Was man sich in "good old Germany" unter einem Caddy vorstellt, das entspringt zumeist dem nostalgischen Klischee vom "Pink Cadillac": Also: Mindestens fünfeinhalb Meter lang, mindestens acht Zylinder, auf jeden Fall bonbonfarben, mit Weißwandreifen, Heckflossen und einem Spritkonsum, angesichts dessen jeder Tankstellenpächter in froher Erwartung den roten Teppich ausrollt.
Beim ELR lohnt solche Mühe nicht. Nix von wegen bonbonfarben, nix Heckflossen, nix Weißwandreifen. Und schon gar nix von wegen einer Kraftstoffschlürferei, die eines A380 würdig wäre. Denn der ELR, der auf dem Genfer Automobilsalon (7. bis 17. März) seine Europapremiere feiert, fährt mit Strom. Als Energielieferanten nutzt er eine Lithium-Ionen-Batterie mit einem Speichervolumen von 16,5 Kilowattstunden. Innerhalb von viereinhalb Stunden ist sie an der haushaltsüblichen Steckdose wieder aufgeladen. Seinen 86 PS starken 1,4-l-Verbrennungsmotor nutzt der E-Caddy nur als reichweitenverlängernden "Range Extender", der den Generator des Elektromotors antreibt. Damit ist gewährleistet, dass der ELR auch dann, wenn sein Akku nach etwa 50 Kilometern leergesogen ist, nicht als hilfloses Strandgut am Rand des Highways endet. Insgesamt soll sich so ein Aktionsradius von 480 Kilometern ergeben. Die Gesamtsystemleistung liegt bei knapp 210 PS, das maximale Drehmoment bei 400 Newtonmetern, was auf ordentlich Durchzugskraft schließen lässt.
Cadillac gehört bekanntermaßen zum General-Motors-Konzern, der ELR folgt somit jenem technischen Konzept, das schon Chevrolet Volt und Opel Ampera aufweisen.
Was seine Dimensionen anbelangt, so fallen sie längst nicht so überbordend aus wie bei den Vorgängern aus vergangenen Tagen. Immerhin aber hat der 4,72 Meter lange ELR dem Ampera/Volt gut zwanzig Zentimeter voraus. Als zweitüriges Luxuscoupe soll er sich an die Oberklasse heranpirschen, entsprechend aufwendig fällt die Inneneinrichtung des 2+2-Sitzers aus, und entsprechend hochwertig die Ausstattung: Die Fahrwerksarchitektur verfügt über eine elektronische Dämpferregelung, zur Serienausstattung wird CUE (Cadillac User Experience) gehören, ein System, dessen Infotainmentfunktionen per Sprach- und Gestenerkennung zu steuern sind.
2014 soll der ELR auf den Markt kommen. Zuerst in den USA, dann in China und schließlich auch in Europa. Was die Erfolgschancen anbelangt, so ist wohl eher Demut angebracht: Denn sowohl Volt als auch Ampera sind bislang weit hinter den Verkaufserwartungen zurückgeblieben.
ule
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Re: Mein Ergebnistipp:
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aka1311
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