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11.01.2013, 11:43

Dritte Modellgeneration

Skoda Octavia: Einstieg ab 15990 Euro

Um den Vergleich mit dem Golf 7 kommt der technisch eng verwandte, brandneue Skoda Octavia nicht herum. Dabei bietet er viel mehr Platz - kostet aber ein gutes Stück weniger.

Skoda Octavia
Skoda Octavia: Im Februar kommt die Limousine (Foto), der Kombi folgt im Mai. Für ihn entscheiden sich in Deutschland fast alle Käufer.
© Werk

Karl Neuhold erfüllt den Begriff der Design-Sprache mit völlig neuem Leben. Von "kristallinen" Oberflächen schwärmt er, vom Einfluss der "weltberühmten tschechischen Glasbläserkunst" auf die Scheinwerfer, von "poetischen", mithin menschlichen Seiten des neuen Modells. Der Lobpreis des Skoda-Designers richtet sich auf den eigentlich sehr klar, sehr sachlich gezeichneten Octavia, den nunmehr dritten seines Namens, dessen Markteinführung im Februar ansteht.

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Für die tschechische VW-Tochter ist der Octavia das wichtigste Modell überhaupt. Über 3,7 Millionen Mal habe er sich seit seiner Geburt im Jahr 1996 verkauft, merkt Vertriebsvorstand Werner Eichhorn an, selbst die jetzt zur Ablösung anstehende Modellgeneration hat "bis zuletzt volle Auftragsbücher" beschert.

Das richtige Auto zur rechten Zeit

Der Neue kommt als richtiges Auto zur rechten Zeit. Gerade in Zeiten der Krise sind preiswerte Produkte wie der Octavia gefragt. Preiswert, wohlgemerkt, nicht billig; einen Skoda mit seinem VW-Gütesiegel zu fahren ist längst gesellschaftsfähig geworden.

Skoda Octavia
Klar und sachlich: Am Design des Octavia gibt es nichts auszusetzen.
© WerkZoomansicht

Der Konzernbruder Golf ist mit der Plattformtechnik des Modularen Querbaukastens (MQB) vorausgefahren, Audi A3 und Seat Leon sind gefolgt, jetzt schließt auch der Octavia auf. Trotz des engen Verwandtschaftsgrads setzt Skoda-Deutschland-Geschäftsführer Hermann Schmitt ein Fragezeichen hinter den unmittelbaren Vergleich mit dem Wolfsburger Bestseller. "Vom Preis her ist der Octavia schon noch Kompaktklasse", sagt Schmitt, in anderer Hinsicht aber sei er diesem Segment doch entwachsen. Um neun Zentimeter hat der Neue zugelegt, er misst 4,66 Längenmeter, damit übertrifft er den Golf um 40 cm, stellt sich eher an die Seite von Modellen wie dem Audi A4 (4,70 m) und rückt sogar dem VW Passat (4,77 m) auf die Pelle.

Noch mehr Platz als der Vorgänger

Schon der Vorgänger ist platztechnisch kein Knauserer gewesen, der Neue übertrifft ihn da noch. Geräumiges Wohnzimmer-Feeling mit reichlich Spielraum für die Beine herrscht im Fond vor, dazu addiert sich luftige Kopfhöhe. Das ladefreundlich ausgeformte Gepäckabteil fasst jetzt 590 l, durch Umlegen der Rücksitzlehne ergeben sich 1580 l. "Da passt dann sogar ein zweitüriger Kleiderschrank rein", versichert Martin Hrdlicka, zuständig für die technische Entwicklung. Werde dann noch der Beifahrersitz flachgelegt, lasse sich sogar ein Surfbrett mitnehmen. Die Aufpreisliste bietet faltbare Cargo-Elemente für den Kofferraum, auch gibt es einen doppelseitigen Bodenbelag - dank seiner schmutzabweisenden Seite führt der Transport von verdreckten Fußballstiefeln oder Gartenabfällen nicht zu hausfraulicher Verzweiflung.

Skoda Octavia
Günstig: Der Einstiegspreis beträgt 15990 Euro - allerdings ohne Klimaanlage.
© WerkZoomansicht

Optisch tritt die Octavia-Limousine als Stufenheck auf, konzeptionell ist sie mit ihrer großen, weit ins Dach reichenden Heckklappe ein Fließheckmodell. Den "Combi", den in Deutschland immerhin 90 Prozent der Kunden - also fast alle - präferieren, schiebt Skoda erst im Mai nach.

