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18.05.2013, 10:40

Extrem-Studie

Der Egoista: Ein Lamborghini zum Geburtstag

Der "Fünfzigste" ist ein besonderer Tag, meist Anlass für ein großes Fest, meist auch Anlass für opulente Geschenke. Lamborghini hat unlängst diesen runden Geburtstag gefeiert. Und Walter de Silva, Chefdesigner des Volkswagen-Konzerns, hatte zur Jubiläumsfeier ein geradezu brachiales Präsent nach Sant'Agata Bolognese mitgebracht: Die Extremstudie "Egoista", 600 PS stark, mit entfernbarem Cockpit und einer Antiradar-Karosserie.

Lamborghini Egoista
Lamborghini Egoista: Der wilde Renner ist mit einem 5,2-l-V10 bestückt, der 600 PS freisetzt.
© WerkZoomansicht

Der Volkswagen-Konzern hat viele Töchter. Vernünftige wie Skoda, ehrgeizig nach Höherem strebende wie Audi, sportlich durchtrainierte wie Porsche. Lamborghini ist die schöne, die kapriziöse unter ihnen, die mit explosivem Temperament, kurz: Die Italienerin. Auch Walter de Silva, Chefdesigner des Konzerns, ist Italiener, und so ist seine Beziehung zu dem Unternehmen mit dem Kampfstier im Signet eine ganz besondere. "Ich fühle mich dieser Marke sehr verbunden", sagte er, als Automobili Lamborghini sein 50-jähriges Jubiläum feierte. Und gleichzeitig bekannte er, dass angesichts der wilden Renner "der Verstand in die zweite Reihe rückt".

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Das ist wohl wahr, und gilt in ganz besonderem Maße für die brachiale Studie, die de Silva zum Lambo-Geburtstag entworfen hat. Der "Egoist" heißt nicht von ungefähr so: Er sei für eine Person gedacht, die immer das Extreme suche, in diesem Falle ein kompromissloses Auto, und das - so de Silva - stehe nun mal für einen Egoisten.

Nur einer passt ins Cockpit

Man beachte: Für eine Person ist der Egoist konzipiert - nur für eine. Zwei passen nämlich gar nicht rein in den Exoten, dessen aus Aluminium und Karbon gefertigte Karosserie einem Ufo nicht unähnlich ist. 600 PS leistet sein 5,2-l-V10-Triebwerk. Das Cockpit ist in ausgefeilter Manier für den Fahrer maßgeschneidert. Es lässt sich komplett, als ganzes Teil also entfernen, sobald es aber mit dem Rest des Fahrzeugs verbunden sei - so versichert Lamborghini - bilde es mit diesem eine perfekte Einheit.

Lamborghini Egoista
Unauffällig geht anders: Der futuristische Egoista zeigt dem Hintermann mächtige Auspuffrohre, um die sich ein orangefarbenes Leuchtband rankt.
© Werk

Die Inspiration für solch hollywoodreife Details lieferte übrigens die Luftfahrt. Konkret waren es die Apache-Helikopter, bei denen die Pilotenkabine im Notfall abzustoßen ist. Und auch sonst hat die Welt des Fliegens viele Anregungen geliefert: Die Scheinwerferanlage integriert LED-Umrissleuchten, die an die Positionsleuchten eines Jets erinnern. Bei den Scheiben handelt es sich orangefarbene, abgestufte Antireflex-Exemplare. Nicht alle Bereiche der Aluminium-Karbon-Karosserie sind trittfest, entsprechend gibt es - wie beim Flugzeug - Warnhinweise. Und überhaupt sind Karosserie und Felgen aus einem speziellen Antiradar-Material gebaut worden.

Top Gun lässt grüßen

Lamborghini Egoista innen
Cockpit: Mit Schalensitz und Vierpunktgurt, Head-up-Display im Blickfeld und von einer aufklappbaren Kuppel bedeckt.
© WerkZoomansicht

Ähnlich wie vom Piloten eines Jetfighters - Top Gun lässt grüßen - ist auch vom Fahrer des Egoista ein gewisser körperlicher Ertüchtigungsgrad gefordert. Schon grundsätzlich macht es sich nie gut, schniefend und schnaufend massive Körperfüllen in einen schneidigen Sportwagen zu hieven und, Gipfel des Blamablen, womöglich am Ausstieg aus den Untiefen des Cockpits zu scheitern. Der Egoista aber stellt hier besondere Ansprüche: Um rauszukommen aus dem Super-Lambo, muss erst das Lenkrad entfernt und auf dem Armaturenbrett abgelegt werden. Dann gilt es die Kuppel mit einer elektrischen Steuerung zu öffnen, mit den Füßen auf den Sitz zu steigen, sich auf der linken Karosserieseite an eine ganz präzise Stelle zu setzen und letztlich die Beine um 180 Grad vom Fahrerraum zur Fahrzeugaußenseite hin zu drehen. Nun, so beendet Lamborghini die Kurzanweisung, könne der Fahrer die Füße auf den Boden stellen und aufstehen.

Zu kompliziert? Dann ist vielleicht doch eher ein Golf der Richtige. So sexy wie ein Lambo ist der zwar nicht. Immerhin aber hat Walter de Silva auch bei ihm den Zeichenstift geschwungen.

ule

18.05.13
 
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