumann erstmals wieder Gewinn einfahren. Für den GT hat sich der Opel-Chef persönlich als Werbefigur stark gemacht. Über einen Twitter-Clip bereitete er das Publikum häppchenweise vor "auf eine Studie, die man mitunter von uns nicht erwartet hätte".

Kein Retro-Renner

Warum eigentlich nicht? Einen GT hatte Opel schließlich schon zweimal im Programm geführt, und auch andere Sportwagen wie Manta, Monza oder Calibra sind Teil der Rüsselsheimer Geschichte. Auf dem Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März) zeigt sich nun das jüngste GT Concept in voller Pracht. Dann soll das Publikum sagen, was es von dem vier Meter langen Renner hält. Zwar trägt der GT einen historischen Namen. Ein Aufguss des Klassikers aus den 1960er und 1970er Jahren ist er aber nicht. "Ein Retro-Auto war es nicht, was wir machen wollten", sagt Neumann. Folglich zeigt sich der neue GT als scharfer Flachmann im supermodernen und dabei minimalistischen Look, mit langer Motorhaube, weit zurückgesetzter Fahrerkabine und muskulös ausgestellten Kotflügeln als designtechnischen Grundzutaten. Als Eyecatcher dienen die auffällig knallroten Vorderreifen, die an das avantgardistische Opel-Motorrad Motoclub 500 von 1928 erinnern sollen. Die Frontscheibe geht in ein gläsernes Panoramadach über. Im Kühlergrill zeigen sich dekorative Chromflügel, ein Stilelement übrigens, das auch künftige Opel-Modelle wie der Insignia zeigen dürften.

Opel GT Concept
Opel GT Concept: Kompakter Renner mit Frontmittelmotor und Platz für zwei Passagiere.
© HerstellerZoomansicht

Wer Einlass ins Cockpit begehrt, berührt sanft eine Tastfläche in der roten Linie entlang des Dachs. Daraufhin gleiten die Türen elektrisch auf und tauchen dabei ein Stück weit in die vorderen Radhäuser ein, was einen großen Öffnungswinkel ermöglicht - praktisch in engen Parklücken. Gleichzeitig ruft Opel das Ende der Seitenspiegel aus; was sich draußen tut, wird von zwei Kameras auf Monitore im Cockpit übertragen. Und für Erleuchtung sorgen eine Weiterentwicklung des blendfreien IntelliLux LED-Matrixlicht sowie dreidimensional ausgearbeitete Rückleuchten.

Frontmittelmotor mit 145 PS

Wie der Ur-GT oder die Chevrolet Corvette besitzt der heckgetriebene Zweisitzer einen Frontmittelmotor, was den Fahrzeugschwerpunkt vielversprechend tief und mittig hält. Für Antrieb sorgt - Schrecksekunde? - ein Einliter-Dreizylinder-Turbo aus dem Portfolio von Adam, Corsa und Astra. Der Direkteinspritzer Benziner entwickelt 145 PS und ein maximales Drehmoment von 205 Nm. Ein sequenzielles Sechsganggetriebe, das über Schaltwippen am Lenkrad bedient wird, schickt die Power an die Hinterachse. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt das 1000-Kilo-Leichtgewicht in weniger als acht Sekunden, das Spitzentempo liegt bei 215 km/h.

So gut der GT der Marke Opel als Imageträger zu Gesicht stehen würde, so wenig sicher ist, ob er wirklich kommt. Die notwendige Heckantriebs-Plattform gibt es nicht im Programm, und ob ein solches Nischenprodukt die erforderlichen Entwicklungskosten rechtfertigt, darf angezweifelt werden. Schon auf der IAA 2013 hatte Opel einen bildschönen Sportwagen vorgestellt, damals hatte das flügeltürige Monza Concept für Furore gesorgt, war aber letztlich nie in Serie gegangen. Immerhin sei es "zum Urmeter für unsere zukünftige Designphilosophie" geworden, wie Opel-Sprecher Patrick Munsch sagt. Und Opel-Chef Neumann weist darauf hin, dass ein "kleiner, emotionaler Zweisitzer" wie der GT für die Kunden finanziell leichter erreichbar sei als ein Luxus-Coupé á la Monza, was dann wohl auch höhere Stückzahlen sichert.

Opel GT
Historisches Vorbild: Der legendäre Ur-GT aus den 1960er und 1970er Jahren.
© HerstellerZoomansicht

"Nur Fliegen ist schöner"

Die Wurzeln des Opel GT reichen zurück bis ins Jahr 1965. Damals hatte das brandneue Rüsselsheimer Design-Center auf Basis des Kadett B den "Experimental GT" auf die Räder gestellt und zur Frankfurter IAA vorgefahren. Das Publikum war begeistert, und so ging der GT in Serie - er wurde von 1968 bis 1973 gebaut und mit dem legendären Slogan "nur Fliegen ist schöner" beworben. 2006 ließ man den GT wiederauferstehen. Allerdings war dem in den USA gebauten Modells nur mäßiger Erfolg beschieden: Nach drei Jahren fiel der Vorhang und der Verkauf wurde eingestellt.

ule

Zweisitziger Renner mit Frontmittelmotor
Comeback für den Opel GT
Opel GT Concept
Baut Opel diesen Sportwagen?

Opel GT Concept: Der kompakte Renner würde den Rüsselsheimern gut zu Gesicht stehen. Premiere ist auf dem Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März).
© Hersteller

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