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18.09.2013, 16:05

Als Schräg- und Stufenheckmodell zu haben

Neuer Mazda 3: Mal was anderes!

Sieht zackig aus und fährt sich auch so: Im dicht besiedelten Marktsegment der Kompakten fällt der neue Mazda 3 auf. Auch, weil er in puncto Spartechnik einen eigenen Ansatz verfolgt. Die Preise beginnen bei 16990 Euro, der Verkauf startet am 18. Oktober.

Mazda 3
Mazda 3: Soll zum meistverkauften Modell der Japaner in Deutschland werden und damit den erfolgreichen SUV CX-5 überholen.
© Werk

Wer den Mazda 3 verstehen will, muss ein paar japanische Begriffe draufhaben. Von "Kodo" spricht der Hersteller, einer Designsprache, die "von der Kraft der Natur inspirierte Bewegung" in automobiles Styling übertrage. Oder von "Jinba Ittai", was man mit "Einheit von Ross und Reiter" beziehungsweise derjenigen von Auto und Fahrer übersetzen könnte.

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Unter Gölfen unterwegs

Mit dem "3er" ist Mazda in der Kompaktklasse unterwegs, unter Gölfen sozusagen, in einem Marktsegment, das so gut wie jeder Hersteller besetzt. Um da zum Erfolg zu gelangen, muss man auffallen, irgendwie. Das gelingt dem Mazda 3 gar nicht schlecht. Sein Design entbehrt zweifellos jedweder Langeweile. Der Kühlergrill malt dem 4,66 Meter langen Japaner ein breites Lachen ins Gesicht, und seine Proportionen entsprechen in ihrer eleganten Sportlichkeit eher dem eines Hecktrieblers a la 1er BMW als dem eines Fronttrieblers. Lange Motorhaube also, zurückgesetzte Fahrerkabine, schnittiges Heck, garniert von einer attraktiven Leuchtengrafik und einer dekorativen Doppelauspuffanlage. Insgesamt ähnelt das sehr dem größeren und für sein Dynamik-Design vielgerühmten Mazda 6.

Einheit zwischen Ross und Reiter

Mazda 3 Heck
Knackig: Die Heckpartie mit attraktiver Leuchtengrafik und Doppelauspuff.
© WerkZoomansicht

Drinnen bietet der Fünftürer ordentlich Platz auf bequemen Sitzen, wer in den Fond verwiesen wird, freut sich über gute Beinfreiheit und - der abfallenden Coupe-Silhouette zum Trotz - verhältnismäßig viel Luft über dem Scheitel.

Von der Einheit zwischen Ross und Reiter war bereits die Rede, der Mazda 3 schließt seine Insassen also ziemlich passgenau in die Arme - was das Gefühl knackiger Fahrdynamik einerseits unterstreicht, andererseits aber ein weniger freies Raumgefühl als in manchen Mitbewerbern generiert. Ins Gepäckabteil passen 364 Liter, das ist Durchschnitt, das Umklappen der Rücksitzlehne vergrößert den Stauraum auf 1263 Liter und ergibt eine nahezu ebene Ladefläche.

Nicht eben verschwenderisch fällt das Angebot an Ablagen aus, an der Türinnenseite ist nicht einmal ein Straßenatlas unterzubringen, die Aussparung für Flaschen ist schon mit etwas dickbauchigeren Behältnissen überfordert. Gut organisiert zeigt sich der "3er" hingegen, was die Bedienbarkeit betrifft: Der sachliche Instrumententräger mit den wenigen Schaltern und Knöpfen strahlt reduzierte Ruhe aus, das Infotainmentsystem lässt sich über einen modernen Dreh-Drückknopf auf der Mittelkonsole und einen Sieben-Zoll-Touchscreen im iPad-Design steuern. Leider nur der höchsten Ausstattungslinie (Sports-Line) vorbehalten ist ein Head-up-Display, das diverse Infos - zum Beispiel vom Navi - auf eine kleine Scheibe direkt im Blickfeld des Fahrers überträgt.

