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19.07.2013, 17:53

Aus dem 3er Coupe wird der 4er

BMW: Vier gewinnt

BMW würdigt seine Coupes gern mit einer eigenen Baureihe. Das war beim 8er so, ist beim 6er so und verhält sich jetzt auch eine Klasse weiter unten nicht anders. Nach seiner Neuauflage ist der sportliche Zweitürer der 3er-Reihe in eine eigene 4er-Klasse aufgestiegen. Als Stärkster fungiert der Sechszylinder 435i mit 306 PS. Noch. Denn dass BMW auf einen extrasportlichen M4 verzichtet, ist wohl ebenso unwahrscheinlich wie das Ersetzen der markentypischen Niere durch ein Herzchen.

BMW 4er Coupe
Kommt schnell zur Sache: Der 306 PS starke Sechszylinder im 435i agiert antrittsstark und mit geschmeidigem Durchzugsvermögen.
© Werk

Sie haben's einfach drauf, die Bayern. Nicht nur im Fußball, sondern auch im Automobilbau. Gäb's da eine Champions League, BMW würde garantiert ganz oben mitspielen. Auch das neueste Produkt, der 4er, ist wieder so gelungen, dass trotz der ambitionierten Preisgestaltung mehr als genügend Kunden den Geldbeutel zücken dürften, um einen Geldfluss an Euro, Dollars oder chinesischen Yuan gen München in Gang zu setzen.

Eigentlich ist der 4er das Nachfolgemodell vom 3er Coupe. BMW aber hat die Nomenklatur geändert: Die Limousine, der Kombi "Touring" und der Gran Turismo "GT" firmieren weiterhin als 3er, während das zweitürige Coupe, ab 2014 außerdem ein Cabriolet (mit Stahlklappdach) und noch später wohl ein Gran Coupe die feinere "4er-Bande" stellen.

BMW 4er Coupe
BMW 4er Coupe: Länger, breiter und flacher als die Limousine - das sieht nach angespannten Muskeln aus.
© WerkZoomansicht

Breite Spur, kurze Überhänge

"Wir wissen, dass unsere Kunden Design besonders wertschätzen", sagt Klaus Fröhlich, bei BMW zuständig für die kleineren und mittleren Baureihen. Was den 4er betrifft, so dürften sie auf ihre Kosten kommen. Sieht schon super aus! Länger, breiter und deutlich flacher als die Limousine, ein solches Verschieben der Proportionen generiert schon grundsätzlich den Eindruck leistungsbereit angespannter Muskeln. Unterstrichen wird der sportliche Eindruck noch von der breiten Spur, von kurzen Überhängen, einer langen Motorhaube und der zurückgesetzten Fahrgastzelle, die in ein kraftvoll-elegantes Heck mit typisch L-förmig gestalteter Leuchteneinheit mündet. Hinter den vorderen Radläufen hat BMW sogenannte "Air Breather" gesetzt, die den Luftwiderstand reduzieren sollen. Mit einem Cw-Wert von 0,28 flutscht der 4er überhaupt ziemlich geschmeidig unter dem Fahrwind durch.

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Der Kofferraum (445 l) fällt etwas kleiner als der in der Limousine (480 l) aus, ist aber völlig ausreichend dimensioniert und dank einer breiten Ladeöffnung ohne viel Müh' zu befrachten. Als Extra lässt sich der praktische "Smart Opener" (590 Euro) ordern, er gibt der Heckklappe über einen "Fußwischer" unterhalb des Hecks das Signal zum Öffnen. Der Sitzkomfort ist erwartungsgemäß erstklassig, elegant wird der Gurt von einem elektrischen Gurtbringer zugeführt. Im zweisitzigen Fond dürfte wohl nur in Ausnahmefällen jemand mitfahren, der Ordnung halber aber sei erwähnt, dass größergewachsene Passagiere der abfallenden Dachlinie wegen mit leichter Einschränkung der Kopffreiheit rechnen müssen. Wiederum gegen Aufpreis (200 Euro) gibt es eine im Verhältnis 40:20:40 klappbare Fondsitzlehne mit großer Durchladeöffnung in der Mitte, für Skier, Snowboards oder - ganz profan - die Regalbretter aus dem Baumarkt.

