Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

11.09.2013, 18:45

Besuch auf der Internationalen Automobil-Ausstellung

IAA: Showtime in Frankfurt

Vom 12. bis zum 22. September rückt Frankfurt wieder in den Mittelpunkt der Auto-Welt: Die IAA öffnet ihre Pforten. Stromer gleiten aus dem Wartesaal der Elektromobilität zu den Händlern, SUVs bleiben ein Renner und intelligent vernetzte Autos beginnen auch ohne uns, die Fahrer, klarzukommen.

Opel Monza Concept
Opel Monza: Gut möglich, dass das Sportcoupe als Imageträger in Serie geht - dann allerdings ohne Flügeltüren.
© uleZoomansicht

Es ist kühl in Frankfurt. Verhangener Himmel, nur gelegentlich ein paar Sonnenstrahlen, mitunter regnet es. Drinnen sind die Messehallen dagegen professionell ausgeleuchtet, und von Stunde zu Stunde scheinen die Raumtemperaturen zu steigen, was den luftig bekleideten Models zwar die Gänsehaut erspart, denjenigen, die von Stand zu Stand eilen, aber zunehmend einheizt. Dennoch scheint das Stimmungsbarometer auf dieser 65. IAA nur ein verhaltenes Hoch anzuzeigen. Es ist eine Schau, die noch immer im Zeichen der Krise steht. Die Verkaufszahlen in Westeuropa sind mies, die Zukunft auch deshalb ungewiss, weil sie von veränderten Mobilitätsgewohnheiten und einer Wende bei den Antriebskonzepten geprägt sein wird.

- Anzeige -

Heimspiel für deutsche Hersteller

Die deutschen Hersteller haben in Frankfurt ein Heimspiel und halten in großem Rahmen Hof. Mercedes belegt die Festhalle und führt die Besucher über Rolltreppen in die oberen Etagen, BMW residiert in Halle 11, Rennstrecke inklusive. Das Audi-Domizil auf dem zentralen Messeplatz ist mit "Pavillon" nur sehr unzureichend beschrieben, das restliche Markenreich des Volkswagen-Konzerns erstreckt sich, gleißend weiß, in Halle 3. Anders als sonst fast immer hat man keine wirklich große Messeüberraschung mitgebracht, sieht man einmal von der gelben, auf dem e-up! basierenden Stadtlieferwagen-Studie "e-load up" und Audis zehnzylindrigem "nanuk quattro concept" ab, das als Italdesign "Parcour" allerdings schon auf dem Genfer Salon im März zu besichtigen war.

VW e-Golf
VW e-Golf: Der Stromer erreicht eine Reichweite von rund 190 Kilometern und soll rund 35000 Euro kosten.
© uleZoomansicht

Elektromobilität wird zunehmend serienreif

Vielleicht wird diese Internationale Automobil-Ausstellung dereinst als jene in die IAA-Geschichtsbrücher eingehen, die den endgültigen Startschuss zur serienreifen Elektromobilität gegeben hat. Schon seit Jahren sind auf den Automessen dieser Welt zwar Studien ausgestellt, die - an Deko-Ladesäulen gestöpselt - einer diffusen Verwirklichung harren. Jetzt aber machen auch die Deutschen ernst, VW bringt den e-up! (26900 Euro) und den e-Golf (vermutlich um die 35000 Euro), mit je 160 bzw. 190 Kilometern Reichweite. Bei BMW steht der startbereite i3 (34950 Euro). Und wenn es schon nichts pur Elektrifiziertes ist, dann doch zumindest ein Plug-in-Hybrid, und der nicht selten als leistungstechnischer Überflieger: BMWs 362 PS starker Supersportler i8 ist so einer, er kostet die Kleinigkeit von 126000 Euro. Den Gegenwert einer Luxusvilla stellt der Porsche 918 Spyder dar, er kombiniert einen V8-Benziner und zwei Elektromotoren zu einer Leistung von 887 PS und kostet 768026 Euro. Mercedes fährt den S 500 Plug-in-Hybrid ins Rampenlicht, er kommt im nächsten Jahr und soll unter Zuhilfenahme eines 333-PS-Dreiliter-V6-Turbos plus 116-PS-E-Motors die S-Klasse zum Dreiliter-Auto machen. Ebenfalls schon im nächsten Jahr könnte der X5 Plug-in-Hybrid mit einer Gesamtsystemleistung von 272 PS zum Händler fahren. Im Zuge der verstärkten Strom-Konkurrenz hat Opel übrigens den Preis des Ampera um 7600 Euro gesenkt, er ist jetzt schon ab 38300 Euro zu haben.

