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16.05.2013, 16:10

Oberklasse

Mercedes S-Klasse: Und wieder lockt der Luxus

Die Premiere der neuen S-Klasse hat Mercedes nicht von ungefähr als großes Show-Spektakel inszeniert. Denn der Luxusliner soll und muss auch in jüngster Generation wieder zum Erfolg werden. Die S-Klasse ist als Imageträger wichtig - und sie bringt Geld ins Haus. Richtig Geld. Und so haben sich die Schwaben mächtig ins Zeug gelegt: Was Komfort, Luxus und Sicherheit anbelangt, setzt ihr Flaggschiff Maßstäbe. Ab 79790 Euro kann die jüngste Generation der S-Klasse geordert werden.

Mercedes S--Klasse
Reputierlich: Die Mercedes S-Klasse hat einen Status zu verteidigen - sie gilt als meistverkaufte Oberklassenlimousine der Welt.
© Werk

Franz Beckenbauer war dabei und Niki Lauda. Superstar Alicia Keys spielte auf, begleitet von den Hamburger Symphonikern. Und als die neue S-Klasse aus dem Bauch eines Frachtflugzeugs zur Premierenbühne auf dem Airbus-Gelände in Hamburg-Finkenwerder rollte, da sprühte und knallte im Hintergrund ein Feuerwerk, während sich die übrige Mercedes-Modellpalette zuerst zum Autoballett und dann zu einem schneeweißen Spalier formierte. Es galt, der Majestät zu huldigen: Die S-Klasse ist der König - nein! - der Kaiser im Programm. Das Aushängeschild der Marke, ihr Flaggschiff.

Mercedes S-Klasse
Neue Mercedes S-Klasse: Die neue Generation kommt zu Preisen ab 79790 Euro in den Handel.
© WerkZoomansicht

Weltweit gilt sie als meistverkaufte Oberklassenlimousine. Und das soll auch so bleiben. Vor allem Daimler-Chef Dieter Zetsche braucht nach allerlei Unheil wie dem verpatzten Crashtest des Kleintransporters Citan, nach kassierten Gewinnprognosen und Problemen im China-Geschäft unbedingt ein Erfolgserlebnis. Sein Vertrag ist nicht, wie erhofft, um fünf Jahre verlängert worden, sondern nur um drei. Längst haben BMW und Audi im Premium-Dreikampf Mercedes abgehängt. Kein Wunder also, dass sich Zetsche in den Wochen vor der S-Klasse-Premiere ähnlich angespannt und erwartungsvoll gefühlt hat wie früher "als Kind beim Warten aufs Christkind".

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Keine stilistischen Experimente

Die Mercedes S-Klasse ist eine Institution, stilistische Experimente verbieten sich da von selbst und sind vom Designteam um Gorden Wagener auch nicht riskiert worden. Die ruhige Front mit dem vertrauten Mercedes-Stern, der über dem nicht minder vertraut wirkenden, großen Kühlergrill prangt, ist ein Statement der Reputation. Nicht ganz so gut gefällt das Heck, hier wurde - ebenso wie schon beim kleineren CLA - der Aerodynamik Tribut gezollt, die aber auch entsprechend erstklassig (Cw-Wert 0,24) ausfällt. Zum ersten Mal, sagt Mercedes-Vertriebs- und Marketingchef Joachim Schmidt, sei eine S-Klasse aus der Langversion heraus entwickelt worden. Auf dem wichtigen Boom-Markt China wird das Flaggschiff ausschließlich als solch 5,25 m langer Kerl angeboten, zu uns kommen beide Karosserielängen, also auch das 5,12-m-Modell mit kurzem Radstand. Nächstes Jahr folgt dann noch eine extralange Version, die den glücklosen Maybach beerben soll.