Das M-Coupé wird wohl 450 PS leisten

BMW 4er innen
Ganz schön knallig: Die roten Ledersitze in der "Sport Line"-Ausstattung kosten 1990 Euro.
© WerkZoomansicht

Wenn der 4er am 5. Oktober seine vermutlich erfolgreiche Karriere beginnt, dann wird es ihn zunächst mit zwei Benzinern geben (dem Zweiliter-Vierzylinder 428i mit 245 PS und dem Dreiliter-Sechszylinder 435i mit 306 PS), außerdem mit dem Zweiliter-Vierzylinder-Diesel im 420d, der 184 PS leistet. Das Einstiegsmodell 420i (Zweiliter-Vierzylinder, 184 PS) erscheint erst im November auf der Bildfläche, ebenso wie der stärkere Diesel 430d mit Dreiliter-Sechszylinder und 258 PS bzw. 313 PS im allradgetriebenen xDrive-Modell. Noch später kommt das extrastarke M Coupe, wahrscheinlich mit einem Biturbo-Reihensechszylinder und rund 450 PS.

Für erste Erfahrungen im Umgang mit dem 4er stand zunächst der 435i zur Verfügung. Wahrhaft eine erstklassige Fahrmaschine, eine von der Sorte, aus der man nur ungern wieder aussteigt. Dank einer speziellen Fahrwerkauslegung, der perfekt austarierten Achslastverteilung (50 : 50) und des äußerst tief angesetzten Schwerpunkts (unter 50 cm) liegt der Münchner satt auf der Straße, entwickelt fahrdynamisch eine schneidige Perfektion und bleibt - obwohl spürbar straffer abgestimmt als die Limousine - komforttechnisch noch rücksichtsvoll gentlemanlike. Gegen 1100 Euro gibt es ein adaptives Fahrwerk; aus anderen BMW-Modellen kennt man den serienmäßigen "Fahrerlebnisschalter", der neben dem komfortablen Fahrmodus einen sportlichen, extrasportlichen (nur in Verbindung mit dem M Sportpaket oder der Sport-Line-Ausstattung) und einen ökonomischen vorhält.

Antrittsschneller Sechszylinder im 435i

Der kultivierte Sechszylinder im 435i kommt antrittsschnell zur Sache, zieht mit geschmeidiger Zielstrebigkeit hoch und entwickelt dabei die soignierte Tonlage von einem, der über Kraft nicht redet, sondern sie einfach hat. In 5,4 Sekunden rennt er von 0 auf 100, bei 250 km/h macht die Elektronik Schluss mit Vortrieb. Die Lenkung arbeitet in hohem Maße präzise; die Schaltarbeit übernimmt ein manuelles Sechsganggetriebe oder (2150 Euro) eine exakt und punktgenau schaltende Achtgang-Automatik. Wer 2550 Euro investiert, bekommt den Schaltautomaten als "Sport-Automatik Getriebe" mit Quick-Shift-Funktion und Fahrdynamik-Control inklusive Schaltwippen am Lenkrad.

BMW 4er Heck
Billig geht anders: Unter 35750 Euro ist der 4er nicht zu haben, er kommt teurer als ein vergleichbarer 3er.
© WerkZoomansicht

Alle Triebwerke erfüllen die EU6-Schadstoffnorm, am sparsamsten agiert der 420d (Normverbrauch 4,7 bzw. - mit Automatik - 4,6 l/100 km), der 435i genehmigt sich nach Werksangaben 7,9 bzw. 7,2 l/100 km.

Preislich legt der 4er bei 35750 Euro los, als Gegenwert gibt's den 420i, serienmäßig mit Start-Stopp-System, dem erwähnten Fahrerlebnisschalter, Alurädern, Klimaautomatik, Startknopf, Xenon-Licht und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Der 420d kostet 39200 Euro, der 435i 47800 Euro. Topmodell ist der allradgetriebene 435i xDrive zu 50300 Euro.

Ach und Weh: Die Aufpreisliste

Das Ach und Weh geht aber bekanntermaßen erst mit Studium der Aufpreisliste los. Navi? Mindestens 1490 Euro, das Feinste kostet 3100 Euro. Head-up-Display? 980 Euro. Spurverlassens- und Auffahrwarnung? 520 Euro. Leder? 1820 Euro. Adaptive LED-Scheinwerfer? 1900 Euro. Parkpiepser? 490 Euro. Kann also teuer werden. Teurer, als der 4er im Vergleich zum 3er sowieso schon ist. Denn die Ausgliederung der Coupés rechtfertigt gleichzeitig einen netten Preisaufschlag gegenüber der Limousine. Auch in puncto Cleverness haben sie's bekanntermaßen drauf, die Bayern.

ule

19.07.13
 
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