Tadellose Verarbeitungsqualität

Der Innenraum atmet verarbeitungstechnisch die tadellos-solide Verarbeitungsqualität des Hauses VW. Jedes Detail sitzt perfekt, die Türen fallen satt ins Schloss, die straff gepolsterten, aber bequemen Sitze vermitteln besten Komfort, und der Armaturenträger mit dem optionalen Acht-Zoll-Touchscreen ist funktional sowie intuitiv bedienbar aufgebaut. Was aber die Materialien betrifft, so halten die Premium-Produkte aus Ingolstadt und Wolfsburg den Octavia auf Distanz - irgendwo muss der Preisunterschied ja herkommen.

Wie der Golf nutzt der Octavia in seinen schwächeren Varianten eine einfachere Verbundlenkerhinterachse, die stärkeren Versionen ab 150 PS sind mit einem aufwendigeren Mehrlenkerkonstrukt unterwegs. Auch mit der schlichteren Lösung schnürt der Skoda aber wendig und agil um die Kurven, bleibt fahrtechnisch neutral und beraubt den Fahrer nie des Gefühls zuverlässiger Sicherheit. Obendrauf packt er eine souveräne Portion an Fahrkomfort.

Skoda Octavia Kofferraum
Da passt was rein: 590 l fasst das Gepäckabteil; das Cargosystem kostet extra.
© WerkZoomansicht

Das Sparmodell kommt zum Jahresende

Vier Benziner (86 bis 180 PS) und zwei Diesel (105 und 150 PS) pflanzt Skoda dem Octavia zum Verkaufsstart unter die Haube. Wahrscheinlich ab Mai ist der Diesel-Einsteiger 1,6 TDI mit 90 PS lieferbar, Ende des Jahres folgt die besonders sparsame Green-Line-Version: Motorisiert mit einem 110 PS starken 1,6 TDI, bringt sie es auf einen Durchschnittsverbrauch von lediglich 3,4 l/100 km und belässt es bei einem CO2-Ausstoß von 89 g/km.

Einen recht ordentlichen Eindruck hinterlässt bereits der Basis-Benziner 1.2 TSI. Auch wenn er explosiver Temperamentsausbrüche eher unverdächtig bleibt und akustisch nicht wirklich dezent agiert, so benimmt er sich doch als solider und für die meisten Fahrsituationen ausreichend kräftiger Arbeiter. Die meisten Kunden dürften sich aber wohl für den 2,0-l-TDI und seine 150 PS entscheiden. Eine empfehlenswerte Wahl: Dank eines Drehmoments von 320 Nm bei 1750/min macht dieser Diesel ordentlich Dampf, erspart seinem Fahrer die Mühen allzu intensiver Schaltarbeit und legt respektable Fahrleistungen (Spitze 219 km/h, 0 bis 100 km/h in 8,5 sec) vor. Der Verbrauchsschnitt liegt bei 4,1 l/100 km.

Skoda Octavia innen
Cockpit: Nicht so edel wie bei VW oder Audi, aber tadellos verarbeitet.
© WerkZoomansicht

Obendrein steht dem Kunden ein umfängliches Reservoir an Assistenzsystemen zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise ein Abstandsassistent inklusive Frontradar und City-Vollbremsfunktion, ein Spurhalteassistent, Müdigkeitserkennung, eine Einparkautomatik sowie Verkehrszeichenerkennung. Zusätzlich gibt es eine Fahrpofilauswahl.

Fürs Basismodell gibt's vieles nicht

Für das Basismodell "Active", das Skoda mit dem Einstiegspreis von 15990 Euro bewirbt und das somit rund einen Tausender weniger kostet als der einfachste Golf, ist solcher Luxus allerdings auch gegen Aufgeld nicht verfügbar. Serienmäßig sind hingegen ein komplettes Airbag-Sortiment, Multikollisionsbremse, elektrische Fensterheber und ein Radio, nicht aber eine Klimaanlage. Die bringt erst die mittlere "Ambition"-Variante mit, die vermutlich den höchsten Zuspruch erfahren dürfte. Was die besseren Versionen kosten, hat Skoda bislang noch nicht kommuniziert. Wohl aber, dass weitere Octavia-Derivate folgen werden: Ein bivalent mit Erdgas oder Benzin zu fahrendes Erdgas-Modell, Allrad für den Combi, und der 200-PS-Sportler mit dem Kürzel "RS".

Ulla Ellmer

11.01.13
 
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