S-Klasse Innenraum
Bitte entspannen: Der "Executive-Sitz" im Fond lässt sich in diese Relax-Position bringen.
© WerkZoomansicht

Wellness-Oase mit Hot-Stone-Massage

Einer "Wellness-Oase", sagt Mercedes, solle das Interieur gleichen. Mehr Luxus geht kaum mehr: Feinstes Leder, edelste Hölzer, Liegesitze, ein exklusives 1500-Watt-Burmester Soundsystem, zwei riesige und hochauflösende 12,3-Zoll- Farbdisplays (auf dem rechten kann der Beifahrer auch während der Fahrt Video gucken, dem Fahrer bleibt der Blick verwehrt), eine Sitzmassagefunktion mit Hot-Stone-Effekt, individualisierbare "Beduftung", und schließlich die Möglichkeit, die wichtigsten Lebensfunktionen des Wagens per Smartphone-App zu steuern. Was aber leider immer noch fehlt und derzeit noch entwickelt wird, das ist ein in die Windschutzscheibe eingespiegeltes Head-Up-Display, wie es bei BMW längst zum Angebot gehört.

Mercedes S-Klasse innen
Luxuriös: Das Interieur des Stuttgarter Flaggschiffs mit den beiden großflächigen Farbbildschirmen.
© WerkZoomansicht

Keine einzige Glühlampe mehr

Sehr vorausschauend arbeitet die S-Klasse dagegen fahrwerkstechnisch: Ein System namens "Road Surface Scan" erkennt mittels einer Stereokamera Fahrbahnunebenheiten, auf die sich die Federung dann sozusagen in vorauseilendem Gehorsam einstellen kann. "Distronic Plus mit Lenk-Assistent und Stop&Go Pilot" befähigt den Stuttgarter Luxusliner zum autonomen Fahren im Stop-and-Go-Verkehr, ein anderes System erkennt Fußgänger und bremst notfalls selbständig ab, das funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Der "Beltbag" ist ein aufblasbares Gurtband, das die Fondpassagiere schützt. Und: In der S-Klasse gibt es keine einzige Glühlampe mehr, Erleuchtung findet sie über rund 500 LEDs.

Start mit Hybridvariante

Mercedes S-Klasse
Sparsam: Der S 400 Hybrid soll nur 6,3 l/100 km verbrauchen. Etwas später folgt ein Diesel-Hybrid.
© WerkZoomansicht

Mit vier Motorvarianten begibt sich die neue S-Klasse an den Start. Einsteiger ist der S 350 BlueTec mit 258 PS starkem Dreiliter-Sechszylinder-Diesel, pro 100 km soll er sich mit lediglich 5,6 l zufriedengeben. Für die kurze Version sind mindestens 79790 Euro hinzublättern, die lange kostet 5533 Euro mehr. Wer einen Benziner vorzieht, wird mit dem S 400 Hybrid bedient, der einen 3,5-l-Sechszylinder (306 PS) mit einem 20-kW-Elektromotor kombiniert und so auf einen Schnitt von 6,3 l/100 km kommen soll. Preis: Ab 85204 Euro. Als Topmodell fungiert der S 500, dessen 4,7-l-V8 455 PS leistet und 8,6 l/100 km konsumiert. Er steht ab 104601 Euro in der Preisliste. Noch kein Preis ist indes für den Diesel-Hybrid S 300 Bluetec Hybrid bekannt. Bei ihm arbeiten ein Vierzylinder-Selbstzünder mit 204 PS und ein 20-kW-Elektromotor zusammen, so sollen sich 4,4 l/100 km ergeben.

Ob sich solch fabelhafte Werte in der Praxis wirklich halten lassen, muss freilich dahingestellt bleiben: Zu ersten Probefahrten wird die neue S-Klasse erst Anfang Juli zur Verfügung stehen.

U. Ellmer

Mercedes-Luxusliner
Die S-Klasse im Wandel der Zeit
Mercedes Simplex
Mercedes Simplex

Der Mercedes Simplex aus dem Jahr 1904 ist der Urahn aller S-Klasse-Modelle - auch wenn er noch lange nicht so hieß. Er leistete 60 PS. Das Foto zeigt den luxuriösen Reisewagen von Emil Jellinek, der schon frühzeitig die Produkte der Daimler-Motoren-Gesellschaft vertrieb.
© Mercedes

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16.05.13
 
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