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02.12.2012, 10:10

Offener Neu-Käfer

Beetle Cabrio: Der Sommer kann kommen

Der offene Beetle ist die vielleicht sympathischste Möglichkeit, durch den Sommer zu fahren. Anders als der etwas glattgelutscht-fade Vorgänger sieht die neue, dritte Generation endlich so aus, wie es sich für einen Volkswagen mit den Kult-Genen des legendären Käfers gehört. Dass dazu ein guter Schuss selbstbewusster Sportlichkeit kommt, dürfte einer erfolgreichen Karriere nicht schaden.

VW Beetle Cabrio
Beetle Cabriolet: Länger, gestreckter, sportlicher, und viel mehr mit dem Charisma des legendären Ur-Käfers gesegnet als der Vorgänger.
© Werk

Käfer nennt ihn schon lange keiner mehr. Seit der Zeitenwende 1997, als ihm Volkswagen ein Revival vergönnt hat, läuft er unter dem modischen Label "Beetle". Und doch atmet jede Rundung, jede Wölbung den Geist des legendären Wolfsburger Krabbeltiers. Wenn die Menschheit so etwas wie eine kollektive Auto-DNA besitzt, dann sind darin auch Jahrzehnte von Käfer-Geschichte und -Geschichten festgeschrieben. Brezlfenster kommen darin vor, eine unkalkulierbar funktionierende Heizung, das Bullern eines Boxermotors, aber auch eine Modellvariante, die das Nette am Käfer noch potenziert hat: Das Cabriolet.

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Der Sympathiefaktor färbt ab

Im Gegensatz zu den Edel-Vertretern seiner Gattung hat das Käfer-Cabrio niemals so etwas wie Sozialneid hervorgerufen. Zu hoch ist sein Sympathiefaktor stets gewesen. Und irgendwie hat der Status eines Luftikusses zum Liebhaben auch auf die Insassen abgefärbt. Nach dem Ur-Käfer-Cabrio und dem New Beetle Cabrio kommt jetzt die dritte Generation; wenn man so will, die Neuauflage der Neuauflage. Wie schon die geschlossene Version hat sich auch der offene Beetle von der langweiligen Glätte seines Vorgängers erfolgreich verabschiedet. Schwer zu greifen, was VW besser gemacht hat, aber dieses Beetle Cabrio sieht spannender aus, gestreckter, sportlicher, mit einem frechen Spoiler am Heck, und greift gekonnter auf das Charisma des Käfer-Ahnen zurück.

Speziell die Amerikaner lieben diesen Deutschen, rund die Hälfte der Produktion - die übrigens im mexikanischen Puebla erfolgt - bevölkert die Highways und Avenues der USA, vor allem diejenigen an der Ost- und Westküste. Deshalb bekommen die Amis das Beetle Cabrio auch als erste, schon in diesem Dezember ist es so weit, deutsche Kunden müssen noch bis Februar warten.

VW Beetle Cabrio Heck
Zeigt die Heckleuchten: Als Turbo-Topversion leistet das Beetle Cabrio 200 PS.
© WerkZoomansicht

Das elektrische Verdeck ist serienmäßig

Niemals würde man einem Beetle das Sakrileg eines Blechklappdachs antun, es bleibt bei der traditionellen Stoffkapuze. In allen Versionen (Basis, Design, Sport) öffnet und schließt sie serienmäßig vollelektrisch. Auch eine Persenning gehört zum Lieferumfang, mit der sich das zurückgefahrene Verdeck sauber einkleiden lässt. Extra kostet dagegen das Windschott (325 Euro). Eine Investition, die man sich gönnen sollte, macht sie den Innenraum doch selbst bei höherem Fahrtempo zur sturmfreien Bude. Im Kofferraum gibt's jetzt eine spezielle Halterung, in welcher der Verwirbelungsschutz bei Nichtgebrauch platzsparend zu verstauen ist. Wirklich groß und gut zugänglich ist das Gepäckabteil noch immer nicht, aber mit 225 l fasst es 24 l mehr als beim Vorgänger, und es bietet eine schmale Durchreiche in den Fond. VW hat das Überrollschutzsystem neu organisiert, somit lässt sich nun die Rücksitzbank (geteilt) umklappen.

Vier Personen können mitfahren

Das Beetle Cabrio ist ein Viersitzer, hinten können - wenn auch arg zusammengefaltet - zwei Passagiere an den Freuden sommerlichen Fahrens teilhaben. Viel besser untergebracht ist man vorn, dort herrscht ein prima Raumgefühl vor, und man erfreut sich an einem Ambiente, das ganz VW ist - wertig also, und gleichzeitig funktionell. Ab Ausstattungsvariante "Design" sitzt oberhalb des eigentlichen Handschuhfachs ein zweites, kleines, und weil es fast so schön steil angeordnet ist wie anno dazumals, trägt es den nostalgischen Namen "Käferfach".

Technisch handelt es sich beim Beetle um einen Golf VI, und entsprechend hoch ist der Verlass auf seine fahrtechnischen Qualitäten. Spurtreu nimmt er kurvenreiche Strecken unter die Räder, bleibt jederzeit brav und problemlos beherrschbar, Karosserieverwindungen sind kein Thema, und das Fahrwerk bietet bei aller Sportlichkeit ein sehr ordentliches Maß an Komfort.

Überhaupt kommt's beim Cabriofahren nicht so sehr aufs Powern an, die meisten Frischluft-Fans wollen vor allem eins: Entspannt cruisen. Auch deshalb dürfte es nur ein geringer Teil der Kunden sein, der für sich den 200 PS starken Zweiliter-TSI-Topmotor als unverzichtbar erklärt. Vielmehr rechnet VW damit, dass der mittlere Benziner - ein 1,4-l-TSI mit 160 PS - einen Gutteil der Bestellungen auf sich vereinen wird. Den Part des Einsteigers übernimmt der 1.2 TSI mit 105 PS, wer's gern dieseln lässt, wird wahlweise mit dem TDI 1,6 (105 PS) oder dem TDI 2,0 (140 PS) bedient.

Auch geschlossen schön: Dass die Stoffkapuze elektrisch öffnet und schließt, gehört zur Serienausstattung.
© Werk

Start-Stopp ist Serie, Klimaanlage nicht

Alle Motorvarianten sind alternativ zum Fünf- bzw. Sechsganggetriebe mit dem formidablen Direktschaltgetriebe DSG zu kombinieren. Und der 1,2-l-TSI sowie der 1,6-l-TDI stehen als besonders sparsame BlueMotion-Variante zur Verfügung. Start-Stopp-System ist grundsätzlich serienmäßig, nicht aber eine Klimaanlage. Die kostet zumindest im Basismodell und der mittleren Ausstattungsversion "Design" extra, warum sie nur im Paket mit Tempomat (macht dann 910 Euro) zu ordern ist, zählt zu den Mysterien, auf die man beim Durchforsten von Preislisten manchmal so stößt.

Bei den 21350 Euro fürs den Basis-Beetle wird es also in den seltensten Fällen bleiben. Die sympathische Ausstrahlung, die vertrauenerweckende VW-Qualität und nicht zuletzt der zu erwartend hohe Wiederverkaufswert sind ihr Geld aber wert. So dürfte auch dieses Beetle Cabrio sein Kapitel in der Käfer-Geschichte schreiben. Und ganz bestimmt nicht das langweiligste.

Ulla Ellmer

02.12.12
 
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