Rezeptur für bescheidene Trinksitten

Mazda 3 Innenraum
Wohltuend aufgeräumt: Armaturenträger mit Touchscreen im ipad-Design.
© WerkZoomansicht

Mazdas Rezeptur für bescheidene Trinksitten heißt "Skyactiv". Das meint ein ganzes Bündel an Maßnahmen, angefangen bei einer besonders aerodynamischen Karosserie (cW-Wert 0,275) über Leichtbau bis hin zu den Motoren. Während andere Hersteller sich hier dem Downsizing hingeben - weniger Hubraum, weniger Zylinder, Kompensation des Leistungsdefizits durch Turboaufladung - verfolgt Mazda einen anderen Ansatz. Hubraum darf schon sein, aber die Verdichtung liegt mit 14:1 bei den Benzinern besonders hoch und beim Diesel besonders niedrig. Das sorgt für ordentlichen Schub in den unteren Drehzahlregionen, grundsätzlich aber wollen die Benziner durch emsige Arbeit am Schaltknauf bei Laune gehalten werden.

Die größten Chancen beim Kunden räumt Mazda dem Zweiliter-Triebwerk mit 120 PS und einem Drehmoment von 210 Nm bei 4000/min ein. Es ermöglicht den Sprint von 0 auf 100 km/h binnen 8,9 Sekunden und eine Spitze von 195 km/h. Wie alle Motoren ist es mit einer Start-Stopp-Automatik kombiniert. Der werksseitig angegebene Verbrauch liegt bei 5,1 l/100 km, auf ersten Probefahrten zeigte der Bordcomputer 7,3 l/100 km an. Wer sich mehr Speed wünscht, bekommt den Zweiliter-Benziner alternativ auch mit 165 PS, das reicht dann für Tempo 210. Diese Maschine verfügt auch über das Rekuperationssystem "i-Eloop", bei dem Bremsenergie in einem Kondensator gespeichert und später an elektrische Verbraucher (Scheinwerfer, Klimaanlage) oder die Batterie verfüttert wird.

Nur wenige wollen wohl das Basismodell

Nur eine Handvoll Käufer (Mazda rechnet mit zwei Prozent) dürfte sich wohl für den Basismotor mit 1,5 l Hubraum und 100 PS entscheiden. Diesel-Fans werden mit dem kultiviert-flotten und 150 PS starken 2,2-l-Selbstzünder bedient, dem Mazda einen Durchschnittsverbrauch von 4,1 l/100 km attestiert.

Fahrtechnisch ist der Mazda 3 eher einer von der knackigen denn von der komfortablen Sorte. Das bedeutet einerseits straffe Fahrdynamik, gilt es aber Kanaldeckel oder Kopfsteinpflaster zu queren, wäre eine Ecke mehr Rücksichtnahme von seiten des Unterbaus nicht von Übel.

Mazda 3 Stufenheck
Die Alternative: Den Mazda 3 gibt es auch als schickes Stufenheck, Aufpreis 500 Euro.
© WerkZoomansicht

Die Facebook-Post wird vorgelesen

Ab 16990 Euro steht der neue Mazda 3 in der Liste, da dieser Preis aber das vermutlich wenig nachgefragte und nicht mit allem Zubehör (Klimaautomatik, Infotainmentsystem, Automatik) erhältliche 100-PS-Basismodell betrifft, ist er nur begrenzt aussagekräftig. Den meisten Zuspruch wird wohl die mittlere "Center-Line"-Ausstattung finden, die in Kombination mit dem 120-PS-Benziner mindestens 20290 Euro kostet und dafür u.a. einen City-Notbremsassistenten, 16-Zoll-Aluräder, Klimaautomatik, Audiosystem und das Konnektivitätskonzept MZD mitbringt, zu dem wiederum Touchscreen, Freisprecheinrichtung und Audiostreaming via Bluetooth, Sprachsteuerung und -ausgabe sowie (über eine App) Internetradio und die unabdingbare Social-Media-Integration gehören. Das Technik-Paket aus Radar-Tempomat, Fernlichtassistent, dynamischem Kurvenlicht und Spurhalteassistenten (1650 Euro) gibt es allerdings nur fürs Topmodell "Sports-Line", das eine Investition von mindestens 23290 Euro erfordert.

Es muss übrigens nicht immer Schrägheck sein: Der Mazda 3 wird auch als Stufenheck angeboten, das mit jeglicher Biederkeit gründlich aufräumt und ausgesprochen gut aussieht. Aufpreis: 500 Euro.

ule

18.09.13
 
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