Audi A3 Cabriolet
Audi A3 Cabrio: Der viersitzige Luftikus mit Stoffkapuze kommt künftig ohne Überrollbügel aus.
© uleZoomansicht

Gemäß KBA-Statistik (Kraftfahrt-Bundesamt) konnten von Januar bis Juli dieses Jahres nicht einmal 15000 Hybriden neu zugelassen werden, weder bei den Voll- noch bei den Teilzeitstromern dürften vor diesem Hintergrund in absehbarer Zukunft großartige Verkaufserfolge zu erwarten sein.

Auch Alltagstaugliches steht zur Schau

Die IAA zeigt aber auch auf, was letztlich wirklich gekauft wird. Ungebrochen bleibt beispielsweise der Trend zu SUVs. Den bedient Mercedes mit dem brandneuen GLA, BMW mit dem gleichfalls neuen X5 oder Nissan mit dem grundsätzlich allradgetriebenen X-Trail. Auch an Crossover-Studien herrscht kein Mangel, vom Jaguar C-X17 über den Citroen Cactus und den flügeltürigen Kia Niro bis hin zum kompakten Lexus-Concept LF-NX. Ebenfalls alltagstauglich: Kombi-Kunden bekommen von Seat den Leon ST (ab 16640 Euro) und von Honda den Civic Tourer, der preislich wohl knapp unter 20000 Euro startet. Auf Basis des Golf VII gibt es endlich einen neuen "Plus", der jetzt allerdings "Sportsvan" heißt. Peugeot stellt den neuen 308 vor, Dacia den neuen Duster, Audi das A3 Cabriolet, Opel den aufgefrischten Insignia inklusive allradgetriebenem Country-Tourer, Citroen den C4 Grand Picasso und Hyundai den kleinen i10. In den Höhen des Luxussegments bewegen sich das künftige und bildschöne S-Klasse Coupe als Nachfolger des CL, der runderneuerte Audi A8 oder der auf 528 PS erstarkte Bentley GT V8S. Opel lässt mit dem aufregenden Monza Concept von der Auferstehung seines Sportcoupes träumen, und Smart gibt mit dem fourjoy nicht nur einen Ausblick auf die für 2014 erwartete nächste Generation seines Winzlings, sondern ebenso einen auf dessen viersitzige Ausprägung.

Mercedes S-Klasse Coupe
Das fünf Meter lange Concept S-Class Coupe gibt einen sehr seriennahen Ausblick auf den Nachfolger des CL. Auch eine AMG-Version kommt.
© ule

Die S-Klasse ist autonom unterwegs

Eine IAA-Neuheit aber bleibt im nervigen Stop&Go-Verkehr rund ums Frankfurter Messegelände besonders im Gedächtnis haften: Die Mercedes-Studie "Intelligent Drive". Auf den Spuren der Pionierin Bertha Benz, die vor genau 125 Jahren die erste automobile Langstreckenfahrt absolviert hat, ist dieser spezielle S500 die Strecke von Mannheim nach Pforzheim abgefahren. Über Ampeln, durch Kreisverkehre, an Zebrastreifen vorbildlich anhaltend. Selbstständig, ganz ohne helfendes Eingreifen des Fahrers. Wär' der auf dem Heimweg von der IAA gewesen - er hätte in Ruhe das mitgebrachte Infomaterial studieren können.

ule

Internationale Automobil-Ausstellung 2013
Messerundgang über die IAA
Porsche 918 Spyder
Porsche 918 Spyder

Der Mega-Hybrid von Porsche leistet 887 PS, schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden und erreicht eine Spitze von 345 km/h. Das kostet eine Kleinigkeit: 768026 Euro.
© ule

vorheriges Bild nächstes Bild
11.09.13
 
- Anzeige -

kicker-sportmagazin

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   
- Anzeige -

Schlagzeilen

Facebook

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re (6): Der FC Heidenheim... von: teutoburgerfan - 20.04.14, 18:22 - 8 mal gelesen
Re (7): Werder Bremen von: jekimov - 20.04.14, 18:22 - 6 mal gelesen
Re: Tippspiel 36.Spieltag von: rappler52 - 20.04.14, 18:21 - 1 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
18:45 SKYS2 Golf
 
19:00 SKYS2 Fußball: England, Premier League
 
19:00 EURO Handball
 
19:00 SKYS1 Formel 1: Großer Preis von China
 
19:20 ARD Sportschau
 
- Anzeige -

- Anzeige -