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19.06.2013, 15:06

Umfangreiche Modellpflege für die Luxuslimousine

Porsche Panamera: Strom als Kraftfutter!

Eigentlich ist so ein Facelift eine eher unspektakuläre Angelegenheit. Bei Porsche aber fällt alles ein paar Grad intensiver aus. Und so wird der Luxuslimousine Panamera nicht nur eine gestraffte Optik zuteil. Neben verbesserter Ausstattung und einem neuen V6-Biturbo gibt es jetzt eine Langversion - und einen 416 PS starken Plug-in-Hybriden, der als Kraftfutter Sprit oder Strom aus der Steckdose zu sich nimmt.

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Porsche Panamera S E-Hybrid
Porsche Panamera S E-Hybrid: An der Haushaltssteckdose dauert der Ladevorgang vier Stunden, mit Starkstrom geht's doppelt so schnell.
© Werk

Als Porsche vor vier Jahren den viertürigen Luxusliner Panamera ans Licht der Öffentlichkeit fuhr, da war nicht jeder uneingeschränkt begeistert. So mancher zog unmutig die Nase kraus, bemängelte vor allem das nach seiner Auffassung unwürdig plumpe Heck. Die anderen aber fanden den Versuch, das Zuffenhausener Sportwagenkonzept in Limousinenform zu übersetzen, geglückt und gaben ihre Bestellung auf. "Wir sind zuerst von 20000 Einheiten ausgegangen", verrät Panamera-Baureihenleiter Dr. Gernot Döllner. "Heute wissen wir, dass wir damals viel zu konservativ gedacht haben." Hunderttausend Panamera-Einheiten seien im Porsche-Werk Leipzig bereits vom Band gelaufen.

Ein umfängliches Facelift soll den Panamera auch in der zweiten Lebenshälfte präzise in der Erfolgsspur halten. So setzten zunächst die Schönheitschirurgen aus der Designabteilung das Skalpell an. Die nunmehr vergrößerten Lufteinlässe vorne betonen die Fahrzeugbreite, die Heckklappe trägt mehr Glas zur Schau, der Kennzeichenträger rückt nach unten.

Die Langversion hat sich um 15 cm gestreckt

Porsche Panamera S E-Hybrid
Info: Über ein Display lassen sich die wichtigsten Daten des teilzeit-stromernden Panamera ablesen.
© Werk Zoomansicht

Erstmals fährt der Panamera nun auch in einer um 15 cm gestreckten Langversion vor. Damit werden vor allem die chinesischen Kunden bedient, die in diesem Marktsegment zumeist auf die Dienste eines Chauffeurs zurückgreifen und sich selbst entspannt im feinen Fond zurücklehnen. In Deutschland dürfte weiterhin die 5,02-m-"Kurzversion" erste Wahl bleiben, dies vorzugsweise in Kombination mit dem verbrauchstechnisch im Schongang laufenden Dreiliter-V6-Diesel von Audi. Nach Norm verbraucht er pro 100 km 6,3 l. Noch leistet er 250 PS, im nächsten Jahr aber sollen weitere 50 Pferdestärken draufgepackt werden. Eine Herztransplantation hat der Panamera S erhalten. Raus mit dem 4,8-l-V8, rein mit einem 3,0-l-V6 Biturbo. Verzicht auf Leistung bedeutet das nicht, im Gegenteil, der Sechszylinder bringt mit 420 PS sogar 20 PS mehr auf den Prüfstand als der V8. Dafür, so verspricht Porsche, agiert er sparsamer, pro 100 km soll er sich mit 8,7 l (statt 10,5) zufriedengeben und obendrein schneller rennen. Die Spitze liegt bei 286 km/h, bislang waren es 282. Wer aber partout Achtzylinder fahren möchte, wird nach wie vor zufriedengestellt, der V8 bleibt im GTS und im Turbo aktiv, dort holt er dann so richtig den PS-Hammer raus: 440 und - beim Turbo - 520 PS sorgen für adäquate Befeuerung.

Erster deutscher Plug-in-Hybrid

Porsche Panamera kurz, lang
Zweimal Panamera: Die gestreckte Executive-Version (unten) misst fünfzehn Längenzentimeter mehr.
© Werk Zoomansicht

In hybridisierter Ausprägung hat es den Panamera schon bisher gegeben, jetzt geht er zum Aufladen sogar an die Steckdose. Was die zu erwarteten Stückzahlen betrifft, so wird diesem Plug-in-Hybrid zwar nicht die ganz große Karriere prognostiziert: Fünf Prozent am Verkauf soll er vorerst tragen, was sich wohl zwischen den USA und Deutschland aufteilen dürfte. Aber: Der Panamera S E-Hybrid gilt als erster deutsche Plug-in. Er kombiniert einen 95-PS-Elektromotor und einen 333 PS starken Kompressor-V6 zu einer Gesamtsystemleistung von 416 PS, das maximale Drehmoment beträgt bärige 590 Nm, der Lithium-Ionen-Akku leistet 9,4 Kilowattstunden. Damit ist eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h möglich, der Sprint von 0 auf 100 km/h ist in 5,5 Sekunden abgehakt. Rein elektrisch schafft der S E-Hybrid 135 km/h Spitze, die stromgespeiste Reichweite liegt bei 36 km. Dass dies nicht graue Theorie ist, zeigten erste Fahrversuche. Ohne große Mühe war der angegebene E-Aktionsradius zu erreichen, durch Rekuperation beim Bergabfahren und mithilfe des E-Charge-Modus - hier wird die Batterie während der Fahrt besonders effektiv über den V6-Motor aufgeladen - sammelt der Teilzeit-Stromer unterwegs stets wieder "elektrische" Kilometer an. Erstaunlich relaxt und entspannt ist der Panamera S E-Hybrid zugange, weder bei der Power noch beim Fahrkomfort sind irgendwelche Defizite zu beklagen. Wenn das die elektrische Zukunft ist, bitte gern! Das Aufladen an der normalen Haushaltssteckdose dauert vier Stunden, an der Starkstrom-Zapfstelle geht's doppelt so schnell. Als Normverbrauch stellt Porsche 3,1 l/100 km (71 g/km CO2) in Aussicht, das war bei normalem Umgang mit der Hybrid-Limousine nicht zu erreichen, aber sieben Liter sind für einen 2,2-Tonner ja auch schon ein Wort.

Porsche Panamera 4S
Porsche Panamera 4S: Auch die allradgetriebene Variante bekommt den neuen V6-Biturbo mit 420 PS.
© Werk Zoomansicht

Die Preise: Ab 81849 Euro

110409 Euro ruft Porsche für den Panamera S E-Hybrid auf, klar, das schüttelt nicht jeder aus dem Ärmel. Günstigste Variante ist der Diesel zu 81849 Euro, der allradgetriebene Panamera 4 kostet 88513 Euro, und für das Topmodell Turbo Executive werden 163364 Euro in Rechnung gestellt. Gegenüber dem Vorgänger bedeutet das einen leichten Preisanstieg. Dafür gibt's aber auch etwas mehr Serienausstattung: Bi-Xenon-Scheinwerfer, Multifunktionslenkrad und automatische Heckklappe. Und der Aufpreisliste - deren Dicke in etwa einem Taschenbuch entsprecht - lassen sich jetzt Details wie LED-Licht und Assistenzsysteme wie Verkehrszeichenerkennung und Spurverlassenswarner entnehmen.

Ulla Ellmer

19.06.13
 
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